Das Geheimnis der Wagner-Family – mit Beate Wagner | #187

Shownotes

KAPITEL
00:00 Intro
01:22 Das WM-Interview: „Glanz in ihren Augen“
04:56 Ein Autoritätsproblem
08:04 Von der Charité in den Journalismus
14:24 Bauchgefühl & Serendipity
18:26 Kinderfußball & Axels Ausstieg mit 17
26:10 Cello, Kader & Elite-Gymnasium
33:06 „Wir haben ihm zu viel zugemutet“
37:29 Streit vor dem NBA-Draft
41:43 Urlaub statt Turnier: Der Weg ist das Ziel
46:11 Druck, Schulwahl & zwei Studienabbrecher
50:04 82 Spiele: Balance in der NBA
53:26 Keine Fünfjahrespläne
54:19 Erfolg, Freiheit & Vertrauen
1:00:22 Berlin, Orlando, Brooklyn
1:03:18 NBA-Business: „Du bist Produkt“
1:08:23 Die Angst beim ersten NBA-Vertrag
1:10:47 Achtsamkeit & Meditation
1:21:35 Wagner Family for Future
1:31:07 Mädchenförderung & „Die weibliche Angst“
1:38:06 Vorurteile & Rat an junge Mädchen
1:44:03 Viktoria Berlin: Frauensport ist keine Charity
1:51:03 Sportlerinnen als Role Models
1:56:31 Rat für junge Menschen: Nicht aufhören zu träumen

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hattet ihr nie einen Moment, dass ich eben dann sozusagen zu viel zumute?

00:00:02: Doch.

00:00:03: Wir haben ihm zuviel zumutenut.

00:00:05: Also es gibt einige Situationen wo er mir auch echt Leid getan hat.

00:00:08: Wie

00:00:08: groß ist eigentlich dein Problem mit Obrigkeit?

00:00:10: Oh!

00:00:12: Das ist die erste

00:00:13: Frage!

00:00:14: Aber wir hatten auch so Workshop.

00:00:16: Wie ist ein Leben als NBA-Spieler?

00:00:19: Wie ist es mit Geld, wie ist das mit Girls und Drogen?

00:00:23: Ich bin hier am wenigsten informiert.

00:00:25: Ich hatte überhaupt keine Ahnung, ich hab Medizin studiert.

00:00:27: Dann war ich abprobierte Ärztin und dann habe ich gesagt, ich gehe jetzt raus.

00:00:31: Und alle so ... genau du bist Produkt.

00:00:34: Ich hab zwei Studienabbrecher.

00:00:36: Heute kann ich darüber lachen, aber es hat lange gedauert bis ich das auch verstanden habe.

00:00:41: Es gibt Situationen im Leben, da sind andere Sachen wichtiger.

00:00:43: Gab's mal Situationen wo du denkst jetzt heben die doch ab?

00:00:46: Das war tatsächlich der Moment, wo ich Angst hatte!

00:00:52: Die Wagners sind eine der erfolgreichsten Sportfamilien Deutschlands.

00:00:56: Zwei Brüder in der NBA beide Superstars und Weltmeister.

00:01:00: Heute sitzt aber die Frau bei mir, die das alles von Anfang an begleitet hat Ihre Mutter Beate.

00:01:08: Wir sprechen darüber, wie man so einen Weg geht ohne abzuheben und was die Familie mit ihrer neuen Organisation Wagner Family for Future vorhat.

00:01:19: Beate schön dass du heute hier bist!

00:01:20: Vielen Dank ich freue mich sehr.

00:01:22: für mich ist das ein bisschen full circle moment weil ich hatte dir schon gesagt ich habe dein Buch gelesen In einem Zeitpunkt, wo ich noch nicht mal wusste ... Ich hatte nichts mit Basketball zu tun.

00:01:32: Da wusste ich noch nie, wie viele Leute da auf dem Platz stehen.

00:01:34: Sondern mich hat die Story der Mutter oder der Eltern interessiert.

00:01:38: Es war ja doch ein bisschen mehr deine Story- oder Fokus auf dich.

00:01:43: Und es hat mich einfach interessiert, wie macht man so einen Weg?

00:01:46: Und ich bin auf euch gekommen, weil ich das Interview von Axel und dir durch Zufall gesehen hatte nach diesem WM-Diek.

00:01:54: Ja!

00:01:54: Da gibt's drei Minuten auf Magenta.

00:01:56: Das ist

00:01:57: gerade drei Jahre her.

00:01:58: Und ich hab das gesehen und hab euch nicht ganz geglaubt.

00:02:03: Oh, echt?

00:02:03: Weil

00:02:04: ihr wart so cool und so locker ... Eigentlich kennt man ja Sportlereltern genau anders.

00:02:10: Dann dachte ich, na, das geht doch gar nicht!

00:02:12: Die können doch nicht so erfolgreiche Kinder dann in den Basketball begleiten und irgendwie so sein wie sie sind.

00:02:19: Ich habe es einfach für mich abgekackt, weil du kennst das.

00:02:21: Wahrscheinlich wird das auch bei vielen anderen Eltern, die du im Sport kennengelernt hast, gewesen sein.

00:02:25: Das ist ja irgendwie ein krasses System und ich plan schon mit sechs, irgendwie zieht durch und ordne mich der Sache unter.

00:02:32: Und deswegen hat mich dann interessiert als dieses Buch kam habe ich gedacht okay das hab ich beim Dussmann oder irgendwo habe ich das in der einfach gesehen und habe gesagt okay ließte mal und es war dann wirklich eben nicht so viel Basketball sondern viel... Und dann hab ich euch schon ein bisschen mehr geglaubt.

00:02:45: Jetzt gucken wir mal hier im Podcast, ob das wirklich alles so stimmt?

00:02:50: Weil es sagen natürlich immer alle Eltern, meine Kinder machen das selber.

00:02:54: Natürlich machen wir keinen Druck und so weiter und sofort.

00:02:59: Die Realität sieht ja meistens doch anders aus

00:03:01: oder?

00:03:02: Ja also erst einmal danke auch nochmal an Benni Zander.

00:03:07: der hat das Interview nochmals gemacht Wahnsinn Und er hat mir noch nie jemand gesagt, dass er das nicht geglaubt hat.

00:03:16: Aber wenn du es jetzt so ... Wie du es erzählst kann ich's nachvollziehen.

00:03:21: Aber ich kann dir tatsächlich sagen, das war genau so wie es ... Ich hab ja jetzt das auch nochmal gesehen weil es jetzt wirklich drei Jahre her ist gerade.

00:03:31: Und ja, das ist unser Weg.

00:03:35: Dass der so ist und dass er vielleicht auch sehr anders ist als viele andere Wege oder sich unterscheidet von den anderen Familien – ehrlich gesagt ist mir das gar nicht klar gewesen!

00:03:48: Das habe ich jetzt erst gelernt im Rückblick.

00:03:51: Wir machen Behind the Earth Leads seit Tag eins komplett aus eigener Tasche finanziert ohne Budget aber mit größtmöglicher Leidenschaft.

00:04:00: Wenn du uns unterstützen möchtest, dann lass uns jetzt ein Abo da oder folge uns auf Apple oder Spotify und kommentiere oder bewerte uns gerne.

00:04:11: Und nun viel Spaß weiter mit der Folge!

00:04:14: Also ich muss das klatschen, es hat ja gar nichts mit euch zu tun.

00:04:16: Das ist ja komplett mein Thema gewesen dass ich's quasi nicht glauben konnte wie sympathisch gechillt ihr da standet und irgendwie auch was ich am coolsten fand oder was mich so damals oder was ich einfach wirklich schön fand.

00:04:30: Das war jetzt gar nicht so dieser Stolz nach dem Motto.

00:04:34: Und eigentlich hab ich den Erfolg mit gehabt, ja?

00:04:36: Also so ... So, man hat irgendwie ... das war einfach die Freude und ich glaub ihr habt auch mit dem Glanz quasi gesagt in dem Interview.

00:04:44: Axel hat das gesagt.

00:04:45: Der Glanz

00:04:45: von ihren Augen!

00:04:47: Du hast erst gesprochen und dann kommt er mit der Berliner noch ein bisschen berlinerischen Schnauze.

