How To Kill Your Ego: Haris Tabaković | #181
Shownotes
ZUM GAST
Mittelstürmer beim FC Red Bull Salzburg und bosnischer Nationalspieler. Geboren 1994 in Grenchen als Kind bosnischer Kriegsflüchtlinge. Stationen: Young Boys, FC Wil, Grasshopper Club Zürich, Ungarn, Austria Lustenau, Austria Wien, Hertha BSC, TSG Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach.
BEHIND THE ATHLETES
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00:00:00: Der Moment damals am Spieltag, wo wir im Hotel waren als wir angefangen haben zu reden.
00:00:04: stell dir vor wie schmeißen Italien heute da.
00:00:07: Stell dir vor, wie gehen zu wem?
00:00:08: und glaub mir von der ersten Minute du hast gemerkt, da ist etwas drin Und für mich war es einfach so Komm jetzt rein, komm jetzt rein Gib alles noch mal für die Mannschaft Schießt noch das Tor, schießt ein Eins-Eins.
00:00:21: Das werden die Verlängerungen geben.
00:00:23: Und was schaffst du das?
00:00:24: Ich wusste nicht, was passiert in dem Moment.
00:00:25: Weil es war der größte Moment in meiner Karriere.
00:00:28: Ich war einfach nicht ready für diese große Brüne.
00:00:31: Ich habe immer gemerkt im Training lief ich.
00:00:33: Am Wochenende habe ich Angst.
00:00:34: In der Schweiz war mein Name einfach verbrannt.
00:00:37: Schau mal wo ich jetzt bin und was ich jetzt mache.
00:00:40: Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun.
00:00:42: Als ich dort unterschrieben habe, wir hatten ja kein Gym im Verein.
00:00:44: Ich hab mich angemeldet beim Gym.
00:00:46: Was mir auch einige zugeraten haben geht zurück in die Schweiz, geht zur Bank fangen auf der Bank zu arbeiten.
00:00:53: Ich musste mein Ego auf die Seite legen, extrem!
00:00:56: Ich musste an meinem Ego arbeiten und das war der Moment wo ich... ...mein ganzes Leben eigentlich umgekrempelt habe.
00:01:01: Ich bin bewusst in die Arbeitslosigkeit reingegangen.
00:01:04: Danach kam der Moment, wo ich überlegt hab meine Karriere zu beenden.
00:01:08: Und wieso hast du sie nicht beendet?
00:01:11: Weil...
00:01:19: Ah, ist schön dass wir heute hier sind.
00:01:21: Freut mich
00:01:21: auch.
00:01:22: Wir hatten so viel Kommunikationen den letzten Monat und ich glaube ich habe keinen Podcast so verlässlich geplant wie mit dir, obwohl du zwischenzeitlich verletzt warst, WM gespielt hast.
00:01:31: WM-Quali gegen Italien würdest du schon sagen?
00:01:34: Wenn ich jetzt deine Umfeldfragen würde, so Verlässlichkeit ist eine deiner Stärken?
00:01:39: Ja definitiv.
00:01:40: Verläßlichkeit ist in meinem Leben sehr wichtig und für mich hat das auch irgendwo auch mit Respekt zu tun gegenüber... Meine Mitmenschen und ich glaube unsere Kommunikation war immer sehr, sehr gut.
00:01:50: Deshalb wollte ich auch da immer ehrlich sein natürlich.
00:01:53: Ja ja, sehr cool!
00:01:53: Also ich habe mich sehr gefreut dass das alles so zuverlässig klappt und vielen Dank, dass du hier bist weil ich glaube deine Geschichte ist wirklich besonders Und natürlich sprechen wir heute über Fußball und überall das, aber du hast sehr viel rund um den Fußball gemacht.
00:02:12: Wir werden nachher über das Thema Bewusstseinscoach sprechen.
00:02:16: Da machst du sehr, sehr viel was glaube ich... Als ich das gelesen habe, habe ich zehn Situationen für mein Leben gefunden wo ich das auch mal anwenden kann.
00:02:23: Also vielleicht frage ich dich nur mal nach dem Kontakt Aber ja deine Geschichte ist schon ganz besonders.
00:02:30: Du wirst in der Schweiz geboren Und ich hab ja auch Kinder und mich natürlich damit beschäftigt.
00:02:39: Ja, deine Kindheit war nicht ganz einfach kann man sagen.
00:02:41: Eigentlich war sie einfach weil du hast glaube ich tolle Eltern.
00:02:43: aber sie war auch sehr schwer, weil deine Eltern so in den Jahr fourneunzig deine Mutter hoch schwanger aus dem ehemaligen Jugoslawien geflüchtet in die Schweiz.
00:02:52: Das muss man sich mal vorstellen.
00:02:53: also ich glaube in Deutschland jeder der dann schon einmal in einer Familie jemanden mit Schwanger hatte das ist eine hohe Belastung für die Frau und dann irgendwie alles zurücklassen absoluter Wahnsinn.
00:03:05: Also ich würde mal sagen, dein Fundament ist schon nochmal ein bisschen anders gegossen als bei den meisten und natürlich hast du das erstmal nicht so mitgekriegt.
00:03:14: Du bist dann in einer schönen Schweiz aufgewachsen.
00:03:19: Was haben deine Eltern dir zu der Zeit von der Zeit gesagt?
00:03:22: Wie das für sie war?
00:03:24: also wie dramatisch muss man sich das vorstellen?
00:03:28: Ich glaube es war echt eine schwere Zeit, muss man so sagen.
00:03:31: Die haben dann natürlich über die Jahre immer wieder auch paar Stories uns erzählt von mir und meinem Bruder.
00:03:38: Es war halt nicht einfach.
00:03:39: Du kannst dir das vorstellen.
00:03:40: du bist in Bosnien.
00:03:42: Mein Vater hat einen tollen Job gehabt War selbstständig Eine tolle Familie.
00:03:47: Was hat
00:03:47: er gemacht?
00:03:49: Er hatte ein Unternehmen gehabt wo er alles was mit Autoteilen zu tun hat, hat er verkauft und war da auch viel unterwegs im Balkan.
00:03:57: Und dann kannst du dir vorstellen, dass der Krieg anfängt.
00:04:00: Du weißt nicht was du machen willst.
00:04:02: Mein Vater hat damals entschieden natürlich die Familie zu packen.
00:04:06: Es gab damals eine Beziehung in die Schweiz.
00:04:09: Dann haben sie sich entschieden dahin mehr zu flüchten...
00:04:12: ...und Haus alles zurückgelassen?
00:04:14: Natürlich war dort noch seine Mutter, die Großmutter von mir.
00:04:17: Ein Bruder von meinem Vater ist damals mitgekommen, auch in die Schweizer.
00:04:22: Kannst jetzt vorstellen, du lässt alles liegen Du kannst die Sprache nicht, gehst in die Schweiz.
00:04:27: Kennst niemanden wie Staat ist?
00:04:29: Das ist ja die Frage.
00:04:31: Genau haben sie dann eigentlich von wunderbares Leben zu.
00:04:35: ich gehe in die schweiz und kann die sprachen da starte ich ja nicht bei null, da startete ich ja bei minus hundert eigentlich.
00:04:41: Und eine absolute Unsicherheit da was machst du?
00:04:44: Mein Bruder ist vier Jahre alt, meine Mutter ist hochschwanger.
00:04:47: Was ich aber sagen muss und deshalb klar... Ich bin in der Schweiz geboren, bin Doppelstaatsbürger, mein Eltern sind aus Bosnien.
00:04:56: Aber genau aus dem Grund sage ich auch immer im Herzen schlagen trotzdem zwei Länder.
00:04:59: weil ich einfach sage damals die Situation Die Schweiz hat uns wirklich die Tür geöffnet Die haben uns geholfen.
00:05:06: Klar, man hat auch irgendwo in einem Haus gelebt mit anderen Familien zusammen, aber der Staat war nicht einfach.
00:05:11: Aber trotzdem die Menschen, wo wir dort kennengelernt... Hatte
00:05:14: ihr da richtig in einem Flüchtlingsheim gewohnt?
00:05:16: Ja, das war ein Wohnblock, wo mehrere Familien drin gelebt haben und dann war es halt so, dass mein Vater damals eine wunderbare Familie kennengeläumt habe.
00:05:28: Dort konnte er angefangen zu arbeiten bisschen Und dann kam es Schritt für Schritt, aber ich glaube mehr der Beginn.
00:05:35: was die mir erzählt haben wie sie damals geflüchtet sind.
00:05:37: Wie sie über die Grenze gekommen sind das möchte jetzt nicht detailiert erzählen.
00:05:41: Aber das war extrem und ich glaube dass das... ...die größte Stärke ist und dass das für mich absolut Respekt verdient.
00:05:49: Und haben deine Eltern mal drüber gesprochen wie das für Sie war?
00:05:52: Also du bist eigentlich ein gemachter Mann hast eine Firma in Bosnien und dann kommst Du in die Schweiz.
00:06:00: Musste man da den stolzen Stück weit auch opfern?
00:06:03: oder haben die mal darüber gesprochen wie das für sie war?
00:06:06: Ja, die haben schon drüber gesprochen natürlich.
00:06:08: Ich glaube für meinen Vater war es vielleicht nicht so einfach.
00:06:11: Mein Vater hat auch oftmals danach überlegt dass sich bis Ende Krieg gelegt hat.
00:06:15: sollen wir zurück nach Bosnien weil er trotzdem sich sicher war kann sich das Leben wieder aufbauen?
00:06:21: aber diese Entscheidung wurde damals getätigt auch für uns Kinder auch zum sagen okay die Schweiz gibt meinen Kindern eine andere Zukunft.
00:06:30: Und deshalb hat das gesagt, okay wir bleiben in der Schweiz auch wenn er vielleicht einen anderen Job gehabt hätte in Boston wieder was anderes machen hätte können aber hat sich dafür entschieden.
00:06:39: und es ist nicht einfach weil als wir in die Schweiz gekommen sind sein Studiumabschluss wurde nicht anerkannt würde gar nichts anerkannt ja und deshalb kannst du jetzt vorstellen was es auch bisschen mit dem Ego macht.
00:06:50: Was noch ein Gefühl ist glaube ich was man schwer nachvollziehen kann ist so nicht in der Heimat zu sein.
00:06:59: Weil wenn wir jetzt irgendwie ein Urlaub fahren, dann sagt man ja auch ich bin nicht zu Hause so nicht so schlimm.
00:07:04: Aber ich kann ja immer zurückkommen.
00:07:06: Ich weiß nicht ob du dich erinnerst Anfang des Jahres ist in Berlin in über hunderttausend Haushalten der Strom ausgefallen und über sechs Tage gab es kein Strom und dementsprechend keine Heizung gar nix.
00:07:20: Und wir waren betroffen.
00:07:22: tatsächlich Wir konnten sechs Tage nicht nachhause und da habe ich zu meiner Frau gesagt Das ist das erste Mal, jetzt habe ich gar nicht so, konnte ich nicht nachempfinden.
00:07:32: Dass du... Also sozusagen wie schlimm sich das angefühlt hat?
00:07:37: Weil es war auch nicht klar, wie lange das dauert und normalerweise weiß man keine Stromzweistunden wieder da.
00:07:43: Und wir konnten einfach nichts zurück.
00:07:46: Wir konnten nichts in unser... Berlin waren minus zehn Grad, es war alles völlig ausgekühlt.
00:07:52: Es war kein Handynetz sogar die ersten zwei Tage dort.
00:07:54: also wirklich wie nach so einem Ja, keine Ahnung Apokalypse gefühlt sich das an.
00:07:59: Aber das ist schon krass weil man kann ja nicht zurück und das ist ja für deine Eltern auch so gewesen.
00:08:04: also... Man hat einfach keine Wahl ne?
00:08:06: Und es dann auch so ein Stück weit ausgeliefert, ne?
00:08:09: Ja, das war's so.
00:08:10: ich weiß nicht wie sie das auch... Das ist
00:08:13: ja ein Pipi Beispiel was ich sage
00:08:14: oder sowas.
00:08:15: Ja genau, aber manchmal frage ich mich jedem Ich hab's dir das auch oftmals gefragt.
00:08:18: Wie hast du dich dann gefühlt, dass du nicht mehr heimkommst?
00:08:20: Dass du deine Mutter nicht mehr sehen kannst und deine Geschwister nicht mehr sehn kannst.
00:08:23: Und Herr hat einfach immer gesagt er hat den Fokus komplett draufgelegt, dass wir einfach sicher leben wollen, dass wie hier sind und dass das einfach jetzt unser Leben ist und dass es unsere Zukunft sein wird.
00:08:34: Das hat ihm auch den Halt gegeben und die Stärke und so hat der dann auch gearbeitet.
00:08:37: Auch meine Mutter gearbeitet.
00:08:39: Die haben natürlich beide Vollgas gegeben, dass Wir Kinder sagen mal ein normales Leben haben.
00:08:48: Und dein Vater, hast du mal gesagt, wollte gar nicht, dass du Fußball spielst?
00:08:52: Nein.
00:08:53: Der wollte das nicht!
00:08:54: Für ihn war es immer so, Fußball mit dem kannst kein Geld spielen... Weil der Sport
00:08:57: begeistert auch oder?
00:08:59: Nee,
00:08:59: gar nicht.
00:09:00: Deshalb für ihn war das immer so nicht greifbar.
00:09:02: Mein Bruder hat damals Wirtschaft studiert und als ich glaube ich sechzehn war, als ich dann die Bank auf meine Schellehre gestartet habe was für ihn so, hey, was für Fußball.
00:09:12: Du gehst jetzt Schule, das ist dein Ding.