00:04:52: Genau.

00:04:53: Egal, also so war der Weg.

00:04:55: Ja.

00:04:56: Deswegen geht es heute nämlich gar nicht um Moritz und Franz, sondern ich habe mich damals schon vor euren Weg interessiert.

00:05:01: Weil ich natürlich auch mit Sportlern zu tun hatte und gesehen hatte was solche Wege machen.

00:05:09: Und der Weg zum Spitzensport ist ja vergleichbar mit anderen Wegen.

00:05:13: Das kann ja der Weg ... zum besten Pianisten oder zum guten Pianist werden.

00:05:18: Zu einem Maler, zu einem Unternehmer... ...zu einem Manager, zu einer der Besten Kindergärtnerin die man gerne sein möchte.

00:05:25: was auch immer die Leidenschaft ist.

00:05:27: und da hat mich schon immer interessiert wie schaffst du sozusagen irgendwie eine gewisse Exzellenz zu erreichen aber trotzdem dich dabei nicht zu verlieren?

00:05:34: Ja!

00:05:35: Und das wäre für mich so ein bisschen.

00:05:36: ich habe jetzt auch in der Vorbereitung gedacht um und hab mich dann gefragt dass wäre so ein bissel.

00:05:41: meine erste Frage weil immer wenn Du in solche Karrieren kommst Hast du kommst immer in Systeme?

00:05:47: Wenn du Ärztin geworden bist, dann musst du okay hier mach ich mein Pj.

00:05:50: Dann hab' ich den krassen Oberarzt unter dem mich mich unterordnen und werd irgendwie irgendwann Klinikleiterin wenn ich der tolle Pianist werde.

00:05:56: gibt's so diesen Weg!

00:05:58: Und wenn man deinen Wuch liest und dich hört habe ich eigentlich mich gefragt wie groß ist dein Problem mit Obrigkeit?

00:06:07: Weißt du, weil ... Das ist

00:06:08: die erste Frage.

00:06:09: Ja?

00:06:11: Weil das

00:06:11: ist auf jeden Fall da, ne?

00:06:13: Ja

00:06:13: voll!

00:06:15: Aber

00:06:15: auf die triffst Du ja in jeder dieser Wege, triffste ja auf gewisse Oberigkeiten,

00:06:18: ne?!

00:06:18: Aber das ist toll, dass Du es fragst, weil... Da habe ich tatsächlich ein Thema mit und mein Mann auch.

00:06:23: Also da, ja, absolut haben wir so einen Autoritätsproblem.

00:06:29: Genau.

00:06:29: Als

00:06:29: erst mal ganz neutral, ne, das war ja nicht schlecht.

00:06:32: Ich würde

00:06:32: das auch nicht als Problem bezeichnen sondern wir haben ein Thema damit Und zwar beide aus einer ganz unterschiedlichen Geschichte haus natürlich, weil wir ja unterschiedlich aufgewachsen sind.

00:06:44: Aber du hast es richtig beobachtet also genau ich habe Medizin studiert und dann hatte ich das dritte Examen und dann war ich probierte Ärztin und dann habe ich gesagt Ich gehe jetzt raus und alle so was?

00:06:57: Äh, jetzt bist du Ärztin.

00:06:58: Das

00:06:58: längste Studium, was man machen kann?

00:07:00: Jetzt

00:07:01: machst du was anderes und was denn überhaupt?

00:07:04: Journalismus um Gottes willen!

00:07:06: Und da hab ich... Genau.

00:07:08: also ja, da bin ich ausgebrochen.

00:07:09: Wie kam das?

00:07:10: Also ich meine es ist ja genau dieser Argument.

00:07:13: dann sagen alle oh ich habe jetzt zehn Jahre studiert oder was.

00:07:15: Ist ja mit eines der längsten Studien und groß und so.

00:07:19: Da sag ich jetzt muss ich jetzt komme ich dem Geld rum Sicherheit langsam näher und endlich im Krankenhaus zu sein.

00:07:29: Ja, den Moment hatte ich nicht.

00:07:31: Ich war dann immer, wenn ich ins Krankenhaus kam ... habe ich mir selber ... Ich hatte natürlich die Momente, wo ich auch happy war, dass sich das erreicht hatte.

00:07:40: Aber viel öfter hatte ich Momente und dachte, jetzt möchte ich da schon wieder hin.

00:07:46: Und so viel Leid und auch ... War nicht so ein schöner ... Ich finde es ist kein schönes Arbeitsumfeld.

00:07:52: Ich hab mir gar nichts selber zugestanden!

00:07:55: das zu denken, ne?

00:07:57: Und hab aber immer in mir irgendwie gewusst dass ich da ringe.

00:08:04: Also so...

00:08:04: Okay warum hast du dich mal ursprünglich für Mediziner entschieden?

00:08:07: Mein Vater war Medizine und also so Gastroenterodor, also so Magen-Darm und Ich fand das immer interessant, weil es ja auch mit Ja, also ich finde diese Zusammenhänge der eigene Körpergesundheit.

00:08:22: Ich hab schon immer total gerne mich mit Ernährung beschäftigt.

00:08:26: Sport ist ja alles drin ne?

00:08:29: Und ähm ... Mit meinem Vater war das eben ... Also ich hatte eine gute Beziehung zu meinen Vater aber die war jetzt auch nicht konfliktfrei wie das ja wahrscheinlich.

00:08:39: Genau, aber es war immer auch so ein ... hin und her.

00:08:43: Also einige Sachen fand ich richtig toll, die er gemacht hat andere fand gar nicht toll.

00:08:47: Und dann hab' ich beschlossen Ich werde auch Ärztin aber ich mach's natürlich ganz anders als er.

00:08:53: Das war eigentlich vielleicht das erste Rebell der erste Rebellmoment.

00:08:58: Dann habe ich es durchgezogen Genau.

00:09:00: Aber auch immer im Studium musste ich mich immer überwinden teilweise Gott sei Dank gab's immer Leute die gesagt haben du kommst jetzt noch mit Klausur schreibst du noch mit und dann schauen wir mal.

00:09:13: Also es war jetzt nicht so, dass ich da alleine durchgegangen bin und gesagt habe ... Ich werd Oberärztin, sondern es war schon dieser Konflikt den ich hatte.

00:09:22: der hat sich auch durch Studium gezogen Und ich hab den aber nicht verdrängt und ich glaube das war gut.

00:09:29: also weil sonst hätte ich diesen Weg gemacht, so wie er vorgegeben ist.

00:09:32: Und dann hätte ich das wahrscheinlich nach zehn Jahren oder so festgestellt, dass ich eigentlich nicht Kardiologin oder was auch immer hätte ... Also, ich hab jetzt gerade so ein Gespräch gehabt, wo es um eine junge Ärztin geht, die ganz krasse Karriere macht und eigentlich merkt sie jetzt ... Irgendwie ist sie gar nicht richtig da.

00:09:49: Und so viel Zeit, ne?

00:09:52: Aber das ... Ich will jetzt nicht sagen...

00:09:54: Nee, aber das erfordert ganz kurz, wenn ich da einhangen darf!

00:09:56: Das erforderte schon viel Mut.

00:09:57: Also bei mir wird es so, ich hab BWL studiert und ich fand das ganz faszinierend.

00:10:01: Ich würd' sagen, so zwei, drei Jahre nach dem Studium haben eigentlich alle gesagt, also alle wollten in die Unternehmensberatung, alle wollten das machen oder das machen und haben alle ... Also ich würde sagen, die Mehrheit mehr als die Hälfte hat gesagt, oh, ich find's richtig blöd Ja, aber es ist ja verrückt eigentlich.

00:10:19: Zwei-drei Jahre nachdem sie da drin waren und...

00:10:24: Also ich glaube bei uns gab's auch also wir waren glaub ich ein sehr besonderer Studienweg oder Jahrgang sag' ich mal weil wir waren das erste Widervereinte der ersten wieder vereinten Jahrgang an der Charité.

00:10:38: also ich war als kam als Westdeutsche an die Ostuni Und war auch eine von wenigen.

00:10:43: also da waren zwei Drittel aus dem Osten Unter anderem mein Mann, ein Drittel aus dem Westen.

00:10:49: Ich musste mich da erst mal total orientieren und unterordnen auch.

00:10:54: Da war alles neu, da war alles anders ... Wir sind dann so zusammengewachsen?

00:10:59: Und das war natürlich crazy.

00:11:00: Wir haben auch super viel gefeiert und wir haben natürlich auch viel gearbeitet, viel gelernt.

00:11:04: aber deswegen ... Das war so ein ganz besonderer Vibe in diesem Jahrgang.

00:11:10: Mhm.

00:11:11: Da waren auch ein paar Freaks dabei.

00:11:12: also da war ich nicht die Einzige, die jetzt gesagt hat oh keine Ahnung ob ich das weitermache.

00:11:17: Also da war schon glaube ich so ein bisschen mehr irgendwie so eine Freakness, ja.

00:11:23: Ja gut, Berlin Anfang der neunziger Jahre ist ja auch wirklich... Ja genau,

00:11:25: kurz nach der Wende also wir haben drei Neunzig angefangen da haben wir ja wir haben nachts halt gefeiert und tagsüber gelernt.

00:11:36: Okay, also Medizin und dann jahrelang studiert.

00:11:42: Weißt du noch irgendwie, was deine Eltern gesagt haben?

00:11:44: Die

00:11:45: waren irgendwie ganz entspannt.

00:11:47: Ich muss auch sagen, dass mich das eigentlich heute im Nachhinein sehr gewundert hat.

00:11:51: Aber die haben jetzt da nicht rebelliert oder nicht gesagt ... Nee, ah, das geht ja gar nicht und so.

00:11:58: Jetzt haben wir so lange für dich bezahlt.

00:12:00: Also ich kann mich erinnern, dass mein Vater immer gesagt hat, du machst das, was für dich passt!

00:12:06: Und er freut sich wenn es mit Medizin zu tun hat.

00:12:08: aber... Das war eigentlich cool

00:12:11: Okay.

00:12:13: Und dann Journalismus, wie kam das?

00:12:15: Oder ist wahrscheinlich auch der relativ unklare Weg oder ist ja nicht so... Also wenn du aus dem Schirm rauskommst, dann nimmst du eine Art Stelle an.

00:12:21: aber Medizinjournalismus oder vielleicht hab ich kein Bild, aber... Doch!

00:12:26: Das ist schon richtig.

00:12:27: also Wenn ich jetzt diesen Weg weitergegangen wäre Der wäre natürlich viel vorgezeichneter und deswegen auch ein bisschen einfacher gewesen.

00:12:39: Aber ich ... Ihr hattet beide Kinder schon bekommen in der Zeit, oder?

00:12:43: Franz war grade ... Wir hatten dann beide Kinder ... Moritz war sozusagen im Studium, das war auch das erste Baby im Jahrgang.

00:12:53: Den haben wir dann immer mitgeschleppt und so.

00:12:55: Es war irgendwie auch total toll!

00:12:58: Und Franz hab ich dann ... Genau, da war das grade entschieden.

00:13:06: Dass ich sozusagen ausschere und ich hab mit Franz ... Also, ich war mit Franz Schwanger und da habe ich dann sozusagen meine ersten Praktika gemacht bei den verschiedenen Zeitungen und hab auch einen Volontariat gemacht bei Erzone Grenzen also jetzt auf inner PR aber trotzdem in diesem Feld.

00:13:26: Und ja, da war Franz dann auch schon da.

00:13:29: Ich meine, auch das redet man so lapidar drüber.

00:13:31: aber ich glaube wenn jetzt heute Menschen zuhören und sagen okay, ich ändere grad meinen Studienweg, hab zwei ganz kleine Kinder.

00:13:38: Gab's da Existenzängste bei euch?

00:13:40: Oder irgendwie im Sinne von ... Genau also dass ihr dir gedacht habt oh jetzt gehen wir genau den sicheren Weg weil wir gerade hier zwei kleine Kids haben und irgendwie ein bisschen...

00:13:52: Nee, das hatte ich nicht.

00:13:53: Also das hatten wir auch zusammen nicht.

00:13:55: Also ehrlich gesagt ja, also wundere ich mich heute auch.

00:13:59: Weil ich glaube mein heutiges Ich wäre da wahrscheinlich auch noch ein bisschen weitblickender vielleicht gewesen.

00:14:07: Also ich wollte wirklich das finden was zu mir passt und was mich erfüllt Und da kommen wir vielleicht noch zu späterer Zeitpunkt drauf.

00:14:17: Da hat mich schon immer meinen Gefühl und meinen Bauchgefühl irgendwie geführt und ich habe mich darauf auch ein bisschen verlassen.

00:14:24: Ja, genau.

00:14:25: Sag mal, weil ich glaube viele sagen dann nämlich sie wie deine Ärztin die die tolle Karriere macht von der du gerade gesprochen hast.

00:14:32: Die ja eigentlich viel jetzt auf den Kopf gehört und plötzlich sagt er Bauch dass ich bin hier nicht richtig.

00:14:38: Genau so wie guckst denn da drauf?

00:14:39: Wie hört man Bauchgefühl-Thema?

00:14:43: Also man kann ja sehr gut verdrängen auch viel über lange und viele Jahre

00:14:49: Klar.

00:14:49: Genau, wie hast du's damals?

00:14:51: Ja

00:14:51: also ich muss sagen als es um diese Themen ging da habe ich das irgendwie ... Das war sehr stark dass ich da den Willen hatte wirklich dahin zu kommen wo ich gut, wo ich meinen Platz finde und da hätte das gar nicht so viel gebracht zu verdrängen.

00:15:08: weil das war eh da das Thema und von daher bin ich dem nachgegangen.

00:15:14: natürlich hab ich auch schon was gesucht womit ich Geld verdienen werde und womit auch zwar mir immer wichtig, dass ich alleine klarkommen könnte.

00:15:24: Auch wenn ich das natürlich ... Das war jetzt nicht der Plan, aber es war mein Anspruch, ne?

00:15:29: Dass ich als Frau eben da mit meinen Kindern allein klarkomme.

00:15:33: Und dann, und das ist vielleicht auch interessant muss man sagen natürlich habe ich immer Glück gehabt.

00:15:37: Ich hab ganz viel Glück gehabt in meinem Leben.

00:15:42: Das da freu' ich mich natürlich.

00:15:44: Was was ich heute gelernt habe, es gibt aber auch Menschen die... Da gibts ja im Englischen richtig diesen Begriff Serendipity also Die Fähigkeit auch Glück zuzulassen dass Tatsächlich, dass ich das vielleicht ein bisschen habe.

00:16:01: Also ... Man hat Glück oder nicht?

00:16:04: Glaub ich, stimmt nicht!

00:16:06: Du musst auch ein bisschen... Ja du brauchst eine gewisse Offenheit und auch vielleicht so einen Vertrauen in dich selbst damit das Glück zu dir kommen kann.

00:16:16: Also das hab ich in meinem eigenen Leben erfahren.

00:16:19: Erfahre jetzt wieder ganz viel In dieser Lebensphase, in der ich jetzt grad bin Und es haben wir ja mit unseren Kindern erfahren.

00:16:25: tatsächlich

00:16:27: Ich hab als ich meine Frau kennengelernt, das ist auch schon neunzehn Jahre her.

00:16:32: Da hat sie zu mir gesagt du machst so viele Pläne und da habe ich gesagt wieso?

00:16:36: Sie sagt ja wenn du so viel Plänen machst dann hast du schon alles verplant und hast gar keine Zeit für die... ...für das Glück was auf dich zukommt.

00:16:45: ganz lustig.

00:16:48: Ja.

00:16:48: Und genau also immer nur vermeintlich.

00:16:51: Genau

00:16:52: diesen Raum zu lassen für etwas was Kommt, von dem wir es noch nicht wissen.

00:16:56: Ich

00:16:56: war darauf bezogen eigentlich, dass ich damals als ich sie kennlernte ganz andere Pläne hatte.

00:17:01: Ah, okay!

00:17:02: Er hat alles umgeworfen?

00:17:03: Genau, sie hat alles ungeworft.

00:17:04: Super!