00:09:14: Du machst das jetzt und du holst dir den Abschluss, du machst den Weg.
00:09:18: Und ich war schon so ein bisschen natürlich gezeichnet auch von ihm weil er auch so bisschen Unternehmen nicht immer gedacht hat Auch mein Bruder Wirtschaft studiert hat.
00:09:24: deshalb hat er mich eigentlich komplett in der Schiene gesehen.
00:09:29: Bevor ich nicht Profi geworden bin war das für ihn nie ein Thema dass sich irgendwas mit Fußball zu tun haben wird.
00:09:35: Aber du bist ja schon dann Du hast ja bei Young Boys Bärn schon in den Jugendmannschaften gespielt.
00:09:44: Das ist dann wie in Deutschland NLZ-mäßig, oder?
00:09:46: Genau,
00:09:47: das war relativ spät weil bis sechzehn war ich in meinem Amateurclub und das waren FC Gränchen damals.
00:09:54: Und dann glaube ich in die U-Seventein bin ich gekommen bei Young boys.
00:09:57: Ich habe natürlich meine kaufmännische Lehre noch weitergemacht Und dann glaube ich, zwei Jahre später bin ich dann in der ersten Mannschaft gewesen und habe dann debitiert.
00:10:06: Aber deine kaufländische Lehre war eine Banklehrer sogar?
00:10:08: Das war eine banklehrerin.
00:10:09: War jetzt nicht irgendwie so ne...
00:10:10: Nee!
00:10:11: Weil ich muss sagen das hat mich schon interessiert.
00:10:13: Als ich jünger war, als ich dann gesehen hatte dass mein Bruder Wirtschaft studiert und ich weiß nicht, also ich war die sechzehnwarte immer so das Gefühl okay auf der Bank ist ein cooler Job kann man auch viel Geld verdienen.
00:10:22: später vielleicht kann man ja sowas sagen und es hat mir so bisschen imponiert und Ich hab mir gedacht ok wenn ich das starte kannst du gute Karriere auch werden spätermal.
00:10:31: Und dann kann natürlich Fußball, aber ich habe gewusst okay das mache ich.
00:10:35: Ich schließe es ab und ich brauche das wie Spiele.
00:10:36: Wie
00:10:36: sah dein Leben da aus?
00:10:38: Weil die haben ja die anderen Mitspieler zu dir.
00:10:40: Zumindest bei Jan Weißnack Haben dann viele eine Ausbildung nebenbei gemacht oder haben die meisten eigentlich schon Profi gelebt?
00:10:46: Das
00:10:47: haben schon sehr viele Profi gelebt.
00:10:48: Ich glaube, zwei, drei, die auch eine Ausbildung gemacht haben.
00:10:51: Aber ich muss sagen mein Leben hat so ausgeschaut damals.
00:10:54: Ich hatte das Glück dass ich auf der Reifeisenbank echt eine super Chefin hatte.
00:10:57: Die hat mir alles geöffnet.
00:10:59: aber mein Leben war dann sieben bis vier arbeiten im Anzug.
00:11:02: Vier Uhr nach Hause rennen, Anzug aus Kleider an Zug, ne Stunde fahren nach Bern, achtzehn Uhr war Training dann nach dem Training im Zug lernen, für die Schule etc.
00:11:13: Und am nächsten Tag geht es weiter.
00:11:14: Hat
00:11:14: sich das für dich wie Verzicht angefühlt oder?
00:11:16: Natürlich hat's wie verzicht angefühlt weil ich war unterwegs von sieben Uhr bis einundzwanzig Uhr abends.
00:11:23: Die Zeit wo meine... in dem Alter und die Jungs am Abend was unternehmen etc.
00:11:27: War ich...
00:11:28: Hast du Zeit für befreundeten gehabt?
00:11:29: Nee
00:11:30: Krass.
00:11:32: Deshalb war es für mich so, ich habe sie zwar genossen.
00:11:34: Ich finde die Jungen schon krasser... Natürlich
00:11:35: natürlich!
00:11:36: Meine Eltern waren auch sehr glücklich weil sie gesagt haben okay guck mal und Haris hat so jung schon gelernt sein Leben immer noch eine Struktur zu bringen.
00:11:43: man lernt ja wann macht der Haus aufkommen?
00:11:45: Wann geht er arbeiten, wann spielt er, wann trainiert er?
00:11:48: Es war echt glaube ich für heute also für die spätere Karriere war das echt gold wert.
00:11:54: Krass ja das ist ja sehr erwachsen.
00:11:55: ne aber war dass auch so erwachsen wird zu sagen weil du halt eben nicht Ja, vielleicht aus einem Haushalt.
00:12:03: dann kam es, wo der mal den typischen Haushalt, Schweizer deutscher Haushalt.
00:12:07: Wo halt alles in Butter ist sozusagen.
00:12:11: Das kann schon sein natürlich für mich was schon sehr sehr früh natürlich wo ich sage okay hey Ich möchte das machen weil ich auch einfach etwas zurückgeben möchte an die Familie Weil sie haben viel geopfert Die haben alles gemacht Für uns und ich glaube immer kommt in ein alter wo man auch irgendwann noch bisschen was selber verdient auch was machen möchte und ja einfach auch so sie bieten sich alle Möglichkeiten, auch offenhalten für die Zukunft.
00:12:35: Was kannst du schaffen?
00:12:35: Und das hat mich schon da hingebracht.
00:12:40: Trotzdem hast du ja wahrscheinlich bei Young Boys dann noch ganz bisschen verdient.
00:12:43: Das war ja noch nicht viel wahrscheinlich.
00:12:46: Ich muss sagen es war nicht zu schlecht weil...
00:12:48: Kannst du auch erinnern, dass der wahrscheinlich...
00:12:51: Also mein Jugendvertrag war tausend Franken.
00:12:54: Ja,
00:12:54: tausende Franken!
00:12:55: Und ich hatte damals glaube ich, als Lehrling bei der Bank damals hatte ich noch so sieb, achthundert Franken und ich muss sagen für meine alte dort habe ich gesagt okay.
00:13:05: Hast du was gespart davon
00:13:05: schon?
00:13:06: Ja natürlich!
00:13:08: Und weil ich hab noch zu Hause gelebt, musste ja nichts abgeben zuhause.
00:13:11: Ich habe dann etwas gegeben, weil es einfach so etwas zurückgegeben hat aus Dankbarkeit aber ich konnte eigentlich schon ganz gut leben.
00:13:18: Ach cool!
00:13:22: Du hast mal gesagt eben wie gesagt dass dein Vater da nicht hinterher war gab's man einen Moment später Wo du das Gefühl hattest, er war dann mit deinem Weg doch im Rhein.
00:13:29: Also war das dann als du die Ausbildung verdenkert hast?
00:13:31: Da gab es später noch mal irgendwie so Momente wo du sagst, ist da richtig sein Stolz gespürt?
00:13:35: sozusagen weil der war glaube ich ziemlich harter Hund sozusagen auch oder?
00:13:38: Der
00:13:38: war extrem harter und auch so oldschool
00:13:43: Oldschool inwiefern?
00:13:44: Ja, oldschool einfach so mit seiner Denkweise und auch so ein bisschen ständig manipulativ.
00:13:50: Ständig möchte er seine Meinung geben.
00:13:52: Noch als ich dann etwas älter war, wollte er immer wieder seine Meinung dazugeben.
00:13:56: Er wollte mich nicht unbedingt alleine entscheiden lassen aber der glaubt... Weil
00:14:01: das nur gut gemeint
00:14:02: hat.
00:14:02: Genau.
00:14:02: Ich glaube der beste Moment wo ich hatte als ich die kaufmännische Bankläder abgeschlossen habe da hat er gesagt okay mein Sohn jetzt hast du das gemacht was ich wollte gibt Gas im Fußball, jetzt kannst du das machen was du willst und dann schauen wir mal wie weit du kommst.
00:14:15: War das wichtig für dich?
00:14:16: War schon wichtig für mich weil ich schon immer dieses Gefühl hatte... Ich wollte es auch für mich selber nicht nur fühlen weil ich wusste okay was ist wenn Fußball nicht funktioniert dann will ich etwas haben nebenher aber für mich war's schon wichtig dass er mich da noch irgendwo unterstützt.
00:14:32: Ich meine bei Fußball ist ja viel Geld drin mittlerweile schon und war es damals schon.
00:14:39: Du bist dann bei Young Boys auch Profi geworden, ne?
00:14:41: Genau.
00:14:42: Mit achtzehn.
00:14:43: War das schon mal so, wo man dann sagt irgendwie ich kenne jetzt Schweiz also in der Bundesliga Profi wirst, dann reden wir ja schon irgendwie von fünf, sechshunderttausend Euro wahrscheinlich, so vierzig...
00:14:53: Weit weg davon.
00:14:54: Weit wegt davon.
00:14:56: Also das ist weit weg davon!
00:14:58: Danke.
00:15:02: Ich glaube es gibt verschiedene Clubs.
00:15:04: Ja.
00:15:04: Das wollen wir sagen mit achtzehnt vielleicht hast du sechzig bis hunderttauseinjährlich.
00:15:08: Man ist vielleicht ... Brutto
00:15:10: oder netto?
00:15:10: Ja,
00:15:11: Bruto.
00:15:12: Wobei in der Schweiz es ja ein bisschen einfacher wie in Deutschland.
00:15:14: Du hast nicht das Steuersatz!
00:15:17: Wie in Deutschland freut man sich in der enden Jahr die Steuererklärung machen und dann zieht ihr das so ein bisschen ab.
00:15:22: Aber das ist weit weg von diesen Zahlen was in Deutschland gezahlt wird.
00:15:27: Wie meinst du, in der schweiz wird erst am Ende des Jahres Steuern gezahlen?
00:15:29: Genau, du hast ja eine Steuererklärung, die führst du aus.
00:15:33: Enderjahr, dann kriegst du eine Rechnung... Und dann musst du steuerinzahlen.
00:15:37: Hast du länger
00:15:38: dein Geld?
00:15:39: Ich bin
00:15:39: nicht vom Lohn direkt
00:15:40: abgezogen.
00:15:41: Es wird nur die Sozialversicherung abgezogen, alles andere nicht.
00:15:45: Da muss man aber auch ein bisschen zurücklegen.
00:15:47: Genau, das war ja damals von meinem Vater und auf einmal mein Bruder Direkt-Steuerkonto.
00:15:52: Du musst jeden Monat von dort drauf eine Überweisung tätigen, weil du musst was haben.
00:15:58: Weil es für uns Problematik
00:15:59: ist.
00:15:59: Ja genau, das kann sehr schnell problematisch werden.
00:16:01: D.h.,
00:16:04: da hattest du auf keinen Fall diesen Moment Supergeil, bis dann sogar auch noch mal in die zweite Liga zur FC Wiel verliehen worden.
00:16:12: Bis dann aber zu Grasshoppers und dachtest du dann das wäre so ein bisschen dein Durchbruch?
00:16:22: Oder war das was er nicht wahr am Ende sozusagen?
00:16:26: Aber wir reden da wirklich von zwei drei Jahren wo du eigentlich schon Profi warst, aber noch nicht so richtig gezündet hast du gefühlt.
00:16:34: Ich glaube es war eine Phase eins in meiner Karriere, so der junge Profi.
00:16:40: So der Erfolg wird erwartet auch von mir selber weil du siehst alle anderen in deinem Alltag sind auf dem Weg haben schon auf dem Level performt aber irgendwie du schaffst das nicht.
00:16:51: Du kommst rein und du triffst nicht.
00:16:54: Und damals war es für mich die Entscheidung ich möchte raus aus Bern, ich möchte heraus aus dem Haus Ich möchte nach Zürich meine eigene Wohnung, ich will dahin gehen.
00:17:04: Deshalb habe ich diesen Schritt damals auch gewählt, aber du sagst es also die drei Jahre da in der Schweiz.
00:17:10: Hast Du irgendwie im Hintergrund eine Hypothese?
00:17:12: Warum das dann noch nicht so richtig geklappt hat oder warum du noch nicht die Tore geschossen hast?
00:17:18: Das ist ja auch das Fiese am Stürmer sein!
00:17:20: Wenn ich jetzt Mittelfeldspieler bin, dann ist das nicht ganz so greifbar.
00:17:26: Marc, ich bin eigentlich klar.
00:17:28: Was ich da denke?
00:17:28: Ich war einfach nicht ready für diese große Brüne.
00:17:31: Ich habe immer gemerkt im Training liefere ich am Wochenende habe ich Angst.
00:17:35: Am Wochenenden schaffe ich es nicht das auf den Platz zu kriegen und ich kenne viele Profis die sind so ein bisschen im Training in der Weltklasse.
00:17:41: In den Spielen kriegen sie es nicht hin und ich hatte genau dieses Gefühl.
00:17:45: Am wochenende schaff ich's nicht.
00:17:47: Ich kann mich liefern!
00:17:50: Und das sind alles so Themen gewesen.
00:17:52: Natürlich hast du auch kein Vertrauen in den Körper gehabt, da hatte ich schon meine erste Knie-Operation und deshalb waren so alle Themen darunter wo ich mir ganz klar gesagt habe Ich bin noch nicht ready für diese Bühne!
00:18:02: Ich weiß es genau und ich kann's nicht schaffen.
00:18:05: Krass!
00:18:07: Das hört sich ja wirklich an einer wenig... wenig vertrauen an, ne?
00:18:11: Das war auf jeden Fall vertrauen weil mit achtzehn wie ich gesagt hab der junge Profi Der Erfolg wird erwartet.
00:18:17: Du denkst dir aufstreben, die Leute erzählen über dich?
00:18:20: Du wirst der nächste vielleicht Schweizer Nationalspieler oder irgend so etwas und dann lieferst du nicht, dann schaffst du es nicht.
00:18:28: Und das war natürlich auch irgendwo an meinem Selbstvertrauen, hat das genagt.
00:18:32: Also es waren drei Jahre ja insgesamt, die waren ziemlich lang.
00:18:36: Weil wenn man jetzt darüber redet hört sich's kurz an aber... also du hast drei Jahre noch nicht viel verdient Und warst aber jetzt noch nicht ready, deinen Traum aufzugeben.
00:18:47: Also was wir auch in der Schweiz in der ersten Liga so zu sagen, dann rauben wir mal darauf hin und da bist du vom Regen in die Draufe gekommen.
00:18:54: Du bist nämlich nach Ungang gewechselt.
00:18:56: Genau.
00:18:59: Genau.
00:19:00: also erzähl mal wie kam dieser Transfer zustande?
00:19:03: Vor allem vorab.
00:19:04: das war der Tiefpunkt Deiner Karriere fast, sozusagen kann man sagen oder?
00:19:08: Also ich muss sagen wenn du mich gefragt hättest da... also ich glaub' ich zwanzig bin nach Ungarn gegangen und wenn du mir gefragt hast mit achtzehn, wie sieht denn Weg aus hätte ich ganz klar nicht gesagt dass ich irgendwann in Ungarn landen muss ich ganz ehrlich sagen aber es war ein bewusster Schritt für mich weil ich gesagt habe in der Schweiz mein Name ist wie verbrannt.
00:19:24: Ich schaff's nicht... Sie haben
00:19:25: dich so n bisschen Chancentort alle
00:19:26: erlernen.
00:19:26: Genau genau sie ich schaffs nicht meine Leistung zu bringen.
00:19:29: was ist der nächste Step?
00:19:30: und für mich war ganz klar okay ich muss raus ins Ausland irgendwo ich muss die Chance kriegen von null zu beginnen.
00:19:36: und dann kam damals Ungarn.
00:19:37: Und ich habe gedacht, okay das ist nicht mein Traumziel aber ich habe mir gedacht, wenn ich schaffe dort zu spielen vielleicht auf erstliger Level dann geht der Weg vielleicht anders klar.
00:19:45: es kam dann am Ende anders wobei ich sage dass erster Jahr in Ungarn das war echt gut, da hab' ich auch getroffen.
00:19:54: Da hat man sich auch gefühlt als Profi du bist eingeschlagen die Fans haben dich geliebt Aber auf jeden Fall war das jetzt nicht der Ziel oder was ich mir dachten im Kopf hatte Genau.
00:20:07: Wie ging's denn da dann weiter?
00:20:08: Weil das...
00:20:10: Kreuzbandriss?
00:20:11: Ja!
00:20:11: Kreuzbrandriss, erstes Testspiel.
00:20:15: Wie immer wenn die ersten Testspieler als Spielskern im Viertel gießen.
00:20:18: Das ist oftmals ein Spiel was eigentlich zu vergessen ist.
00:20:22: Kreuzboundriss und dann bis wieder an einem Punkt da wo du sagst okay ich habe eine gute Saison gehabt aber wieder schaffst du es nicht.
00:20:30: Wieder Unsicherheit
00:20:33: Da ist ja der Verein noch nicht, also wie?
00:20:36: Ich hab gelesen du hast dann einfach gar keinen Gehalt mehr bekommen oder irgendwas.
00:20:39: Ja es war nicht gar kein Gehalt.
00:20:41: Es war, ich habe einen Gehalt gekriegt.
00:20:43: Auf jeden Fall aber es war so dass sich natürlich noch ein bisschen eine Lohnerhöhung hatte gehabt im zweiten Jahr.
00:20:49: das habe ich gar nicht bekommen.
00:20:50: die Differenz hab' ich nicht bekommen.
00:20:52: dann war's so bis in diesem Streitpunkt.
00:20:54: Dann war auch so das Thema okay wo lasse ich mich operieren?
00:20:57: Ich möchte mich natürlich operieren lassen bei meinen Ärzten in der Schweiz.
00:21:00: Das übernehmen sie nicht und da war das immer eine Streitthema für mich.
00:21:03: was dann?
00:21:04: okay!
00:21:04: Ich gehe jetzt in die Schweiz mache meine Reha in der schweiz Und möchte bei meiner Familie sein.
00:21:09: Wenn
00:21:09: du bist hast du Vertrag aufgelöst.
00:21:11: Das war dann im nächsten Jahr, als Corona anfing.
00:21:15: Und das war vielleicht auch der Tiefpunkt in meiner Arbeit.
00:21:18: Ja, erzähl mal da hast du quasi Vertrag.
00:21:20: wurde von denen aufgelöst?
00:21:21: Nein, er
00:21:22: wurde für mich aufgelösst.
00:21:23: Also eigentlich wollten sie es natürlich auch aber für mich war's ganz klar... Als Corona begann was für mich okay Du bist in dem Land, du bist in Ungarn Keine Familie, niemand darf dich besuchen und du darfst das Land nicht verlassen Weiß nicht was passiert bis eigentlich nur zu Hause, das war der Moment.
00:21:39: Einsamkeit war extremen.
00:21:40: Da warst du
00:21:40: schon in den Sechsenzehnten?
00:21:41: Ja, das war ein großes Thema Einsamkeit und weil du konntest ja nichts machen außer Facetime.
00:21:46: Weil es ist so oder was passiert in der ganzen Welt?
00:21:50: Warst du da nicht kurz davor wirklich die Fußballschuhe nahezuhängen?
00:21:53: Nein noch nicht, weil ich dort was einfach so dass nach Corona habe mir gesagt okay ist mir egal was ist Ich hab noch einen Jahr Vertrag, ich verzichte auf das Geld Mir ist alles wurscht!
00:22:03: Vertrag sofort auflösen.
00:22:05: Ich will sofort nach Hause und ich gehe in eine Zukunft rein, wo ungewiss ist.
00:22:11: aber dann ist es so.
00:22:12: Hast
00:22:12: du da schon ein bisschen was gespart auch oder?
00:22:14: Ein
00:22:14: bisschen natürlich nicht.
00:22:15: Aber ich war ja auch kein Hungerhälter wahrscheinlich.
00:22:17: Also das kannst du nicht vergleichen.
00:22:18: also weißt du meine Karriere hat eigentlich... Das war niemals auf Deutschland-Level damals.
00:22:23: Also von daher, klar hab ich mir was ...
00:22:25: Konntest du jetzt aber nicht irgendwie sagen, dass es mir auch alles egal?
00:22:27: Nee,
00:22:27: auf keinen Fall.
00:22:28: Deshalb habe ich trotzdem dieses Risiko gewählt, weil ich einfach nach Hause wohlte.
00:22:31: Ich wollte einfach nachhause und bin bewusst in die Arbeitslosigkeit reingegangen.
00:22:35: Ich hab meinen Vertrag aufgelöst und hab den Sommer gewartet, was kommt!
00:22:41: Und da, solle das sich unterbrechen, danach kam der Moment, wo ich überlegt hab meine Karriere zu beenden.
00:22:48: Und wieso hast du sie nicht beendet?
00:22:51: Weil für mich aufgegeben ist für mich endgültig.
00:22:57: Aber eine Phase bleibt einer Phase und das war für mich in dem Moment.
00:23:02: weiß was ich gebe nicht auf, ich versuche nochmal... Ich gebe noch mal alles dafür weil ich hatte das Gefühl ich kann es packen wenn ich einfach auch an mir arbeite Wenn ich meine Ego auf die Seite lege.
00:23:16: Und der moment dort als ich dann zu außen los gegangen bin Das war vielleicht der wichtigste Moment in meiner Karriere.
00:23:22: Kommen wir gleich zu.
00:23:24: Ausstrahlust, aus FC Lustenao?
00:23:27: Nein, Ausstahlustenao.
00:23:28: Genau, zweite österreichische Liga.
00:23:36: Du bist dann da, das war ja was ich anfangs gesagt habe, genau dieser Moment.
00:23:41: Das ist doch gegen jede Regel!
00:23:43: Du bist schon XXVI, du bist verletzt und vereinslos... Was hat dir denn die Kraft gegeben, weiter daran festzuhalten?
00:23:50: Weil du hast noch viele Leute im Umfeld, die gesagt haben kommen wir doch auf oder...?
00:23:53: Ja, also es haben einige gesehen.
00:23:55: Man
00:23:55: merkt doch auch wahrscheinlich bei allen Leuten im Umfeld dass sie nicht mehr so richtig dran glauben oder?
00:24:00: Das
00:24:00: habe ich gemerkt bei Freunden das habe ich mit bei bisschen einer weiteren Familie sag' ich mal.
00:24:06: Ist ja auch nicht...meint ja keiner bürde
00:24:07: ne?
00:24:07: Genau ist auch normal.
00:24:09: Ich muss auch ehrlich sagen für mich selber war das auch so als ich damals da hingegangen bin.
00:24:12: Das war für mich was ich in der Stadion gesehen habe die Kabinen gesehen hab etc.
00:24:16: Plötzlich triffste dich an einem Ort wo du eigentlich nicht sein wirst oder wo du nie gedacht hast mit achtzehn, dass du seien wärst.
00:24:24: Und ich musste mein Ego auf die Seite legen, extrem!
00:24:28: Ich muss da meinem Ego arbeiten und das war der Moment, wo ich... ...mein ganzes Leben eigentlich umgegrimmelt hab.
00:24:33: Wo ich ja...
00:24:36: Also sozusagen du kamst dann zu Lust genau und du hast halt... Das war für dich ein wichtiges Schritt.
00:24:41: also deswegen wir reden das gar nicht schlecht sondern mehr so.
00:24:44: wie hat sich das angefühlt?
00:24:45: Nimm uns doch mal hütt dazu.
00:24:45: Das erste Mal... Ich meine du warst ja vorher young boys bären zürich.
00:24:51: Du hast dann schon geträumt quasi, ne?
00:24:52: Hast ja gesagt, Mensch vielleicht wär ich mein Nationalspieler.
00:24:55: Ja.
00:24:56: Was du auch geworden bist aber was ist... Also wie war dieses... Dieses... Was war so erinnert dich?
00:25:03: Nimm uns mal mit in diesen... Du kommst da an!
00:25:06: Was hast du den Leuten gesagt und was hast du
00:25:08: gedacht?!
00:25:10: Also ich weiß noch damals das war der Turning Point Die Geschichte mit Auster Lussner und weil es war schon so, ich bin dahin gereist damals.
00:25:18: Ich kam nicht mit meinem Bruder, habe mich das Training angeschaut hat die Facilities angeschauen hab, bin ich heimgefahren und ich habe meinen Bruder gesagt Schau mal wo ich jetzt bin, schau mal was ich jetzt mache Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun Und das hat wirklich sehr viel Respekt für den Freien.
00:25:34: Aber es hat für mich in dem Moment ist dass okay mach' ich das lege ich mein Ego auf die Seite oder ... was mich auch einige dazu geraten haben, geht zurück in die Schweiz.
00:25:44: Geht zur Bank!
00:25:45: Fangen wir auf der Bank zu arbeiten... ... weil ich bin ja auch überzeugt,... ... dass wenn ich dort auf der bank hätte angefangen zu arbeiten,... ... hätte ich mehr verdient wie bei Austerlussnau.
00:25:54: Da bin ich überzeugt.
00:25:55: Es ist so.
00:25:56: Aber irgendwie innerlich in mir selber habe ich mir gesagt okay,... ... das ist der Moment jetzt.
00:26:02: Versuche es nochmal und wenn's nicht geklappt hätte dann wäre ich zur Bank gegangen.
00:26:06: Nimm uns doch mal zu deinem Ego mit.
00:26:07: Du musstest deinen Ego ja killen oder?
00:26:10: Das war brutal, das war brutal.
00:26:12: Weil ich einfach ... Ich kann mich erinnern, als ich damals nach Hause komme, habe ich meinen Bruder gesagt, guck mal!
00:26:17: Wenn ich das jetzt mache, muss ich alles auf die Seite legen.
00:26:19: Muss ich auf der Seite legen... Die Stadien wo ich war, die Trainingsfacilities wo ich bin etc.
00:26:23: Jetzt kannst du dir vorstellen, ich musste ja sogar ... Als ich dort unterschrieben habe, werden ja kein Gym im Verein.
00:26:27: Ich hab' mich angemeldet bei einem Gym.
00:26:29: Damit du keinen Gym
00:26:30: fängst?
00:26:30: Genau in Lust noch damals.
00:26:32: Ich war dort trainieren, meine Nachmittagssession damit ich mein Gym mache.
00:26:35: Mit quasi Leuten wie
00:26:36: mir?!
00:26:36: Genau Genau, es war genau so.
00:26:39: Und deshalb für mein Ego war das brutal.
00:26:41: aber ich muss es killen.
00:26:42: und das war auch der Moment wo ich damals einen Bewusstseinstrainer zu mir genommen habe und mich einfach extrem an mir gearbeitet musste weil ich mir dort die Fragen stellen musste okay Was möchte ich auch machen nach meinem Fußball, was möchte ich machen neben meinem Fußball?
00:26:57: Weil bis dahin war Fußball meine komplette Identität.
00:27:00: Ich habe mich immer damit beschäftigt, was denken die Freien?
00:27:03: Was denken die Medien?
00:27:04: Was denke mein Trainer?
00:27:06: Was denkt mein Scout?
00:27:07: Was denkt der Klub wo ich gerade arbeite?