00:17:05: Also zumindest heute und neunzehn Jahre später sehr dankbar für diese Serendippity, das habe ich dann zugelassen.

00:17:13: Und ja du hast eben schon gesagt, bis heute so ... um dich aber noch mal ein bisschen mehr kennenzulernen.

00:17:19: Du hast für ihn gesagt, es gab Sachen bei deinem Vater mit Medizin die haben dir gefallen und haben dir nicht gefallen?

00:17:23: Was waren so das was du auf jeden Fall anders machen wolltest?

00:17:28: Ich wollte auf jeden fall nicht in so eine Praxis.

00:17:30: also er hatte so ne Praxis mit einem Kollegen zusammen und ich glaube für ihn war das super und das war ja auch so.

00:17:35: achtziger Jahre hat das auch, glaube ich sehr gut funktioniert alles.

00:17:39: Da war das noch richtig ... Also ja, das waren die goldenen Zeiten sozusagen und da hatte ich überhaupt keinen Bock drauf.

00:17:47: So eine Praxis, wo man dann so ... Ja, das ist wie ein kleines Wirtschaftsunternehmen.

00:17:52: Und wo man aber ganz viel natürlich ... Das war mir irgendwie alles zu kleinteilig.

00:17:59: also immer schon so... glaube ich, wenn ich was mache dann ist das immer so dass sich auch dieses big picture also da habe ich so konzepte immer so etwas größeren.

00:18:11: Das war mir zu... Also das war mir auch ein bisschen zu ...das war so voraussehbar und hast du diese praxis?

00:18:18: Und dann machst du das jeden tag und dann machst du das über jahre und so.

00:18:22: ja das waren wir irgendwie nix so.

00:18:26: Also das hat ja wieder, ich will nicht sagen.

00:18:27: Das hat nicht so viel Oberigkeit aber sozusagen Oberigkeit und Systeme und irgendwie wenn man dich verfolgt dann hat man das Gefühl Ja.

00:18:34: So jetzt aber kommen Moritz und Franz und können irgendwie, ich glaube Moritz ist auch ganz gut Fußball Aber jetzt machen die plötzlich Sport.

00:18:42: Und egal in welchen Sporte reingehst du kommst ja sofort Wenn Du ein bisschen besser bist Obrigkeiten, weil da sind irgendwelche Trainer und Funktionäre die alle sagen.

00:18:51: Und Verbands- und Vereinsmeierer, die sozusagen sagen so läuft's.

00:18:56: Und auch irgendwie... Also, Obrigkeit aber auch krasse Systeme das gesagt wird dann und dann des Trainingen.

00:19:01: Dann und dann und eigentlich ist ja Sport und auch vor allem Leistungssport.

00:19:04: Aber viel was du machst super viel auf Wiederholungen getrimmt sozusagen.

00:19:12: Wie war das am Anfang für dich?

00:19:14: Machen wir mal Fußball, weil das ist ja ... War Moritz auch ganz gut.

00:19:20: Genau, beide haben sehr gern Fußball gespielt.

00:19:25: Franz auch schon wirklich alt.

00:19:26: Da konnte er gerade laufen und Moritz hat dann mit Fußball im Verein angefangen.

00:19:34: Und ich muss gestehen, dass das gewöhnungsbedürftig war für mich Und zwar nicht jetzt, also ja auch das ich jedes Wochenende dann da irgendwie auf so einen Platz gegangen bin und ihn da angefeuert habe oder ihn begleitet habe.

00:19:50: Auf jeden Fall ... Also dass wir das in der Regelmäßigkeit gemacht haben.

00:19:54: klar, da musste ich mich erst mal dran gewöhnen.

00:19:55: aber womit ich noch mehr gestruggelt habe war ein bisschen das Umfeld also dass sich diesen Kinderfußball Ich fand das wahnsinnig rau.

00:20:04: Jetzt oft war das Wetter auch rau, aber die Stimmung und dieses ... Also der Setting war ... Erinnert halt auch, das hab ich im Buch geschrieben, dass das auch ein rauer Ton war.

00:20:16: Und dass die Trainer ganz schön mit den Kindern rumgeschrien haben.

00:20:20: Klar, man muss sie ja auf dem Feld erreichen.

00:20:22: Aber es hat mir irgendwie ... hab, musste ich mich erst dran gewöhnen.

00:20:27: Und auch die anderen Eltern ehrlich gesagt ... Da war ich jetzt nicht sofort zu Hause.

00:20:32: Weil als junge Journalistin hatte ich dann immer so meine Themen noch und war mit vielen Sachen im Kopf beschäftigt.

00:20:39: Ich habe dann auch meine Zeitung mitgebracht, weil ich die Zeit zum Lesen nutzen wollte.

00:20:44: Und hab schon mal einen Spruch gekriegt dafür.

00:20:46: Weil

00:20:46: du halt nicht zuguckst?

00:20:49: Oder weil ich vielleicht ... Also weiß ich nicht... Ich will das jetzt nicht irgendwie zu stark bewerten, aber ich hab da irgendwie nicht so richtig reingepasst.

00:21:00: So war jedenfalls mein Gefühl und ...

00:21:03: Und warum hast du es gemacht?

00:21:04: Weil Axel war ja auch Nationaltorwart in der freien Handball, glaub ich.

00:21:08: Genau!

00:21:09: Und er Jugend zumindest und hatte eigentlich dieses Leistungssport-Ding.

00:21:12: Das heißt, man müsste bei ihm eigentlich, ich sag mal Leistungssport, der DR stell ich mir genauso voraus Systemen...

00:21:18: Ja.

00:21:19: Das war würde ich sagen auch wieder so special Und das war auch ein bisschen unser Glück, dass wir sozusagen wirklich diese beiden Pole besetzt haben.

00:21:28: Also ich hab in meiner Kindheit viel Sport gemacht aber immer Einzelsport also Schwimmen und Tennis.

00:21:36: Aber jetzt habe mich immer verwehrt gegen ... Da sind wir wieder beim Thema Ubrigkeit Kader oder so, obwohl die mich da immer ... Ich war schon immer an der ... Die wollten mich da auch immer haben, aber ich hab da keinen Bock drauf gehabt.

00:21:48: Ich bin nie in dieser kompetitive ... Krasse Schiene gegangen.

00:21:52: Und er kam genau, aus dem Osthandball.

00:21:55: Warum hast du

00:21:56: dich da verweigert?

00:21:57: Ich glaube ich hatte auch ein bisschen Angst ... Da war irgendwie ein Störgefühl und ich hab mich da verwährt.

00:22:06: Das habe ich jetzt schon durch die Recherche für das Buch erst so realisiert.

00:22:11: Ich hätte auch jemanden gebraucht, der immer mit mir gegangen wäre.

00:22:15: Also ich hätte vielleicht einen Vater oder eine Mutter gebrauchte die ganze Zeit da am Spielfeldrampen stehen.

00:22:22: Das war halt bei meinen Eltern nicht so, weil ich glaube das war einfach auch zu der Zeit nicht so.

00:22:27: Also da waren die Eltern mit den Kindern nicht ständig beim Training also jedenfalls ... Ich würde es gar nicht jetzt meine Eltern vorwerfen, sondern ich glaub ... Die Kinder haben ihr Zeug gemacht, die Eltern haben ihr's gemacht und deswegen, ich glaube, ich war ein bisschen ... Schei oder, also habt ihr mich da nicht so getraut?

00:22:46: Aber Axel hat's ja gemacht.

00:22:48: Absolut!

00:22:49: Hat er es gemacht und deswegen war das dann irgendwie ... Und der hat aber... Genau, der ist auf die Sportschule gegangen.

00:22:56: Der bis zu seinem siebzehnten Lebensjahr, also bis die Mauer fiel, hat der Leistungssport und war auch Jugend-Nationaltorwart.

00:23:04: Also der Sport hat seine Jugend geprägt und seine Kindheit.

00:23:07: Dann als die Erwände kamen, hat er eben selbst entschieden, so jetzt gehe ich raus.

00:23:14: Und da war zum Beispiel seinen Umfeld überhaupt nicht begeistert, weil das war ja der erste Moment wo er auch hätte Geld verdienen können.