00:27:09: und ich war so in der äußeren Wahrnehmung dass das nicht gesund ist Der äußeren
00:27:15: Wahrnehmung.
00:27:15: Genau, und das war der Moment in dem wo ich gesagt habe ok eigentlich muss ich in die Richtung reingehen dass sich bewusster werde wohin will ich gehen später?
00:27:25: was will ich machen?
00:27:26: Was interessiert mich noch damit ich mich nicht nur mehr als Fußball identifiziere?
00:27:34: Und wie kommst du mal eben so an den Bewusstseinscoach?
00:27:36: und was ist überhaupt ein Bewusstsein Coach?
00:27:38: Ja, ich sag' du kannst jetzt nennen einen Bewusst-Seins-Coach Mental Trainer.
00:27:42: Du kannst also klippklipp dir einige Begriffe... Ich hab damals zufällig ihn kennengelernt und wir hatten uns auch bisschen die ersten Sessions und ich habe mich einfach gefühlt okay irgendwas bewegt es in mir, ich habe gemerkt einfach Es hilft mir auch so ein bisschen, hier und jetzt zu leben.
00:28:00: Nicht ständig in der Vergangenheit zu leben nicht ständig mit den Sorgen in die Zukunft zu gehen.
00:28:06: Das war ein Riesenprozess für mich weil ich habe dort gelernt... Okay, wie ist es ihm hier und jetzt?
00:28:11: Und der war dann zufällig auch dort.
00:28:13: oder ist das virtuell?
00:28:14: Ja
00:28:14: wir haben uns getroffen da.
00:28:15: Dann haben wir uns öfters virtuell gemacht, dann haben wir in Wien getroffen...
00:28:18: Aber er hat das ja nicht umsonst gemacht, oder?
00:28:20: Das muss ich auch wieder investieren!
00:28:23: Es fällt ja schwer wenn man in den Phasen investiert wo man eh kein Geld hat.
00:28:26: Genau
00:28:26: so ist's.
00:28:27: Ich glaube die zwei Jahre wo ich damals bei Austerlustern habe, da hab' ich eher investiert, wie dass ich irgendetwas verdient habe.
00:28:32: Also da bin ich eher von meinem Sparkonto.
00:28:34: Wirklich he?
00:28:35: Du warst eher Minus?
00:28:36: Ja natürlich Weil du investierst in dich und deshalb habe ich gesagt, in dem Moment wollte ich Vertrauen in mein Körper zurückgewinnen.
00:28:43: Ich wollte mich interessieren was ich auch neben den Fußball spannend finde.
00:28:48: Wir haben ja alle die Issus aus der Vergangenheit Kindheit Eltern etc.
00:28:53: Und deshalb hab' ich auch das Gefühl gehabt mit dem Trainer Hey!
00:28:57: Das passt, das catcht mich irgendwie und dann haben wir Schritt für Schritt an dem gearbeitet.
00:29:01: Dann habe ich schritt für Schritt auch das Vertrauen im meinen Körper zurück und dann kamen die Tore dort
00:29:06: Hast du das viel alleine gemacht oder hast du das schon auch mit dem Verein dann sozusagen?
00:29:09: Oder hast du da ein, zwei vertraut oder war das...
00:29:11: Nein es war komplett alleine.
00:29:12: Es war komplett allein.
00:29:13: Natürlich habe ich meine Eltern dort erzählt dass ich so Sachen mache, aber trotzdem.
00:29:16: Ich bin sechsundzwanzig gewesen!
00:29:17: Ich bin nicht achtzehn gewesen.
00:29:18: also bedeutet ich bin eigentlich schon bisschen Mann und kann meine Entscheidungen selber treffen und deshalb wurde ich das machen.
00:29:24: hier hab da niemandem was erzählt außer niemanden von Vereinen.
00:29:28: Ich wollte das einfach machen.
00:29:29: Ich habe dort nochmal richtig investiert, nämlich selber.
00:29:31: Und was war noch außerbewusst?
00:29:32: Was hast du alles investiert in Zeit?
00:29:34: Ich glaube da ist es einfach in meinem Körper... jetzt auch mit dem Fitness.
00:29:39: Ich hab glaub ich einen geregelten Ablauf in mein Leben gekriegt und habe Routinen reingekriegt.
00:29:44: Ich hatte angefangen Atemübungen zu machen, zu meditieren, auch in meinem Leben so eine Struktur reinzubringen und auch neben dem Fußball.
00:29:50: Was interessiert mich?
00:29:52: Ich konnte heimkommen und sagen, ich kann jetzt Fußball abschalten.
00:29:56: Was mich interessiert?
00:29:57: Was möchte ich
00:29:58: aufbauen?".
00:29:58: Und dort habe ich mein erstes Studium gemacht bezüglich dem Sportmanagement.
00:30:02: Dort habe ich sogar meine Frau kennengelernt.
00:30:03: wo ich mir gedacht habe es kann nicht wahr sein du lernst das.
00:30:06: du bist an einem Ort wo du eigentlich gar nichts sein möchtest wo du auch nicht gedacht hast an diesem Ort wirst du nie sein.
00:30:12: in dem Moment plötzlich lernste eine Frau dort kennen.
00:30:15: Das war ein Studium, so ein Fernstudium.
00:30:17: Genau habe ich ein FernStudium gemacht.
00:30:18: Also nicht beim Studium und ich hab meine Frau dort bei der Station in Austerlussnern.
00:30:23: Wir haben uns da damals im Café getroffen und plötzlich ... Sie waren München, ich war in Lussner und dann lernt sie kennen
00:30:31: Aber wie so, weil sie ihn lusten?
00:30:33: Wir haben uns in dem Café getroffen.
00:30:36: Um zu lernen oder was?
00:30:36: Nein nein wir haben uns einfach in den Café Getroffen und dann habe ich sie dort angesprochen.
00:30:39: Ich fand sie cool.
00:30:41: Dann hat man plötzlich ... war sie in München lebend... Und da hab ich gesagt okay, die Lusten am München ist ein Katzensprungstunde, dreißig und dann hat man's hoch.
00:30:49: Also ich wär nicht in dem Studium drin.
00:30:51: Genau, aber dort war es einfach der Moment wo ich gesagt habe ok, was interessiert mich neben von dem Fußball?
00:30:55: Und dann hab' ich angefangen mit dem Sportmanagement-Studium, weil aber auch Wenn es das nicht funktioniert mit Lustnau, was mache ich?
00:31:02: Was interessiert
00:31:02: mich?".
00:31:03: Und das waren so Momente auch bei Lustnaus damals.
00:31:06: Der Club war in einem Konsortium drin.
00:31:08: Das war damals Core Sports Capital.
00:31:10: die waren ansässig in der Schweiz, Ahmed Schäfer ein Schweizer Unternehmer.
00:31:14: Der Klub hat ihn gehört plus Clermont Food in Frankreich plus ein dänischer Klub.
00:31:19: und was ist passiert?
00:31:20: Das erste Mal habe ich mitgekriegt was heißt Multi Club Ownership System.
00:31:23: Habe ich plötzlich gelernt bei ihm Hat mich das interessiert.
00:31:26: Und dort hab ich das erste Mal gemerkt, hey es ist nicht mehr nur Fußball was mich interessiert, sondern Fußball ist meine Leidenschaft und mein Beruf.
00:31:33: aber es interessiert mich einfach auch nebendran was.
00:31:35: Also hatte ich eigentlich diese Beschäftigung mit anderen dringend stärker gemacht?
00:31:38: Ja extrem
00:31:39: stärker!
00:31:40: Gab's mal irgendwann einen Moment... weil ich hörte sich so leicht an in den Anfangsjahren habe ich mich investiert und dann ging's quasi aufwärts, da hab' ich die Tür geschaut.
00:31:50: Hast du mal so ein Moment gehabt wo man.. Ich war immer im Ketters ja dass man dann irgendwie Da sitzt und einem kommen quasi die Tränen.
00:31:56: oder gab es mal so, dass du irgendwie alleine irgendwo saßst?
00:31:59: Gabst du heute diesen... wo du vielleicht heute noch dran denkst und sagst, boah da hab ich eigentlich keine Hoffnung gehabt.
00:32:05: Im Auto oder ich weiß nicht, wo man manchmal da sitzt und sich denkt.
00:32:09: Es gab auch ein zwei Momente in Lust.
00:32:11: Die ersten drei vier Monate wurden du so drei vier Spiele lang... Kannst
00:32:14: du mal einen mitnehmen, wo du wirklich so sagst?
00:32:16: Das kann ich mir erinnern, dass ich damals in der Wohnung saß.
00:32:19: Das war eine kleine Wohnung.
00:32:21: Auch nicht so schick wahrscheinlich?
00:32:22: Nein, mebliert vom Verein.
00:32:24: Die haben das natürlich auch bezahlt damals im Verein!
00:32:27: Aber du triffst drei oder vier Spiele nicht.
00:32:30: und es war dann ein Moment wo ich auch damals meine Eltern angerufen habe gesagt, dass es funktioniert nicht.
00:32:34: Ich schaff's nicht.
00:32:36: Es geht nichts.
00:32:37: Ich funktioniere wieder nicht... Ich hab' wieder ne kleine Verletzung geholt.
00:32:40: Ich bin wieder in der Vergangenheit.
00:32:42: Es holt mich alles wieder ein.
00:32:44: Und ich glaub', ich hatte noch einen großen Moment.
00:32:45: da war ich ja bis hin zurück in Ungarn Kreuzbandriss, da war ein Moment ... Da kann ich auch gerne darüber erzählen.
00:32:52: Du bist trotzdem alleine drüben, hast einen Kreuzbandriss und weißt nicht ob du zurückkönnst oder Schmerzen etc.
00:32:58: Und dort habe ich meine Eltern angerufen, weinend wo ich ihn dann auch erzählt hab.
00:33:02: Ich glaub sie schaffs nicht!
00:33:04: Das ist ja
00:33:05: auch hart für deine Eltern wenn das Kind da anruft und sagt
00:33:07: ... Kannst dir vorstellen wie die Mama ist?
00:33:08: Die Mama will einfach nur das Beste.
00:33:10: Dir
00:33:10: gesagt kommt zurück, oder?
00:33:11: Ja natürlich,
00:33:11: deshalb komm zurück gearbeitet auf die Bank Weil du hast eine Superausbildung, und du wirst hier Anschluss finden.
00:33:17: Wie wär's gewesen, wenn du keine Ausbildung gehabt hättest?
00:33:20: Für dein Gefühl...
00:33:22: Schwierig!
00:33:22: Ich bin echt ein Sicherheitsmensch.
00:33:24: Und ich glaube das wäre schwierig gewesen.
00:33:28: Hättest du vielleicht gar nicht so lange durchgehalten, weil dann hättste irgendwer aufgehört und eine Ausbildung angefangen?
00:33:32: wahrscheinlich, ne?
00:33:32: Genau,
00:33:32: wahrscheinlich ja.
00:33:34: Weil ich glaub' ich schon eher dorthin vielleicht in Zukunft gesehen hat, der Potenzial gesehen hätte wie jetzt Gambling auf Fußball.
00:33:40: Ob das nochmal funktioniert.
00:33:42: Das ist schon Gambling
00:33:44: Und deine Eltern so anzurufen wahrscheinlich auch ein bisschen schämen man sich.
00:33:50: Ich glaube damals war ich glaube ich drei, vierundzwanzig.
00:33:53: eigentlich bist du trotzdem auch erwachsen und auch mit sechs und zwanzig damals.
00:33:57: dort habe ich zwar nicht geweint, aber du fühlst dich doch so eichschaffs nicht.
00:34:00: Eigentlich fühlste Dich ja
00:34:02: gut genau.
00:34:03: Du musst auch so ausspricht das ist ja fast schon so.
00:34:06: Man sagt ja eigentlich auch damit die anderen dann entweder sagen mach weiter.
00:34:09: oder Was war so die Erkenntnis, was hat dir es gebracht an Eltern das zu sagen?
00:34:15: Ich
00:34:15: weiß nicht.
00:34:16: In dem Moment war's einfach so dass meine Eltern über die Jahre hinweg alles mit mir durchgemacht haben all die Verletzungen, all die Operationen und der ganzen Weg.
00:34:24: und deshalb war das für mich so hey, du wirst einfach mal etwas los werden.
00:34:28: Ja
00:34:30: ich hab da eine ganz interessante Erfahrung selber gemacht weil wenn man immer viele Dinge gut macht dann denkt man ja so alle mögen einen, vielleicht doch weil man die Sachen so macht wie man sie macht.
00:34:43: Da hast du gesagt mein Identität war Fußball und für mich war auch immer sehr stark die Identität ich kann alles, ich schaff alles sozusagen.
00:34:52: Und dann hatte ich auch mal ein Moment in meinem Leben wo das nicht so war also wirklich Hilfe brauchte.
00:34:58: und dann habe ich meine... Also da hatte ich bis zu einer so Panikattacke ja also völlig fast Burnout mäßig aber Und dann hab ich tatsächlich ... Aber immer das Gefühl gehabt, ich kann gar keinen fragen.
00:35:11: Weil meine Rolle ist ja der Starke zu sein?
00:35:14: Ja, genau!
00:35:15: Ich
00:35:15: kann jetzt gewinnen.
00:35:15: Soll ich jetzt fragen, weil alle kennen mich und bei mir war das schon so, dass ich da ein Gefühl habe, mögen die mich denn auch noch wenn ich ... Und mit mir war dann die Erkenntnis, die mir auch heute sehr viel Kraft gibt, dass sich schon das Gefühl hat, damals war es dann so, ich hab mich auch wieder zu meiner Familie gewandt.
00:35:34: In dem Fall meine Frau schon.