00:23:22: Auch im Vereinten Deutschland.

00:23:23: und da hat er gesagt so jetzt stopp!

00:23:25: Ich will jetzt...

00:23:25: Ach so, es war nicht so dass irgendwann nicht mehr gereicht hatten?

00:23:27: Nein, im

00:23:28: Gegenteil.

00:23:29: Er hatte dann hier mit Kretsche glaube ich die wie heißt denn noch mit Stefan?

00:23:35: Genau, mit dem hat er zusammenspielt.

00:23:38: Ja,

00:23:39: genau.

00:23:39: Der hat mit dem zusammen gespielt und ich glaube da ging's auch um Markterburg.

00:23:42: Ich weiß es nicht genau aber er hat gesagt ne, mach' ich nicht.

00:23:45: Ähm ... Genau!

00:23:47: Und dann

00:23:47: haben wir uns... Er ist getroffen krass.

00:23:49: Das ist doch eigentlich so wie wenn Moos oder Franz gesagt hätte ne, mache ich nicht was?

00:23:53: Warum hat Axel das?

00:23:55: Weil er eben dann alles anders war und dann kam die Wende und dann waren natürlich auch ...ich meine der war siebzehn, das ist ja irgendwie ein toller Moment wenn dann dir die Welt plötzlich offen steht.

00:24:08: Der hatte genauso wie ich irgendwie auch so ein Thema mit ... Obrigkeiten.

00:24:13: Hättet

00:24:13: ihr das jemals bereut?

00:24:15: Also, Stefan Kretsch mal da auch einen Thema mit Obrigten auf jeden Fall und hat's gemacht!

00:24:19: Ja,

00:24:20: ja, nee.

00:24:20: also Gott sei Dank gibt es dann auch noch ein paar weitere Unterschiede.

00:24:23: aber...

00:24:23: Ja,ja.

00:24:25: Nee, also ich glaube der hat einfach diesen Drang gehabt, dass selber zu entscheiden wo sein Leben hingehen soll ... beirren lassen und hat das, glaub ich nie bereut.

00:24:40: Nee!

00:24:41: Und das wollte ich jetzt noch mal kurz erzählen... Das war ja unsere Situation.

00:24:45: so sind wir sozusagen zusammengekommen und dann auch Eltern geworden und deswegen haben wir aus unterschiedlichsten Gründen nicht diesen unbedingten Drang gehabt bei Moritz.

00:24:57: Das war der erste der in die Richtung ging.

00:24:59: du musst jetzt das so toll machen.

00:25:01: also weil Axel hatte es für sich schon Er hatte den Sport schon, er hatte alles einmal durch.

00:25:06: Der war auch erfolgreich ... Da musste jetzt nicht seinem Sohn irgendwie seine nicht abgeschlossene Karriere überhelfen?

00:25:13: Genau der ging zu vielen anderen Eltern, die ihrem Traum im Sohn leben oder in einer Tochter.

00:25:19: Und ich kam sowieso von der anderen Richtung.

00:25:21: Ich war immer so drauf, muss ich auch gestehen!

00:25:24: Ich hab immer selbst Sport gemacht aber ich hatte schon auch so ... Ich hatte auch Vorurteile, ja, immer dasselbe und ... Mir war auch super wichtig, dass meine Kinder die Welt sehen und das sie sprachen lernen.

00:25:36: Und dass sie erfahren, dass es eben nicht nur eine Halle gibt sondern auch andere Kulturen gibt.

00:25:42: Dass es Menschen gibt, die völlig andere Sachen essen usw.

00:25:46: Also dass sie lesen, dass sie mal ins Theater gehen.

00:25:51: Ich wollte dieses ganze Bandbreite ... Und deswegen haben wir uns so getroffen und hatten ... Unser Ziel war, dass die Kinder sich natürlich immer bewegen.

00:26:01: Weil sie waren auch total bewegungsstark und da gab es einen Riesendrang.

00:26:06: Aber wir wollten jetzt nicht in die NBA oder so?

00:26:10: Ja was war denn der... Also wenn ich mir die Phase angucke Ich glaube die Phase wo die Jungs, wo du eben berichtet hast von Fußball und jetzt spielt ein bisschen Basketball Ganz gut dabei, die müssen ein gewisses Talent schon mal damals gehabt haben.

00:26:27: Die ist ja eigentlich relativ easy, weil man freut sich, die gehen da darin auf und ... Also, easy ist vielleicht das falsche Wort aber es ist vielleicht klarer, man lässt sie spielen so.

00:26:36: Heute würde ich auch sagen, es ist ja wahrscheinlich irgendwie klar, es gibt viele Downsides an NBA-und Verletzungen.

00:26:43: Und mein Moritz war auch grad ziemlich krass verletzt ne?

00:26:47: Aber trotzdem ist es ja irgendwie klar.

00:26:49: Die schwierige Phase is' ja eigentlich die Phase Wo diese Zwischenphase, wo die schon irgendwie super gut sind.

00:26:57: Aber eigentlich noch total normales Leben haben.

00:27:01: Wie waren diese Phase?

00:27:03: Wo genau diese Konflikte auftauchen so... Also heute ist es gewisserweise einfach zu entscheiden für die beiden sie trainieren jetzt nochmal weil das ihre Job isst.

00:27:10: Ja, genau.

00:27:11: Das ist wahrscheinlich trotzdem schwieriger als man sich das vorstellt aber es ist einfacher und klarer.

00:27:16: Und wo sie nur jugendlich waren auch, aber diese Zwischenphase.

00:27:19: Wo ihr gemerkt habt ... Ich sag mal, wo ihr als Eltern in der Konflikt seid so ...

00:27:25: Wie machen

00:27:25: wir jetzt das?

00:27:26: Das interessiert mich eigentlich.

00:27:27: Es gibt einen Moment an den du dich zurückerinnerst oder eine Zeit vielleicht auch

00:27:31: ... Mehrere!

00:27:32: Also es ging los mit der Situation, dass es dann wegen Fußball und Basketball gleichzeitig gab.

00:27:38: Und er auch in beiden Sachen Spaß hatte und gut war.

00:27:43: Übrigens auch nebenbei noch Schellow spielen musste.

00:27:44: Ja, das waren wir dann als erstes mal irgendwann abgelegt

00:27:51: haben?

00:27:53: Genau, also zehn ... Nee, warte mal!

00:27:57: Er hat sich mit acht ... Hat er mit Basketball angefangen und dann noch eine Zeit lang parallel.

00:28:09: Ich würd sagen, er war so neun, zehn, Das erste Mal so.

00:28:13: ein Thema gab mit, es ist zu viel.

00:28:15: Sein

00:28:16: Schello war losgeworden noch?

00:28:17: Ja genau!

00:28:18: Also Schello ist dann bald los geworden.

00:28:20: Gott sei Dank für ihn und die Woche hat nur sieben Tage.

00:28:25: wir müssen uns auch für einen Sport entscheiden oder du Moritz Du musst dich entscheiden für einen sport.

00:28:32: Und das hat dann noch ein halbes Jahr gedauert so weil ja einfach auch die Trainingszeiten da ist ja nicht genug Zeit.

00:28:38: Und dann hat er sich für Barzgeber entschieden?

00:28:40: Ja, tatsächlich

00:28:40: schon saufrüh, ne.

00:28:41: In dem Alter zehn ist ja ...

00:28:43: Genau, zehn, elf vielleicht.

00:28:45: Ehrlich gesagt war es jetzt gar nicht mehr ganz genau wie alt er war aber ich glaube das war früh.

00:28:50: Das war so zehn, ja.

00:28:54: Da gab's halt schon ... Oder noch,

00:28:55: vielleicht sogar noch eher mit neuen schon.

00:28:58: also... diese Entscheidung zwischen Fußball und Basketball, die musste relativ schnell passieren.

00:29:03: Weil er es in beiden dann mit den Trainingszeiten nicht mehr hingehauen hat.

00:29:07: Ich würde sagen das war so mit neun irgendwie.

00:29:09: Und dann musste er sich entscheiden und hat das dann auch gemacht für Basketball?

00:29:15: Dann hat der erst mal gespielt!