00:35:35: aber auch meine Eltern und mein Vater war schon schon.
00:35:38: Aber dann hab ich gemerkt, die plötzlich alle für mich da waren.
00:35:44: Also dass du einfach dort anrufen kannst... Und ich glaube das ist manchmal so schade, dass wir das vergessen.
00:35:50: Das hat man eigentlich nur mit Familie und vielleicht Frau und vielleicht ein oder zwei engen Freunden.
00:35:56: Genau.
00:35:57: Da habe ich mir diese Regel gemacht.
00:35:58: Ich brauche eigentlich mindestens immer zwei Leute, die ich zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufe kann Egal, wie scheiß mir geht.
00:36:06: Und selbst wenn ich gerade irgendwie ... mit einem Auto irgendwie ... keine Ahnung, mit hundert und achtzig geblitzt wurde sozusagen.
00:36:13: Also welchen größten Scheiß gebaut hab?
00:36:15: Dass ich die anrufen kann!
00:36:17: Aber das war für mich eine relativ späte Erkenntnis.
00:36:20: Die aber glaube ich viele Leute haben, die oft viel leisten und halbwegs erfolgreich sind.
00:36:24: Aber dann gar nicht mehr sich trauen, sich auch auf andere zu verlassen.
00:36:30: Das ist schon für mich jetzt... Wichtig und er gibt es ja auch nicht, hat auch keiner gesagt so das ist jetzt dein Plan.
00:36:35: Den Plan macht man dann selber.
00:36:37: aber da anzurufen zu können oder?
00:36:38: Das ist schon.
00:36:39: ich glaube dass du deinen Fremden mach.
00:36:41: Geht einem auch so Kraft auch die Sicherheit, dass du da auch anrufen kannst.
00:36:44: Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das auch ein bisschen ein Ego-Thema war am Anfang.
00:36:48: Weißt Du?
00:36:49: Es ist Stärke!
00:36:50: Du musst dich weich zeigen, du musst Anrufe und du musst über deine Probleme leben.
00:36:54: Eigentlich warst du der Löwe, du hast eher zugehört, hast Tipps gegeben Und das ist schon, glaub ich sehr...
00:36:59: Ja.
00:36:59: Ich meine du mit siebzehn fährst du da zur Bank lehren und abends im Zug.
00:37:03: alle sagen guck mal wie toll der das macht.
00:37:05: und dann genau und ich glaube die Erkenntnis ist jeder steht an gewissen Punkten in seinem Leben an Punkten wo es echt nicht weiter geht und wo man wirklich auch Hilfe braucht.
00:37:14: und egal wie man's macht.
00:37:15: und es kommt auch nicht zur gleichen Phase.
00:37:16: Manche haben diese das mit achtzehn, manche haben das schon mit vierzehn.
00:37:20: Mancher habens mit dreißig und es passiert blau noch ein zweites Mal im Leben.
00:37:25: So, und dann hast du gesagt okay nee ich mache jetzt mal einen Plan.
00:37:28: Dann machst du den Plan und wie hast du gemerkt?
00:37:32: Du hast dann den Lust genau in diese ganzen Themen investiert.
00:37:37: Noch einmal rückblickend wo würdest du sagen wann der was war so?
00:37:41: der Knoten das dann plötzlich wieder richtig richtig gut getroffen?
00:37:49: Ich glaube einfach, dass das einfach mit der Zeit kaum auch das Vertrauen in meinen Körper und ich hatte einfach das Gefühl... ...dass ich an dem Ort wo ich jetzt bin es hat sich nach Wochen auch gut angefühlt wurde.
00:38:00: Mit der Schweiz meine Familie in der Nähe.
00:38:02: Ich habe meine Frau kennengelernt.
00:38:04: Du hast so wie ein Zuhause gekriegt!
00:38:06: Und ich hatte das Gefühl durch das Ganze, dass ich neben dem Fußball was mache, mich mit anderen beschäftige.
00:38:12: Ich bin heimgekommen.
00:38:13: Ich hatte nicht mehr diesen Drang.
00:38:16: Das Training war scheiße.
00:38:18: Heute ist der Tag scheiße.
00:38:20: Ich habe mich nicht mehr definiert nach einem Wochenendesultat, nach einer Leistung am Wochenende, weil früher bevor ich sechsundzwanzig geworden bin, als das in den Moment für mich war wenn ich am Wochenenden nicht geliefert hab... ...für mich war der ganze Tag Scheiße!
00:38:34: Das ganze Wochenende war schlecht und ich glaube dort habe ich einfach gelernt dass es die Phase ist, dass sich das einfach überbrücken kann, dass er auch für mich selber das Wochenende trotzdem genießen kann.
00:38:47: Das ist krass, dass man sich dann so abhängig macht davon.
00:38:49: Also gerade als Stürmer der Stefan Kiesling hat mal gesagt auch das war für ihn das wichtigste weil er gesagt hat er drei Tore geschossen aber eigentlich drei Abstauber.
00:39:02: alle haben gesagt er war super und im anderen Spiel hat er null Tore geschlossen aber aus seiner Sicht voll oft irgendwie richtig gestanden und da kam halt der Balder nicht hin oder hat sich richtig bewegt.
00:39:10: Also auf sich hören ist, glaub ich eine gute Erkenntnis.
00:39:14: Und ich find schon krass!
00:39:15: Ich meine ... Man könnte jetzt ja auch sagen so den Weg und dann geh' ich nach Lustenau also bitte alle in Lustenaus.
00:39:22: So mein ich das nicht mit euch aber fühlt sich fast ein bisschen an.
00:39:24: Ich sag mal so dass es noch einmal der Friedhof meiner Profi-Karriere weil von da komme ich nicht mehr weiter.
00:39:31: Also könnte man schon so sehen wenn man vorher die Ambitionen hatte.
00:39:34: Weil is ja gar nicht so, aber für viele Fühlt sich das ja an und ich glaube, dass ist ein Mega-Skill den man lernt.
00:39:40: Dass man sich einen Umfeld sucht was einen supportet und wo man auch vielleicht in Ruhe wieder Sachen machen kann weil es auch vielleicht sich für zwei anfühlt wie zwei oder drei Schritte zurück.
00:39:50: Weil wahrscheinlich hättest du den Weg sagen wir mal du wärst jetzt irgendwie lustig nachgekommen?
00:39:54: Oder ich sag mal wieder zurück zu Young Boys.
00:39:58: Wahrscheinlich hättste da nicht... Weil alle hätten auf dich geguckt.
00:40:02: Wieder der Chancentod ist wieder da.
00:40:03: ne
00:40:04: Und das war auch das Thema damals.
00:40:06: Ich habe nach dieser Zeit los, noch habe ich nicht verstanden warum sich nicht Schweizer Vereine um mich bemüht haben.
00:40:11: Keiner einzige Schweizerverein!
00:40:12: Ich war wie immer noch tot in der Schweiz und dann ging ich zu aus der Wien aber nochmal in der schweiz weil ich mein Name war einfach verbrennt dort und das hast du einfach gemerkt und deshalb bin ich.
00:40:26: damals hab ich dann gesagt okay ich bleibe in österreich möchte gar nichts mehr zurückgehen
00:40:29: macht es manchmal auch traurig wenn man merkt wir alle also dass ist ja Man hätte ja auch sagen können, genau das.
00:40:36: Okay man entwickelt sich weiter und auch cool er hat sich weiterentwickelt.
00:40:40: jetzt versuchen wir es nochmal aber ist nicht so ne?
00:40:43: Es macht schon ein bisschen wo du so gedacht hast die haben noch immer den alten Haarys im Kopf wie wenn du ihn immer noch in der Vergangenheit lebst.
00:40:50: Du kannst ja dieses Bild gar nicht mehr ändern.
00:40:54: Das hat dann schon so ein bisschen was ich mir gedacht habe okay Aber am Ende war ich mir
00:40:59: klar Man muss da halt seinen Weg gehen.
00:41:02: Du hast bei Austria dann auch gut performt und dann gingst du Hertha BSC.
00:41:10: Und das war dein absoluter Breakout, oder?
00:41:14: Das war mein absoluter breakout!
00:41:15: Aus der Wien.
00:41:16: schon war eine coole Zeit.
00:41:17: Ich muss auch sagen ich kann ja so offen ansprechen nach der Aus-der-Wienzeit also im Sommer habe ich auch zwei Drangebote gehabt wo es wahrscheinlich finanziell viel viel besser ausgeschaut hat als bei Hertha damals Weil Hertha damals trotzdem zweitlig ist, auch mit dem ganzen Steuersystem in Deutschland.
00:41:33: Das ist etwas anders.
00:41:34: Der
00:41:35: Schweizer!
00:41:36: Du wirst
00:41:37: mal so sagen... Aber ich habe mich bewusst für den Schritt entschieden weil für mich war Hertha ein unfassbarer Freund und du sagst das waren schon die Breakouts hier sind auch im Berlin Wohnen.
00:41:47: Das war ja, das war Monster.
00:41:49: Was war dein Gefühl da?
00:41:51: Hast du da mal so ein unbesiegbarer Gefühl wieder gehabt?
00:41:53: Unbesiegter.
00:41:53: Du
00:41:53: hast immer getroffen, du bist Torschützenkönig in der Liga...
00:41:55: Genau!
00:41:56: Es war halt so auch über die letzten Jahre wo du so viel gelitten hast.
00:42:00: es war einmal ein Ernten.
00:42:01: Es hat sich angefühlt hey was ich über den letzten Jahren gemacht habe, du erntest, es ist da, es hat funktioniert, du schaffst das endlich und dann kam das dort und ich wollte das eigentlich unbedingt machen.
00:42:14: Auch die Gespräche damals waren auch überragend und für mich war herrt einfach ein unfassbares Step.
00:42:20: Du bist Stürmer, hast ja selber gesagt du misst dich selber total an Toren.
00:42:24: Absolut.
00:42:24: Du hast voll oft aber in Gesprächen die ich jetzt gehört habe so Mitspieler hervorragend zum Beispiel Fabian Reese der quasi auch Stürme ist aber mehr so ein Mitspielender Stürma
00:42:35: eher auf dem
00:42:36: Flügel genau weil du weißt dass du ohne die keine Tore machst oder oder weil du hast...
00:42:42: Marc ich glaube das wenn man meinen Spiele Profile zu anschaut.
00:42:47: Ich lebe davon.
00:42:48: Für alle, die sich nicht auskennen, du stehst quasi im Strafraum als für alle Deutschen Mario Gommes-Position oder Phil Krug... Kann man sagen.
00:42:56: ...oder Ibrahimovic?
00:42:58: Ja ich glaube der ist ein bisschen feiner der Ibrahimo.
00:43:00: Aber es sind schon so Bockstürmer und ich lebe dafür.
00:43:04: und deshalb habe ich auch immer ganz klar gesagt bei der Ende herrter Zeit Ich habe von Fabio unfassbar profitiert.
00:43:10: Ich glaube, er hat auch von mir profitiert weil ich die Pässe auch abgenommen hab und getroffen hatte und dann auch Assists und Scorepunkte.
00:43:18: aber ich lebe absolut davon und ich glaube dass ein Team nur funktionieren kann genau wenn man so bisschen puzzles auch hart und zusammenfügt.
00:43:24: Und dann bist du mittlerweile dreißig?
00:43:31: Und der erste Bundesliga-Club Erste Liga Hoffenheim.
00:43:37: Wahnsinn
00:43:38: Klappt an.
00:43:39: Weißt du noch, wie du von der Nachricht gehört hast?
00:43:41: Also wie war das?
00:43:42: Du hast ja einen Berater, ne?
00:43:44: Ja ich habe ein Anruf bekommen.
00:43:47: Das war damals nicht mein Berater sondern ich hatte den anderen Berater und er hat einen Anrufe getätigt.
00:43:54: Ich war dann zu Besuch bei ihm Zuhause in Berlin.
00:43:58: Der hat mir damals erzählt vom Interesse Und für mich war dann so okay, warum muss ich warten Muss ich machen.
00:44:04: Und es hat weh getan, weil in dem Moment kann ich das auch sagen und ich war mit Hertha in wirklichen Verhandlungen über einen neuen Vertrag, weil ich habe mich eigentlich pudelwohl gefühlt.
00:44:11: Du bist mit Herthain der zweiten Liga.
00:44:13: Es fühlte sich unfassbar an, mit dem Verein nochmal aufzusteigen.
00:44:17: Eigentlich ist das das große Ziel aber... Ich weiß nicht dieser Traum von Deutscher Bundesliga so nah zu sein?
00:44:24: Mit Tays gehoffeneim die damals noch für Europa League dann auch spielen gespielt hat.
00:44:30: Habe ich gesagt muss ich machen muss ich machen.
00:44:31: Und auch in den Gesprächen mit Hertha war ich immer offen, habe immer gesagt guck mal das ist mein absoluter Traum.
00:44:36: wenn der kommt will ich das auch machen.
00:44:40: Das Verständnis dann da oder?
00:44:41: Was hundertprozent Verständniss.
00:44:43: Ist klar was auch so ein bisschen okay warum wie etc.
00:44:46: aber ich glaube die haben das komplett verstanden.
00:44:51: und wie war der Moment als du dieses... also es glaubt mich kein Geheimnis da redet man schon von einem Millionengehalt wahrscheinlich ne.
00:45:01: Wie war der Moment dann für dich sozusagen?
00:45:03: Also als dieser Vertrag unterschrieben wurde, bist du da.
00:45:05: Dann fährt man da fliegst du hin, machst Medizincheck oder?
00:45:08: Ja,
00:45:08: fliegt es hin und macht Medizincheck.