00:29:16: Das war dann schön... Hast du

00:29:18: jetzt erstmal wieder durchatmen lassen dass ihr nicht mehr Konflikte hattet?

00:29:22: Fußball, weil ...

00:29:23: Genau.

00:29:23: Das war dann erst mal so ein bisschen ... Dann konnten wir uns auf den Basketball konzentrieren.

00:29:27: Dann kam aber natürlich ganz schnell auch die Situation, dass er im Kader war.

00:29:33: Also dann hast du den Verein und das Kader-Training.

00:29:37: Und dann war er ja noch auf so einer krassen Schule.

00:29:40: Also schuleisch war das auch sehr anstrengend.

00:29:42: Was heißt krasse Schule?

00:29:43: Na ja, er war ... Er war auf dem Rosa Luxemburg-Kymnasium.

00:29:47: Das ist in Pankow schon eine ... Die Schule, die sehr ... sehr einen hohen Anspruch an die Schüler und Schülerin stellte.

00:29:59: Und immer noch stellt.

00:30:02: Das war ehrlich gesagt auch mein Verdienst, dass er da hingegangen ist.

00:30:06: Aber wir wollten halt eine Schule in der er auch irgendwie ... Ja, Berlin ist ja jetzt nicht so easy, ne?

00:30:13: Wir wollten eine Schule wo er zu Hause ist, wo er sich heimisch fühlt.

00:30:17: Wo er mit anderen Kindern andaukt und was Sicheres hat.

00:30:22: Und was ich ganz cool fand, dass das eben eine Schule war.

00:30:26: Die haben außergewöhnliche Kinder genommen die in irgendetwas außergewönlich gut waren und bei ihm war das ja zum Beispiel damals schon der Sport und so haben die sozusagen die Schüler zusammengesetzt.

00:30:36: also das waren jetzt nicht nur alles irgendwelche Mathefreaks sondern er konnte halt unheimlich gut im Sport.

00:30:43: es gab Sängerin, es gab natürlich Begabte in Naturwissenschaften.

00:30:50: Es gab Sprachbegabten.

00:30:51: also die haben so eine Auswahl an Kindern getroffen sich für irgendwas, die was für etwas gebrannt haben und das hat uns angesprochen.

00:31:01: Natürlich war das dann halt viel viel Arbeit für ihn

00:31:04: Weil die mussten trotzdem natürlich, er hat ja nicht nur nicht die ganze Zeit Sport gemacht wie jetzt an der Sportschule sondern er musste dann akademisch liefern.

00:31:11: Absolut!

00:31:11: Die haben sogar zusammen eine Klasse übersprungen weil sie alle so schnell waren.

00:31:17: das war auch das Programm.

00:31:19: also dass die sozusagen in einem Jahr den doppelten Stoff durchgenommen haben weil die halt alle sehr alert waren sag ich mal und das war natürlich schon sehr anstrengend für ihn

00:31:33: Habt ihr manchmal gedacht, okay, bis zu viel?

00:31:35: Ja.

00:31:36: Muss ich auch heute ... Herumverzeihung ein bisschen für Schello und ... Aber ja, so war das halt, ne?

00:31:43: Also wir haben versucht... Und da haben wir auch genau ... Kommen wir vielleicht noch drauf.

00:31:51: Wie kann man so lange wie möglich sicherstellen, dass das Kind eine normale Kindheit hat?

00:31:56: Das war uns irgendwie wichtig.

00:31:57: Dass sie nicht ... ... sind, sondern dass sie auch wirklich andere Sprachen lernen.

00:32:05: Was anderes mitkriegen und das sie dann aus dieser Breite an Erfahrungen die Sie machen... Dann entscheiden können ist der Sport das richtige oder möchte ich vielleicht doch lieber was anderes machen?

00:32:14: Und es haben wir so lange wie möglich aufrechterhalten und deswegen haben wir sie ja nicht an die Sportschule gegeben.

00:32:19: Das natürlich jetzt viele Trainer nicht gerne gehört haben.

00:32:25: Der große Unterschied zur Sportschuhle war da schon mehr Zeit noch für

00:32:28: an der Sportschule liegt der Fokus auf Sport.

00:32:37: Natürlich müssen die auch ihre Inhalte alle machen, aber das war schon ein anderes Niveau.

00:32:44: Dann geht es Sport vorne?

00:32:46: Absolut!

00:32:48: Die sollten mehr Zeit für Trainingseinheiten haben.

00:32:52: und Also, wir waren ja dann nicht an der Sportschule und ich will jetzt auch nicht das bewerten.

00:32:56: Aber mein Eindruck war natürlich schon, dass das Akademische nicht gleich berechtigt ist.

00:33:02: Das kann er gar nicht!

00:33:04: Und das fand ich doof.

00:33:07: Hattet ihr nie einen Moment, dass ihm dann sozusagen zu viel zumutet?

00:33:10: Doch,

00:33:11: wir haben ihm zu viele zumutet.

00:33:13: Es gibt einige Situationen wo er mir auch echt Leid getan hat.

00:33:17: Ich weiß noch eine Situation... Das weiß er natürlich noch besser als ich, aber da ist dann Herr Boß auch nicht gefahren.

00:33:23: Und dann war er ja schnell, weil er gut in Shape war und ist dann den ganzen Schulweg dahingerannt von Brenzlauer Berg nach Pankow damit der nicht zu spät kommt.

00:33:34: Da ging es auch um Disziplin und nicht zu Spät kommen.

00:33:45: Da teilweise schon ganz schön gelitten,

00:33:48: aber

00:33:49: er hat auch eine tolle Klasse gehabt.

00:33:52: Er hat Freunde da bis heute aus seiner Klasse.

00:33:56: also es war schon ein schönes Environment.

00:33:59: Aber so ein bisschen zurückzukommen auf meine ersten Gedanken nach Interview und Buch?

00:34:03: Also es hat mich schon fasziniert dass ihr immer gesagt habt ihr guckt weiter und NBA ist das Ziel, aber trotzdem war bei euch quasi eine ganz schöne Disziplin und Leistung gefragt.

00:34:16: oder

00:34:16: also ich würde ich glaube, ich würde lügen wenn das nicht so ist auf jeden fall war das bei uns ein thema und es wurde auch uns oft vorgeworfen von Freunden, dass wir da irgendwie immer nur auf Disziplin und Leistung gehen.

00:34:31: Und das wieder und dies noch ... Jetzt der Sport und so.

00:34:35: Also ich würd mal so sagen, natürlich gab es ein Thema bei Axel aus seiner Familie oder aus seinem Kindheit heraus bei mir auch, weil ich immer ... Bei uns ging's auch um Leistungen.

00:34:46: Ich hab mich halt oft verwehrt.

00:34:48: Es ist auf jeden Fall so, dass das bei uns ... dass es einen hohen Leistungsdruck gibt.

00:34:52: Aber wie, was antwortest du heute auf die Frage?

00:34:56: Wenn jetzt die Beate mit Anfang dreißig mit zwei Kindern da noch mal steht und dich nochmal fragen würde ... Ja.

00:35:03: Was würdest du sozusagen sagen?

00:35:06: Würdest du sagen ging nicht anders.

00:35:07: oder würdest Du sagen also gerade auf diese Zwischen man will ja quasi auch das Potenzial der Kinder fördern und gleichzeitig will man aber auch nicht so Larry Fari Genau.

00:35:18: Das war immer dieses

00:35:20: Spannungsfeld, das

00:35:20: war immer das Spannungsheld und ich glaube wir haben es einfach auch immer bespielt und das war gar nicht schlecht.

00:35:26: also wir haben nicht die Entscheidung für einen Weg getroffen sondern wir haben das offen gehalten ja und ich denke dass war am ende vielleicht auch sogar gut und hat auch und das hat moritz oder franz ich weiß nicht wer auch mal im interview gesagt dass sie selber diesen druck nie gespürt haben, diesen Leistungsdruck.

00:35:46: Sondern ich glaube was wir dann in dem Prozess mit den Kindern gelernt haben ist neben natürlich im Kontakt bleiben können wir vielleicht auch nochmal gerade drüber sprechen aber vor allen Dingen auch immer gucken is das für das Kind das Richtige und ihm auch die Entscheidungen also ihm natürlich alles zu unterstützen dass er eine gute informierte Entscheidung treffen kann musste, hat er getroffen.

00:36:14: Also sowohl für den Sport, der ihn ja gemacht hat als auch für diesen Weg, den er dann gegangen ist und wir haben ihn aber dabei unterstützt.

00:36:21: so so so eng es ging und so gut wie es konnten.

00:36:24: Und ich glaube diese Mischung war ganz ganz gut.

00:36:27: also Wir haben nicht gesagt du machst jetzt Basketball weil Du bist sowieso schon immer so groß und das ist jetzt dein sport hätte man Ja auch denken können oder Auch später.

00:36:40: Also wir haben je je professioneller der Weg wurde, ja dann sowieso.

00:36:45: Aber wir haben glaube ich da ein ganz gutes Gleichgewicht gefunden zwischen ... Ja also wenn du weiter in diesem Team spielen willst, dann müssen wir halt morgens jetzt aufstehen aber wenn du das nicht willst dann eben auch nicht.

00:37:00: und das muss sich vielleicht noch kurz erwähnen.

00:37:04: Ich hab da auch ne Lernkurve hingelegt, weil ich war am Anfang auch sehr störrisch.

00:37:08: Also ich hab zum Beispiel zum Thema Routinen und Trainingslager usw.

00:37:13: Da habe ich ja mich sehr lange bis zum Schluss eigentlich immer durchgesetzt, wenn es um Urlaube ging.

00:37:18: Da hab ich die Kinder oft

00:37:19: rausgenommen

00:37:21: und hab gesagt wir fahren jetzt aber ins Skiurlaub.

00:37:23: Obwohl Ski-Urlaub wurde dann irgendwann verboten, weil's zu risikoreich ist, aber wir sind immer in Urlaub gefahren.

00:37:30: Was war der Moment?

00:37:31: Zu diesem Thema ... Wie weit pushen wir jetzt, wie weit lassen wir die?

00:37:35: Wo vielleicht auch bei Axel und dir quasi mal, wo es mal richtig gebrannt hat in Anführungsstrichen zwischen euch.

00:37:40: Weil du hast ja schon von zwei Punkten gesprochen.

00:37:43: Gab's dann irgendwie so eine Phase, wo du gedacht hast, oh Mist, auch wir als Eltern verlieren uns jetzt vielleicht oder ...

00:37:48: Also wir waren auf jeden Fall sehr damit beschäftigt.

00:37:53: Und wir haben uns auch gestritten.

00:37:56: Ich glaube so in den frühen Jahren Da waren wir aber irgendwie ganz gut so, on the same page wie wir das jetzt machen.

00:38:04: Also wir haben uns abgewechselt und wir sind eigentlich auch oft zusammen zu den Turnieren mitgefahren und haben das dann immer verbunden mit irgendwelchen schönen anderen Sachen.

00:38:13: also nachher ging es ja dann auch in tolle Städte, da waren wir irgendwie in Madrid und dann waren wir in verschiedensten europäischen

00:38:20: Städten Ja ich bin eher gedanklich bei denen Sonntags morgens um acht in schöne Weide

00:38:27: Standstopp.

00:38:29: Die haben wir natürlich auch mitgenommen und da haben wir uns abgewechselt oder sind auch einfach, weil bei uns das auch Spaß gemacht hat als Familie zusammen hingefahren.

00:38:38: Da gab es glaube ich nicht so viel Distance.

00:38:41: aber also ich erinnere einen Moment, da haben ja uns sehr gestritten und zwar war das schon sehr viel später und zwar kurz vor dem Draft wo Moros in die NBA eintreten sollte.

00:38:56: Da war ich mit Franz auf einem Top-One Hundred Camp in West Virginia, also da waren sozusagen die Top-Hundert Talente aus der ganzen Welt eingeladen unter anderem Franz Und da bin ich mitgeflogen.

00:39:12: Da haben wir sozusagen dann auch so, also Franz hat natürlich einen Tournament gehabt und ein Turnier gespielt aber wir hatten auch so Workshops.

00:39:20: Also er hatte Workshop.

00:39:21: wie ist ein Leben als NBA-Spieler?

00:39:24: Weil das waren ja alles Kinder die ...

00:39:26: Potenziell reinkommen.

00:39:27: Potenzielle

00:39:27: NBA Spieler werden wollten.

00:39:30: Wie ist es mit Geld?

00:39:32: Wie ist's mit Girls?

00:39:36: Drogen, also da gab's so Workshops.

00:39:40: Und dann waren ja auch von den anderen Kindern die Eltern dabei und wir hatten eben auch Workshop.

00:39:46: Also auf der einen Seite noch inspiriert, aber auf der anderen Seite auch so verunsichert.

00:39:50: Weil ich gemerkt habe... Wir waren nur fünf europäische Spieler und ich war jetzt eine von den europäischen Müttern Und ich hab so gemerkt Ich bin hier am wenigsten informiert!

00:40:02: Ich hatte überhaupt keine Ahnung Die Anderen waren ja alle schon... Ich wusste noch viel zu wenig in meinem Erleben Und ich war aber die einzige, wo ganz akut anstand, dass das Kind, dieses andere Kind gleich in der NBA landen würde.

00:40:16: Also Moritz war ja ... Das waren wirklich drei Wochen vorher, ne?

00:40:20: Ach, ja!

00:40:21: Du bist eigentlich eher mit der Moritzbrille da gewesen.

00:40:23: Ich hatte beide Brille.

00:40:24: Auf der einen Seite war ich völlig überfordert, was mich alles für Inhalte ... Was ich da alles gelernt habe und auf der anderen Seite war echt diejenige, wo klar war ist wenn ich irgendwas schiefgeht dann bin ich jetzt als erstes von uns allen hier die NBA-Mutter so.

00:40:40: Und das war ein Spannungsfeld was mich halt total unter Druck gesetzt hat.

00:40:43: und dann hab' ich natürlich mit Axel telefoniert und dann glaub' ich diesen Druck auch total oder nicht glaube ich sondern weiß es auf ihn weitergegeben.

00:40:51: Er hat gesagt, wir müssen uns kümmern und überlegen.

00:40:54: Wie soll das weitergehen?

00:40:56: Wir müssen in die USA ziehen ... Und Axel in Berlin ... Wir müssen ja nicht!

00:41:03: Also so, ne?

00:41:05: Das war natürlich unmöglich.

00:41:07: Da haben wir uns gestritten.

00:41:09: Aber ich kann es heute verstehen.

00:41:13: Der hatte einfach nur diesen Druck von mir abbekommen.

00:41:17: Er sagte erst mal, wir müssten gar nichts.

00:41:20: So wie wir es immer gemacht haben in unserem Tempo und mit dem, was wir wollen.

00:41:25: Und das war natürlich dann Streit weil ich mich ja da überhaupt nicht aufgefangen gefühlt habe.

00:41:35: Aber im Grunde hat er natürlich auch total recht gehabt.

00:41:37: aber Ja Das sind diese beiden Pole wo man dann immer wieder

00:41:42: sich trifft sehr interessant dass das auch an dieser Situation passiert Weil das ist ja eben, wenn man dann in diese Umfelder kommt und das ist nicht nur im NBA Top-Hundred Camp.

00:41:53: Sondern es ist ja genauso plötzlich im sonstigen Kader um die Ecke und das fängt für viele Kinder und Jugendliche an.

00:42:00: Die kommen einfach in die Kreisauswahl in Anführungen strichen.

00:42:04: Und dann lässt man sich so ein bisschen verrückt machen auch.

00:42:08: Also quasi wie mit den Nachbarn wo man immer sieht, der macht das jetzt okay also muss ich das auch machen.

00:42:16: Und Axel war ein bisschen distanzierter davon, weil er gar nicht da war vielleicht auch.

00:42:20: Ja, Axl war... Also sagen wir mal so ich glaube spielt auch wieder viel rein dass wir natürlich auch da unheimlich Glück hatten.

00:42:30: also zum Beispiel Thema Urlaube das hätten sich auch viele andere Familien tatsächlich nicht erlauben können aber unsere Kinder waren beide eben so gut Sie dann trotzdem wieder mitfahren durften oder?