00:45:09: Meine
00:45:09: Frau war dabei?
00:45:10: Genau meine Frau war bei.
00:45:13: Meine Freundin von mir war noch dabei.
00:45:15: Fliegst rüber, machst medizincheck Und wenn alles da glatt läuft und du dich geeinigt hast.
00:45:20: normalerweise unterscheibst Du.
00:45:22: So war's dann auch.
00:45:22: ich hab dann am nächsten Morgen unterschieben und nochmal... Mein Traum für mich.
00:45:27: Was
00:45:27: hast du dann gemacht?
00:45:28: Bist du aus der Geschäftsstelle rausgegangen und...
00:45:31: Ich weiß noch, ich bin aus der Geschäftestelle raus gegangen.
00:45:34: Daneben war ein Italiener, hab mit meiner Frau da gegessen, haben gleich einen Wein bestellt.
00:45:39: Geiles Tiramisu bestellt Und habe es echt genossen!
00:45:43: Ich muss sagen, die hat meine Frau gesagt, ich habe meinen Traum verwirklicht.
00:45:46: Was
00:45:46: hatten deine Frauen dabei?
00:45:47: Die hat geweint
00:45:49: Ach
00:45:49: ja.
00:45:49: Die hat gemeint, weil die halt den Weg mit mir mitgegangen ist.
00:45:52: Sie ist damals in Luzna und dort gewesen, in der zweitelige Österreich.
00:45:54: Dann ist sie jeden Sommer bei mir umgezogen.
00:45:57: Hat gewusst was ich investiert habe, was ich alles getan hab für das... Und dann hast du den Traum verwirklicht von der ersten Bundesliga, was dir niemand damals zugetraut hatte.
00:46:04: Ich glaube, drei Jahre vorher habe ich in Lutzna gespielt.
00:46:06: Und dann war ich jetzt in der Ersten Bundesliga.
00:46:08: Glaubst
00:46:08: Du wärst ohne sie soweit gekommen?
00:46:11: Kannst du sagen?
00:46:11: Ich
00:46:12: glaube nicht.
00:46:13: Sie hat mir auch sehr, sehr viel Stabilität im Leben noch gewehrt und gegeben.
00:46:16: Und einfach auch sie und meine Familie, mein Bruder, meine Eltern – das war schon echt ein sehr starkes Umfeld.
00:46:25: Wichtig jetzt einschätze nach unserer bisherigen Podcast-Folge!
00:46:28: Du hast den nicht gleich sofort in Porsche bestellt
00:46:30: ne?!
00:46:34: Hast du dann angefangen so in Aktien
00:46:35: oder so?
00:46:36: Ich habe schon vorher angefangen.
00:46:39: Ich hab ja die Bank ausbilden damals gemacht, deshalb habe ich schon ein bisschen was verdient.
00:46:43: Ich habe jetzt nicht so viel verdient aber ich habe da immer etwas gemacht bis er mit Aktien... Ich habe auch früher mit Immobilien noch so einen wenig angefangen gehabt.
00:46:51: Ich habe da einen Kumpel gehabt, der damals mit mir in Young Boys gespielt war schon älter hat.
00:46:57: Ein unfassbares Business damals gemacht.
00:46:59: mit Immobilien musste die Karriere verletzungsbedingt aufgeben und ich bin eigentlich immer sehr gut mit ihm geblieben und er hat mittlerweile ein Family Office.
00:47:06: in der Schweiz ist da echt unfassbar gut aufgestellt und wir machen da Einige Sachen auch gemeinsam, auch heute.
00:47:14: Und der hat mich immer so ein bisschen getriggert mit den ganzen Themen und ich hatte zwar nicht so viel Geld in dem Moment aber man hat immer das ein bisschen versucht auch mit Aktien, mit Versuchen mit den Themen etc.
00:47:24: Okay, okay.
00:47:25: Ja ist auf jeden Fall der richtige Weg bevor mein Direkt mit Start-ups anfängt.
00:47:28: Das glaube ich auch!
00:47:29: Erst Memobilien und Aktien?
00:47:30: Das glaube ja auch!
00:47:36: Du, was mich total interessiert hat.
00:47:37: Wenn du bist dann über Hoffenheim in Gladbach hast du eine Riesenrolle gespielt und jetzt bist du in Salzburg hast ein drei Jahresvertrag bekommen.
00:47:48: Ich glaube wenn man da ein bisschen Fußball verfolgt gute Chancen dann auch mal einen Meistertitel einzusammeln.
00:47:53: Wenn wir jetzt auf diese Karriere so zurückguckst... Was würdest denn du der Karrieren für den Label geben oder wie?
00:48:03: Wovon gibt es so besondere Dankbarkeit für irgendwas?
00:48:06: Es ist wirklich eine verrückte Karriere.
00:48:09: Ich glaube, das ist echt ne verrückter Karrierei.
00:48:12: Dankbarigkeit ist unfassbar für jeden Schritt wo ich gegangen bin – ob mit Ungarn oder Lusternau in der Schweiz für jeden steht.
00:48:19: Aber ich glaube einfach wenn ich dem Ganzen... Es gibt nicht nur einen einfachen Weg, aber auch über den Nicht-so-einfachen Weg kannst du es an deinem Ziel schaffen.
00:48:27: Und ich glaube das ist wichtig für die heutige Jugend oder für die jüngeren Spieler, die eine Leidenszeit haben erzählt.
00:48:33: Ich glaube dass es wichtig ist zu wissen, dass dauernd durch vielleicht mit achtzehn gesehen hast, das bedeutet nicht, dass du über Umwegchen nicht dahin kommen kannst.
00:48:46: Du hast zeitweise der Schweizer Stürmer mit den meisten Toren und Wurde es aber nicht zur Nationalmannschaft eingeladen?
00:48:54: Wie erklärst du dir das?
00:48:57: Ganz einfach.
00:48:58: Die hatten glaube ich andere Pläne, andere Ideen.
00:49:01: Es gab auch kein Gespräch damals und ich kann mich erinnern... Das war, ich glaube, bei Hertha in den Ersten Gesprächen mit dem bossischen Verband.
00:49:10: von der Schweiz habe ich nichts gehört vom Trainer.
00:49:12: Ach so!
00:49:13: Also ich war einmal auf Abruf, nennt sich das in der Schweiz wenn du auf der zweiten Liste bist.
00:49:19: was sich jemand verletzt lützt vielleicht nach.
00:49:22: Und das war ich bei Austria-Wien immer, am Ende der Saison.
00:49:26: Zudem kam es nie und dann fingen eigentlich die ersten Gespräche beherrtan.
00:49:31: Und dann war für mich schnell klar, weil es was... Ich bin dann nun zwanzig.
00:49:34: Ich muss mich jetzt entscheiden!
00:49:35: Ich muss eine Entscheidung fällen und die Gespräche waren sehr gut mit dem russischen Verbanden.
00:49:39: Die haben sich echt auch gut angefühlt.
00:49:41: aber ich muss ehrlich sagen.. Das war vielleicht auch ein unfassbarer guter Entscheid von mir damals.
00:49:48: So und glaube ich auch?
00:49:50: Weil Ihr habt dann die WM-Qualifikation geschafft in den USA.
00:49:56: Du warst jetzt, kommst quasi frisch noch aus den USA ja?
00:50:00: Aber vor allem habt ihr in der Qualifikation ... Die Mannschaft, die ich immer gefüchtet habe als Deutscher, nämlich die haben uns immer geschlagen, die Italiener rausgeworfen im Elfmeterschießen im Rückspiel ne?
00:50:15: Genau.
00:50:18: Also es war kein Rückspiel sondern so wie ein Finalspiel
00:50:20: So Finalspiele genau, so war das genau Und du hast auch ein Tor gemacht.
00:50:26: Nimm uns noch mal mit in diese Situation, weil es ja wirklich ... Also Italien ist die größte Fußballnation und wie viele Menschen neben den Bosnian-Herzgeber?
00:50:33: Ich glaube sechs.
00:50:35: Sechs.
00:50:35: Ja also ihr seid wirklich eine kleine Nationen, eine kleine Fußball Natione muss man schon sagen.
00:50:39: Wie war das?
00:50:40: Also wie ... nimm uns nochmal zu diesem Tor mit was du gemacht hast!
00:50:42: Ich muss sagen... Das war das größte Highlight in meiner Karriere von den Emotionen her, von allem was ich erleben durfte, weil Es kommt.
00:50:51: Italien Du weißt, eine der größten Nationen in der Welt hat Druck.
00:50:55: Weil sie schon über die letzten Jahre nicht qualifiziert haben.
00:50:58: Wie können Sie frei aufspielen?
00:50:59: Wir spielen zu Hause... Das Stadion ist voll!
00:51:04: Du schaust dir das Stadionen an Wenn du jetzt das Staden anguckst, du hast damals glaube ich Deutschland gegen Bosnien geschaut als unser Stadional Medien war mit den Kabinen etc.
00:51:12: Schaut ja nichts so fein aus, nichts so wie in Deutschland.
00:51:14: Aber das ist unsere Identität.
00:51:17: Und du kannst dich nicht vorstellen Der Moment damals Am Spieltag, wo wir im Hotel waren.
00:51:24: Als wir angefangen haben zu reden, stell dir vor wie schmeißen Italien heute raus?
00:51:27: Stell dir vor, wie gehen zu wem was heute in der Stadt los sein wird.
00:51:31: und das war so die ersten Momente, wo du so ein bisschen nachgedacht hast.
00:51:34: Habt
00:51:34: ihr so ein bißchen geblürdet?
00:51:35: Genau, genau.
00:51:35: So am ST etc.
00:51:37: Und dann hast du gemerkt... Die Anspannung fängt an und dann kommt das Spiel.
00:51:41: Dann kommt das spiel.
00:51:43: und glaub mir von den ersten Minuten du hast gemerkt da ist etwas drin.
00:51:48: Die kriegen die rote Karte, schießen zwar früh das Eins-Null.
00:51:53: Aber du merkst wir sind komplett im Spiel.
00:51:56: und für mich war es einfach so... Komm jetzt rein!
00:52:01: Gib alles noch mal für die Mannschaft, schießt noch das Tor, schiesst ein Eins-Eins, dass wir in die Verlängerung gehen.
00:52:06: Und dann schaffst du das.
00:52:08: Für mich war's so in dem Moment.
00:52:09: Meine Eltern auf der Tribüne, meine Frau auf der tribüne, mein bester Kumpel auf derribüne, meinen Onkel auf den tribüne.
00:52:16: Kannst du das nicht beschreiben?
00:52:19: Ich wusste nicht, was passiert in dem Moment.
00:52:20: Weil es war der größte Moment in meiner Karriere.
00:52:23: Kein Tor in der deutschen Bundesliga oder kein Tor, was ich vorher erzielt habe hat die Bedeutung gehabt im Herzen und für die Menschen.
00:52:32: Das war unfassbar!
00:52:34: Und dann hast Du gemerkt... Jetzt fängt die Nervosität an bei den Italienern, die sind in Unterzahl.
00:52:39: Dann gehst Du in diese Elfmeter schießen.
00:52:41: Das kannst Du dir vorstellen mit den Elfmeterschießen.
00:52:45: Das war maximaler Druck, das war maximale Druck.
00:52:49: Wie schaffst du es in so einer Situation dann nicht zu überdrehen?
00:52:53: Weil eigentlich jetzt schon da in Emotionen und deine Augen sehe und nochmal alles... Du wirst hier nur hört, guckt euch mal bei YouTube auch auf Video an!
00:52:59: Ja.
00:53:01: Wie guckt man dass man nicht überdrehet?
00:53:02: also hast du dann was ja mit... Hast ja gesagt den Lusten noch mit Atemübungen kannst du denn über...
00:53:06: Also in dem Moment war's für mich
00:53:08: platzt man ja quasi.
00:53:09: Ja
00:53:10: schon atemübung habe ich so ein bisschen gemacht kurz ein bisschen runterfahren kann, aber es ist nicht einfach weil das in der Emotionen spielt.
00:53:16: Ich fragte die Trainer schießt du willst du schießen wann willst du Schießen?
00:53:19: und für mich war's einfach klar ich schieße.
00:53:21: ich will die Verantwortung übernehmen weil in dem Moment hatte ich das Gefühl wir sind eine junge Truppe auch aufm Feld.
00:53:26: da war eh den Jekor raus Seeo Kolašinac raus Demirovic raus.
00:53:29: also bis
00:53:30: jetzt
00:53:31: genau die waren alle auf der Bank.
00:53:33: dann habe ich das gefühlt gehabt okay jetzt als Zweiunddreißiger.
00:53:35: ich möchte Verantwortung über nehmen ich möchte schießen und dann was einfach in dem moment ok Du lösst an du gehst dahin Das sind tausend Gedanken in deinem Kopf.
00:53:43: Jetzt kannst du dir vorstellen, Löffs dahin steht Donnaruma vor dir.
00:53:47: Zwei Meter Mann im Tor.
00:53:49: Der verdeckt das halbe Tor und er steht nur, der verdeckt den halben Tor.
00:53:53: Und dann war es für mich schon so okay... Ich muss ehrlich sagen ich bin auch gläubig, hast ein paar Gebete natürlich aufgesagt aber für mich war es klar eine Entscheidung zu füllen, okay?
00:54:01: Entscheid' dich für einen Eck!
00:54:03: Fange nicht an zu gambeln, entscheide ich.
00:54:05: Das ist wichtig!
00:54:06: Du entscheidest also vorher?
00:54:07: Ich
00:54:07: habe da vorher entschieden.
00:54:08: Normalerweise... Vor
00:54:09: du zum Elfmeterpunkt gegangen bist schon?
00:54:10: ...was
00:54:11: sich da loslief.
00:54:12: Als der Ball schon lag oder...?
00:54:14: Nein, ich bin ja von der Mannschaft, als wir in der Linie standen, genau bin ich losgelaufen zum Elfenmeterpunkt und da hab' ich dann gesagt okay schieß, ich schieß rechts.
00:54:22: Da war es noch ein bisschen Streit weil es gab ja so einen Zettel wo unser Ruhmer hatte, wo einer von unseren Ballboys den zerrissen hat.
00:54:30: Ach was, nee!
00:54:31: Was ist da passiert?
00:54:32: Ich bin ja hingelaufen und da war er streit zwischen unseren zwei Torhütern.
00:54:36: Und ich hab nicht verstanden, was da genau los ist.
00:54:38: Also
00:54:38: Donnerroma und Eierter.
00:54:39: Genau unter Vassil.
00:54:40: Und was ist denn da los?
00:54:41: Und im Nachhinein habe ich erfahren dass der Balljunge von uns... von den Bosnian, den Zettel vom Donnaruma, wo er hinter das Tor gelegt hat bei den elf Meterschützen.
00:54:50: Wo wahrscheinlich welcher Schütze auch irgendwo wohin schießt und der hat diesen Zettl zerrissen.
00:54:56: Nein!
00:54:56: Der Donaruma wollte dann den Zettle von Vassil zerreißen Und das war ja überall in den Medien und ich habe das nicht verstanden.
00:55:03: warum die streiten genau und du kannst jetzt vor euch stehen da zehn Sekunden, zwanzig Sekunde die streitten vor dir und ich denke mir so was ist denn jetzt genau los?
00:55:11: Und das war der Grund.
00:55:12: Das habe ich auch im Nachhinein erfahren.
00:55:14: und dann... Es ist
00:55:15: ja überragend von dem Bayer Jungs!
00:55:16: Das
00:55:16: war Wahnsinn, da wurde glaube ich auch geirrt danach, dass er irgendwas hat gekriegt.
00:55:21: aber es war natürlich ein brutaler Druck.
00:55:25: Das war glaube ich der Moment von allen Elfern und ich hab letztes Jahr in Gladbach zwei verschossen, zwei Elfer verschossen aber ich habe nie diesen Druck gespürt wie vor diesem Elfen beim Etter.
00:55:36: Wie kriegt man das?
00:55:37: Dass man nicht blockiert?
00:55:39: Ich glaube das ist einfach in den Moment Überzeugung, Glaube dran.
00:55:44: Dein Gebet... Ich weiß nicht auch Gott ist an deiner Seite.
00:55:48: Gott ist mit dir.
00:55:49: Glück auch!
00:55:50: Es sind so Themen.
00:55:51: ich habe auch in dem Moment kurz mal durchgeatmet aber trotzdem da sind glaube ich tausend Gedanken in deinem Kopf.
00:55:58: Ähm
00:55:59: und dann Qualifikation?
00:56:01: Dann hast du es geschafft.
00:56:02: Dann siehst du all deine Familie weinen.
00:56:04: Dann renn die auf aus Feld.
00:56:05: Du holst sie von der Tribüne aus Feld.
00:56:08: die Weine alle.
00:56:09: Du kannst kommst nicht klar.
00:56:11: Du kommst nicht klar, du bist im Stadion bis drei Uhr in der Früh gestern.
00:56:13: In die Stadt sind hunderttausend Leute in der Stadt.
00:56:16: Habt ihr auch geschlafen in der Nacht?
00:56:17: Keine Sekunde.
00:56:18: Ich bin dann, glaub ich, zehn Uhr hat mir eine Pekanikstag und ich bin direkt zu Pekani.
00:56:23: Wir sind alle direkt gegangen!
00:56:24: Ja, du schliffst ihm weil... Du warst um drei Uhr an der Stadt jetzt bis auf dem Balkon.
00:56:28: Jetzt kannst du dir vorstellen wir haben ne WM Qualifikation geschafft mit Bosnien.
00:56:33: da waren hundert tausend leute in der stadt Und ich glaube das ist in verschiedenen anderen Nationen.
00:56:38: Bei einem WM Qualifikation auswähre das selbstverständlich.
00:56:42: Das wird nicht bejubelt, das wird nicht gefeiert.
00:56:45: Klar bei den großen Notionen ist es vielleicht Selbstverständlichkeit aber ich glaube das muss man nicht selbstständig sein und das war...
00:56:51: In Deutschland sehen wir das mittlerweile auch wieder nicht ganz so sehr verstanden?
00:56:54: Genau genau!
00:56:55: Du nimmst die Forene!
00:56:58: Ja das ist ein anderes Thema aber ich sag.. Das war vielleicht das war vielleicht der größte Moment und ich glaube sogar dass das ein größeres Highlight war.
00:57:07: Wie dann wirklich die Weben zu spielen?
00:57:14: Ja absoluter, absoluter Wahnsinn.
00:57:16: Und ihr hättet ja eben, du hast ja eben angesprochen auch ein paar von den älteren Spielern.
00:57:22: Sie ist ja schon auch viel erhittern.
00:57:25: Jeko war deutscher Meister geworden mit Wolkenburg und Kolasinac Arsene gespielt.
00:57:33: Hat da noch irgendwo was gesagt auch sozusagen oder gab es irgendwie mal ein paar Worte oder einfach wilde... Das
00:57:40: waren wilde Partie Nächte.
00:57:42: Du hast Eddin Jaco gesehen, ich glaube in dem Moment vierzig hat alles erlebt schon in seiner Karriere.
00:57:50: Du hast einfach auch gesehen bei ihm was das bei ihm auch ausgelöst hat.
00:57:54: Auch Kola Schienerts bei uns allen.
00:57:56: also da sind glaube ich einige Tränen noch geflossen.
00:58:00: und weißt du was du auch gesehen hast?
00:58:02: Und das fand ich fast der größte Moment.
00:58:04: Du warst einfach auch sehen was Fußball auch bewegen kann weil es halt echt ist das ganze Land wirklich Probleme hat, auch glaube ich heute noch politische Probleme hat.
00:58:16: Wie einfach Fußball auch vereinen kann und die Leute auf der Straße zu sehen was das denen bedeutet?
00:58:22: Das war Wahnsinn!
00:58:24: Würdest du sagen aus deiner Erfahrung jetzt vom kleinen Bosnien dass sozusagen wir großen Nationen Deutschland, dass wir manchmal unterschätzen was es für eine Bedeutung hat Wenn man sportlich als Nation erfolgreich ist, weil wir sagen auch, wir haben so Wirtschaft und wir haben ja das.
00:58:48: Aber was das eigentlich bedeutet?
00:58:51: Also dass für die Menschen... Ich erinnere mich an Sommermärchen.
00:58:56: Das ist jetzt zwanzig Jahre her.
00:58:59: Und seitdem haben wir nicht mehr so viel in Deutschland außer dem WM-Titel zu fit sehen.
00:59:05: Ich glaube es sollte schon so angesehen werden, dass die Nationalmannschaft vielleicht Das größte ist, was du in deiner Karriere nicht schaffen, sondern dass du da drin bist.
00:59:13: In dem Kreis und das ich vielleicht das größte.
00:59:16: Und musst auch mit echt sehr viel Stolz getragen werden.
00:59:20: Du merkst es einfach bei uns zum Beispiel... Mit dem Erfolg, was wir da geschafft haben.
00:59:27: Was das Land für ein Hype gekriegt hat!
00:59:29: Auch in den Social Media.
00:59:30: Auch an der Wehe mit den ganzen Fans.
00:59:32: Ich habe von deutschen Freunden Nachrichten bekommen wo geschrieben hab' Das ist Wahnsinn, ich bin Bossin-Fan Ich bin Wosse-Fan.
00:59:39: Es ist so, was da abgeht mit Eulen, Fans und das Ganze.
00:59:43: Und da siehst du einfach ... Das sind für mich Emotionen.
00:59:45: Ich glaube, dass sollte schon gelebt werden in jedem Land.
00:59:48: Also wenn du das so erzählst, müsste man eigentlich mal ein paar von euch einladen zu unserer deutschen Nationalmannschaft?
00:59:57: Da müsst ihr halt Jürgen Klopp sprechen, dass ihr dismal beschreibt!
01:00:03: Weil ich glaube es wäre für ... also ich glaub' das, ich hab das ja nicht nur so, weil ich glaub', Ja, also ich bin ein bisschen älter als du.
01:00:10: Aber ich bin aufgewachsen mit... Deutschland wird neunzehntneunzig Weltmeister.
01:00:15: Neunzehnzehnzwei neunzig bei den olympischen Spielen.
01:00:19: in Barcelona gewinnen wir alles.
01:00:20: Vierneinzig in Lillehammer werden wir Sieger des Medaillenspiegels beim Winterspielen.
01:00:25: Sechsenneunzlich Golden Girl Oliver Bierhoff.
01:00:27: Also ich bin quasi... Ich dachte eigentlich okay, Deutschland ist super!
01:00:30: Dann gab es mich als Schuhmacher-Neuchatür.
01:00:31: Die Deutschen gewinnen alles?
01:00:33: Ich war sehr stolz.
01:00:34: Jetzt die Kinder die seit zwei Tausend Fizzen geboren sind.
01:00:37: Das ist ja auch schon zwölf Jahre, also jetzt Zwölfjährigen haben keine deutschen Nationale mehr gesehen, die eigentlich über die Forende rausgekommen ist.
01:00:45: Sechzehn Finale dies Jahr aber... Also und das macht schon was!
01:00:50: Die sind alle Fan von Dani Olmo und La Minia Mal und nicht von ihren eigenen.
01:00:56: und ich glaube schon dass Länder wie Deutschland, Italien Ja, das ist ja auch das Schöne am Fußball.
01:01:02: Das ist dann eben die Kleineren.
01:01:03: aber dass man auch zeigt was man erreichen kann mit so einem Mannschaftsgeist und da hatte mich mein Kollege Lukas darauf hingewiesen sehr interessant bei euch in der Mannschaft.
01:01:13: Das es ja ganz viele aufgrund der Kriegssituation damals ganz viele Spieler gab Die zweite Generation Auswander war weil nicht nur deine Eltern weg sind sondern auch von anderen Spielern sind die teilweise in die USA In die Schweiz Deutschland.
01:01:30: Ihr wart so eine ganz spezielle Generation auch von zweiter Generation ausgewanderten Spielern, die wieder für ihr Heimatland gespielt haben.
01:01:38: War das Thema?
01:01:41: Natürlich war es das Thema weil ich kann dir offen und ehrlich sagen dass wir eine Gruppe haben in der burselischen Nationalmannschaft.
01:01:47: da reden wir auf Deutsch Weil es ist einfach so, dass die Spieler in Österreich, Deutschland und Schweiz geboren sind und aufgewachsen sind.
01:02:03: Und dann ist das schon oft mal so, da du auch ein bisschen mixst, vielleicht einmal Deutsch, vielleicht auch mal Bosnisch – und das ist schon auch speziell!
01:02:10: Aber ich glaube, dass das Bosnien, das Land hat genau durch diese Geschichte, wo ich erlebt habe mit meiner Familie, auch mit den Flüchtlingen
01:02:17: etc.,
01:02:18: Wir haben einfach in Europa, in Skandinavien, Deutschland, Schweiz und USA sehr viele Posten.
01:02:26: Und ich glaube es ist auch das gute Recht, dass z.B.
01:02:29: Emmys Beach oder Serge Barber ist die auch einen deutschen Background haben, die auch lange gespielt haben, dass sie diese Kinder sozusagen nach Hause holen.
01:02:38: Absolut!
01:02:39: Aber genau, es ist schon eine ganz besondere Dunawege.
01:02:43: Und vielleicht da noch kurz zur WM, ihr habt dann ja gegen Schweiz gespielt?
01:02:48: Du warst
01:02:48: verletzt?!
01:02:49: Warst du ganz froh, dass du verletzt warst vielleicht auch?
01:02:52: Ne, froh war ich nicht.
01:02:53: Weil das Sophie Stadium war brutal.
01:02:55: Ich hätte dort echt gerne gespielt Das war Wahnsinn!
01:02:58: Also ich glaube es war das beste Stande wo ich je in meinem Leben gesehen habe.
01:03:03: Ich hab mich ja aufgewärmt weil ich ja so ein bisschen die Phase hatte wo ich auf dem Platz bin aber eigentlich nicht spielen kann.
01:03:09: Aber...ich war nicht froh.
01:03:10: Ich hätt' es echt gern gespielt.
01:03:12: Es war schön weil..ich hab echt.
01:03:16: Ich habe mit so vielen Spielern aus der Schweizer Nationals noch in der Y-Twenty gespielt, im Staffgams Freunde von mir.
01:03:21: Es war schön auch die Aldi zu sehen und es war zwar ein bitteres Spiel für uns aber trotzdem die ganze WM.
01:03:27: das war begeistert und pur wie sie in einer Gruppenphase weitergekommen haben.
01:03:31: Das war mir noch nie geschafft.
01:03:33: also es war eine Riesenfeier von da, es war begeistert und pure.
01:03:36: Von den noch etwas älteren Spielern wärst du dein größtes Vorbild aus der Mannschaft?
01:03:41: Ja, Jacob!
01:03:42: Ich glaube, dass er für uns alle ein Riesenvorbild ist.
01:03:44: Wenn man mit vierzig noch jetzt wieder in Deutschland spielt... ...in der Bundesliga bei Schalke auch was ja alles für die Nationalmannschaft leistet hat und vor allem was für mich persönlich noch viel mehr wert ist.
01:03:55: Was für Menschen es ist, Werte, Bodenständigkeit, absolute Professionalität das sind für mich.
01:04:01: deswegen schaue ich zu ihm hoch.
01:04:05: Wie hatte sich denn das für dich angefühlt?
01:04:08: Ich war auch im Sommer in der Schweiz im Urlaub Und in der Schweiz wurde ja gerade drüber abgestimmt, ob man den Zuzug begrenzt.
01:04:17: Du bist also das perfekte Beispiel von einer gelebten Integration?
01:04:22: Wie fühlt sich denn so was für dich an?
01:04:23: oder ist das gar kein Thema?
01:04:27: Irgendwie in dem Moment war es kein Thema für mich... Ist
01:04:29: ja auch ausgegangen keine Obergrenze
01:04:32: da!
01:04:32: Genau, genau.
01:04:33: Es war jetzt in dem moment kein Thema aber ich glaube schon dass Beispiele meine Familie oder auch von vielen Freunden von mir, das ist glaube ich echt eine eine ein Example für eine Top-Integration und ich glaube dass es einfach wichtig ist.
01:04:50: Auch für das Land, für die Arbeitsstellen, für all das... Das ist extrem wichtig!
01:04:55: Und ich glaube wenn du das schaffst im Land zu haben dann ist da schon sehr viel wert.
01:05:00: Du bist ja, wie groß bist du?
01:05:02: eins?
01:05:02: Sechs und sechs.
01:05:03: Du bist, äh... Wie viel Kilo?
01:05:05: Hundert?
01:05:07: Vierundneinzig.
01:05:08: Vierneinzig!
01:05:09: Nicht wundernvierneunzig, vierneinzehn.
01:05:10: Der ist auch Wunderlich.
01:05:10: Ist ein bisschen viel.
01:05:11: Dann wie ... Du bist sehr groß.
01:05:13: Mhm.
01:05:14: Wie verteidigt man gegen dich?
01:05:16: also wäre es so das wo würdest du sagen wärst du der?
01:05:19: gibt's überhaupt einen Gegenspieler der dich sozusagen der dich ein der dir Respekt einflößt?
01:05:24: oder
01:05:25: Ja, Respekt weiß ich nicht.
01:05:27: Aber es war schon so vor dem Spiel mein erstes Spiel gegen Bayern Uper Meccano oder mit der Nationalmannschaft gegen Holland Van Dijk.
01:05:35: Das sind zwei Monster kann man ja so ehrlich sagen.
01:05:37: du hast auch im ersten Moment irgendwo ein bisschen Respekt.
01:05:41: dafür ist sehr klar.
01:05:44: Unfassbare Spieler.
01:05:47: aber ich glaube körperlich habe mich ganz gut getan letzte Saison Das muss man so sagen.
01:05:53: Ja,
01:05:53: sehr gut!
01:05:54: Sehr gut, sehr good!
01:05:56: Du hast ja schon mehrfach jetzt gesagt die Bankausbildung spielt für dich eine extreme Rolle.
01:06:01: Ich kenne keinen anderen Bundesliga-Profi oder also den ich schon mal bei einer Bank aus Bildung gesprochen habe.
01:06:05: Also wirklich was besonderes.
01:06:07: aber vor allem du hast auch gesagt Bank Ausbildung.
01:06:10: dann hat dir total geholfen dich mit anderen Themen zu beschäftigen und du hast jetzt auch schon in mehreren Nebensätzen gesagt Immobilien bisschen Aktien guckst Wie guckst du denn auf dieses Thema Sportlau und zweite Karriere?
01:06:25: Weil ich oftmals denke, wir sind in so einer... Du bist ja eigentlich Unternehmer deiner selbst.
01:06:31: Du bist ein Unternehmer weil du hast da jahrelang alleine gekämpft.
01:06:35: Die hat keiner gesagt hier ist dein sicheres Gehalt und nächstes Jahr wirst du befördert sondern du musstest alles alleine mit dir ausmachen wie auch ein Unternehmner.
01:06:44: Das heißt du hast ein sehr unternehmerisches Mindset, musst du haben sonst hättest du das nicht geschafft.
01:06:50: Ich frage mich immer so ein bisschen, wie kann man das nutzen um euer unternehmerisches Mindset noch mehr als Vorbild in der Gesellschaft zu haben?
01:06:58: Weil mit KI und einem anderen es wird ja nicht mehr so sein dass da draußen der nächste Marc oder Harris sitzt.
01:07:04: Und dann sagt euer ich gehe jetzt dreißig Jahre arbeiten oder vierzig Jahre bei der ABB in der Schweiz oder bei der Siemens in Deutschland sondern eigentlich brauchen wir genau dieses Mindset.
01:07:15: Wir brauchen irgendwie einen eine Crew um uns herum, die uns hilft.
01:07:19: Weil es wird ja eh nicht mehr dieses sichere Leben gibt's gar nicht mehr so richtig oder?
01:07:23: Ich glaub' nicht!
01:07:24: Also du hast komplett recht... ich hab damals mit sechsundzwanzig eben genau diesen Schritt gewählt wo ich gesagt habe okay meine Identität ist ja nur Fußball und das möchte ich nicht haben.
01:07:34: Ich möchte mich langsam vorbereiten jetzt aber ich möchte mir einfach vorbereiten.
01:07:38: was möchte ich später auch machen?
01:07:39: Das war mir in dem Moment sehr wichtig und deshalb war ich immer interessiert an Fortbildungen an Unternehmertum, an Führungstrukturen.
01:07:49: Man muss auch sagen an Investments und Immobilien mit Aktien etc.
01:07:53: An den Themen war ich immer interessiert.
01:07:56: aber in dem Moment... was auch so wie du gesagt hast ich war mein eigener Unternehmer.
01:08:00: Ich habe mir nicht viele Tipps eingeholt, ich habe das Gefühl gehabt ok ich lerne, ich lese etc.
01:08:05: heute mit zweiunddreißig kann ich ganz klar sagen okay es gibt Themen wo du wahrscheinlich viel besser bist als ich Unternehmertum, Startups et cetera.
01:08:14: da bist du viel besser.
01:08:15: aber deshalb hab' ich mittlerweile kein Ego mehr sondern ich komme zu dir und sag hey kannst du mir einen Tipp geben?
01:08:20: Kannst du mir... Kannst du mir sagen, was wichtig ist?
01:08:23: Und ich glaube das es wichtig ist heute.
01:08:25: Es ist keine One-Man Show mehr sondern es ist ganz klar dass sich um mich ein Team auch aufbaue wo jeder in seiner Kompetenz auch eine überragende Rolle spielt und mich auf ihn verlassen kann dass ich sagen kann okay wir gemeinsam schaffen es einen Top Invest zu machen einen Top Möglichkeit auch an Land zu kriegen.
01:08:47: Ihr habt ja eigentlich auch als erfolgreicher Athleten, ihr habt ja ein super Startpunkt.
01:08:52: Weil ihr habt relativ früh in eurem Leben mehr Geld als viele andere.
01:08:58: Ihr habt Social Capital.
01:09:00: Ihr könnt mit eurer Bekanntheit hingehen und sagen kann ich von dir lernen?
01:09:03: Kann ich mal das machen?
01:09:07: Und es gibt ja auch Beispiele immer mehr von Athleten, die dann nach ihrer Karriere mehr verdient haben als vorher.
01:09:14: Also witzigerweise das weiß ich jetzt nicht da will ich jetzt vielleicht ein Shitstorm aber Lukas Podolski interessanter Weise weiß man gar nicht Aber hat unternehmerisch schon so viel gemacht.
01:09:24: Ich bin mir nicht sicher ob der nicht am Ende sogar mehr verdiente mit seinen unternehmerischen Themen.
01:09:28: Jetzt glaube ich noch nicht.
01:09:30: Der hat Schüttflicks gemacht, der macht seinen Fußballverein und er macht diverse Essensketten.
01:09:36: Er hat aber auch sein Team um sich herum.
01:09:40: Aber
01:09:40: das Team kann auch nicht ohne ihn!
01:09:42: Genau, genau weil ich glaube als Fußballer frage mich jetzt auch sehr, sagen wir es im Namen Lukas Podolski ist ja eine komplette Marke hier.
01:09:48: auch Der Name ist Ne Marke und er hat das einfach auch stark gemacht.
01:09:50: Ich habe mir auch einmal seine Struktur angeguckt, was der auch alles hat.
01:09:54: Das ist unfassbar mit den Eisstilen da, was er hat.
01:09:58: Und ich glaube wenn du das richtige Team hast... dir selber auch aus Marke.
01:10:02: Du siehst jetzt mit der Übernahme von Mats Hummels, Müller und Sommer, wo Sie die Übernahme gemacht haben vom portugiesischen Erzliger freien.
01:10:14: Das ist dort einfach dass die Athleten mittlerweile in die Rolle reinschaffen, dass sie Investoren werden.
01:10:19: Dementsprechend nutzen sie auch ihr Netzwerk, dementsprechenden nutzen sich auch ihren Namen ihre Marke auch aus und ich glaube das ist unfassbar wichtig.
01:10:28: Für dich spielt ihr Linken mittlerweile auch eine ganz relevante Rolle oder relevantere.
01:10:31: Das ist
01:10:31: zwei Längeln schon, glaube ich
01:10:32: ja.
01:10:33: Ja?
01:10:34: Warst du deine Erfahrung?
01:10:35: Mich freut immer alle nach Linken und ich bin ja auch sehr aktiv
01:10:38: hier.
01:10:39: Ich muss sagen, ich finde es cool!
01:10:40: Ich find's auch cool dass man dort auch in so einem Plattformat das du dich jetzt mal mit anderen Leuten ein bisschen, auch uns mit den Unternehmen auch irgendwo... dass du auch mit den Netzwerken kannst, also auch die Leute kennenlernen kannst.
01:10:52: Dass du auch ein bisschen deine Geschichte erzählen kannst weil ich finde das ganz andere Social Media ist so ein bisschen anders und es macht mir Spaß!
01:11:00: Es macht mir Spass und... Ich glaube, dass ich durch das ganze LinkedIn-Thema und auch echt, echt auch coole Leute kennengelernt habe.
01:11:08: Ich glaube, auch dich habe ich kennengelernt über meinen... Über
01:11:11: LinkedIn nicht?
01:11:12: Nein.
01:11:12: Nicht über LinkedIn aber ich habe einen Kumpel in den Netzwerk reingekommen wo ich über LinkedIn reingegangen bin.
01:11:16: dann haben die mich eingeladen nach Hamburg und dann haben wir uns dort kennengelernen.
01:11:20: Deshalb aus dem Ende kommt das über LinkedIn dass ich in das Netzwerk rein gekommen bin.
01:11:24: Das Netzwerk hat mich eingelanden nach Hamburg Und am Ende haben wir ihn so kennengeletten.
01:11:27: Nächstes Jahr machen wir vielleicht noch was in Hamburg.
01:11:29: Genau!
01:11:30: Wie gespannt
01:11:32: habe es.
01:11:33: eine wahnsinnige Karriere und vor allem, dass du so geblieben bist wie du bist.
01:11:37: Ich würde sagen fast mit dem Erfolg bist du noch bodenständiger geworden, so wie ich das jetzt auch von anderen gehört hab.
01:11:42: aber bunt ständig warst immer.
01:11:45: diese Frage macht Sinn weiter zu machen.
01:11:49: Da würde ich gerne noch mal was von dir hören, weil du hast jetzt wenn du auf die Gehege zurückguckst.
01:11:52: Das ist gesagt mit der Phase man guckt auf die Phase aber hast du sonst noch irgendwie ein Tipp wie man diese Entscheidung trifft?
01:11:57: Weil da draußen gibt es den Unternehmer.
01:11:59: Da gibts vielleicht den Podcaster behind the scenes.
01:12:02: machen wir weiter machen nicht weiter.
01:12:04: Ja gibt's den bleib' ich in dem Job bleibe ich nicht.
01:12:06: also Wie trifft man diese Entscheidungen?
01:12:08: Ich finde das so eine absolute Lebensentscheidung.
01:12:10: bis hin zu Bleibe ich in meiner Beziehung oder nicht?
01:12:13: ja aber jetzt bleiben wir im Business.
01:12:15: Was hast du so vertuelt, um dieses mache ich weiter zu entscheiden?
01:12:18: Wir haben vorhin schon gehört.
01:12:19: Ich denke über Phase und nicht ne.
01:12:21: aber manchmal ist es ja auch eine Tür geht.
01:12:23: man gibt ja auch das sprichwort Eine Tür geht zu geht die andere auf.
01:12:26: Genau ich glaube ich glaube man muss auch einfach ein wenig so bisschen Ja auch ein wenig sonst das Vertrauen in das Leben noch haben dass das wie Du sagst wenn eine Tür sich schließt geht ein anderer auf.
01:12:37: Aber ich glaube Das was es ist wichtig Die Meinung von Anderer Das ist nur eine Meinung die nimmst Du an die kritik nimmst du an, verarbeitest dich überlegst was du besser machen kannst.
01:12:51: aber für mich ist das wichtigste immer.
01:12:54: Was kannst du positiv beeinflussen?
01:12:56: An dir selber dass du das meinzelt hast.
01:12:59: hey ich gebe nicht auf!
01:13:01: Ich gehe weiter und gebe nicht drauf.
01:13:04: und ich glaube wenn jeder für sich eine routine und ein klares ziel auch vor seinen augen hat dann wirst du dann wirst du es über Umwege trotzdem schaffen, dass du dahin kommst.
01:13:19: Perfekte Schlussworte!
01:13:20: Danke dir Marc.
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