00:42:43: Und da muss ich natürlich sagen, Mir egal gemacht und natürlich kann man sich da ein Vogel zeigen, so wie der fährt nicht zu diesem Turnier mit.

00:42:52: Das ist eine ganz große Ehre dass der Vereine eingeladen ist und du nimmst dein Kind daraus.

00:42:58: also das war natürlich... Da gab es viele die gesagt haben, die hat sie ja wohl nicht mehr alle.

00:43:02: Und dann muss ich sagen im Rückblick habe ich natürlich auch ganz... Also ich hab ganz viel Glück gehabt, dass es trotzdem für meine Kinder geklappt hat.

00:43:10: Würdest

00:43:10: Du sagen ihr seid fast Verhinderer?

00:43:12: Ich war bis sicher halt...

00:43:14: Karrierenverhindernenzeitler

00:43:16: Also, ich hab da mir schon Mühe gegeben.

00:43:19: Das war das Erste, was du gesagt hast?

00:43:21: Das

00:43:21: war der erste und das zweite war ... dass wir natürlich eine lange Zeit oder anders ... Wir haben uns nicht so verrückt machen lassen, ehrlich gesagt.

00:43:33: Weil es war für uns jetzt kein Thema, dass wir unbedingt wollen... Wir hatten dieses Ziel, dass unser Kind ... In der Bundesliga landen.

00:43:44: muss das unser Ziel in der Euroleague oder in der NBA landen.

00:43:47: Sondern wir haben eigentlich, glaube ich wirklich gelebt ... Der Weg ist das Ziel und irgendwann ging es natürlich dann los!

00:43:54: Okay er will ans College.

00:43:55: wie machen wir das?

00:43:56: Er will in die NBA wow... Dann war's natürlich echt anders.

00:43:59: aber in den Jugendjahren haben wir glaube ich sind wir damit ganz gut gefahren dass wir immer im Prozess versucht haben, das jetzt so zu nehmen wie es gerade ist und uns anzugucken.

00:44:15: Passt das für uns?

00:44:16: Passt es vor allen Dingen aber auch für das Kind?

00:44:18: Das war ja noch viel wichtiger!

00:44:19: Ist er da am richtigen Ort?

00:44:21: Also wenn du dich als Vater von deinem zehnjährigen Sohn fragst, soll der in diesen Kader oder nicht ... Mein Referenzwert war immer erst mal rauszufinden will er

00:44:36: das?!

00:44:36: Wenn er das wirklich will okay dann gehen wir den Weg müssen wir es ihm gut erklären, was das für ihn auch bedeutet.

00:44:42: Aber dann machen wir's!

00:44:44: Und das hat eigentlich sogar ganz gut geklappt, dass wir immer nochmal uns rückversichert haben bei den Kids ist es gut für euch und wollen wir den Weg gehen oder ist es vielleicht noch zu früh?

00:44:56: Oder da haben wir schon darüber gesprochen die Versuchung einfach den Weg zu nehmen, weil er sich jetzt anbietet.

00:45:04: Weil das ist ja dann mit Erfolg verbunden und ... Mensch, mein Kind!

00:45:08: Das macht einen ja auch wahnsinnig stolz und so.

00:45:11: Da gibt's eine große Verführung.

00:45:13: Das gilt aber eigentlich fürs ganze Leben?

00:45:15: Ja.

00:45:16: Die Versuchung jetzt, den Weg zunehmen der sich anbietet zur Oberärztin an der Charité?

00:45:21: Ja, stimmt.

00:45:23: Und dieser Versuchungen oder diese Verführungen die da offensichtlich das und die auch der offensichtlich beste Weg ist hin zu hinterfragen.

00:45:33: Ist es für mich der beste Weg?

00:45:35: Keine Ahnung, aber ich glaube, das haben wir irgendwie immer so gemacht.

00:45:38: Und wenn du die Axelsbiografie anguckst, der hat zwei Fachärzte.

00:45:43: Der hat früher Scheine gesammelt ohne Ende!

00:45:47: Dann ist er auch da rausgegangen.

00:45:50: Der ist Internist und der arbeitet als Psychotherapeut, aber diesen Internisten hätte er eigentlich nicht machen müssen.

00:45:58: Aber er ist dann auch raus gegangen.

00:45:59: Und er ist noch Psychoanalytiker und frag mich... Heute macht er das was er macht?

00:46:06: Auch ganz anders als das angedacht ... wäre.

00:46:11: Ja, ja, du hast jetzt echt viel gesagt.

00:46:13: Du hast gesagt ... Sorry.

00:46:15: Nee, ich finde das super.

00:46:16: Also eine Rückenfrückfrage noch mit diesem... Ich frag die Kinder sozusagen.

00:46:20: Das würden wahrscheinlich auch viele andere Eltern sagen und dann weiß man aber als Kind auch, naja irgendwie weiß ich doch was meine Eltern so ein bisschen wollen?

00:46:29: War dann eure Superpower wenn ich jetzt Moritz und Franz fragen würde schon, weil oftmals, du weißt er hat es ja von deinem Vater gesprochen der war auch ein starker Vater, Man weiß ja irgendwie schon, was die Eltern dann so ein bisschen auch wollen.

00:46:44: Weil das eure Superpower ist eigentlich wirklich ... Ja?

00:46:47: Ich hab's wirklich so gemeint, dass es euch egal war, weil ihr jetzt, wenn man auch eure Biografienia guckt, ihr habt sie für euch auch schon bewiesen.

00:46:56: Also du mit deinem Studium hast was.

00:46:58: Mhm.

00:46:59: Dass ihr es wirklich ernst gemeint habt.

00:47:02: Also sagen wir mal so... Ich würde sagen, was ich ja von der Schule, bei Moritz zum Beispiel erzählt habe, dass er da wirklich viel glaube ich auch teilweise aushalten musste und das hat er natürlich auch gemacht weil er das auch gespürt hat von mir diesen Anspruch.

00:47:23: Das muss ich auf jeden Fall sagen.

00:47:27: Ich hatte gerade vor Kurzem mit Franzengespräch, wo ich das auch wieder ganz klar gespürt habe.

00:47:33: Der wusste immer was wir wollen und natürlich richtet sich ein Kind danach.

00:47:39: Und das war nicht einfach oder gut so.

00:47:44: Weil bei Franz, also es kann ich vielleicht kurz erzählen.

00:47:46: Bei Franz war's dann so, obwohl das für Moritz schwer war, wollte ich ihn trotzdem natürlich auch auf dieses Rosa Luxemburg-Gymnasium haben.

00:47:53: als Franz soweit war und das war aber gerade eine Zeit da durften Geschwisterkinder nicht ... Das war irgendwie ne ... kurze Zeit, in der das ... Also es gab einen Run auf diese Gymnasien.

00:48:08: Und da gab es diese Geschwisterregelung, die war ausgesetzt.

00:48:12: Er konnte nicht als Geschwisterskind auch auf dieses Gymnasium.

00:48:14: Das heißt er musste auf ein anderes Gymnasie und das war natürlich für mich irgendwie ... Das war für ihn ganz schwierig, weil er gemerkt hat.

00:48:23: Oh Mann, Mama will, dass ich da hingehe und jetzt klappt's nicht!

00:48:26: Und dann hat der sich natürlich total scheiße gefühlt also so... Da meinte er wie unnötig ja?

00:48:31: Hat

00:48:31: der gesagt jetzt wie unnatlich das

00:48:32: ist.

00:48:32: Jetzt hat er gerade letzte Woche gesagt, es war so unnödig.

00:48:35: Und das war natürlich mein Fehler, da hab' ich diesen Druck an Ihnen voll weitergegeben.

00:48:41: Das ist alles gut geworden.

00:48:42: Er hatte auch ein ... Also der ist einfach durch die Schulzeit gegangen, weil überhaupt kein Problem aber Die haben diesen Druck von mir gespürt, glaub ich bis heute.

00:48:51: Es war ja auch so ... dass ich natürlich immer durch die Blume vermittelt habe.

00:48:56: Ich fände es schon schön, wenn ihr einen Studienabschluss habt und beide haben keinen.

00:49:01: Ich

00:49:03: hab zwei Studienabbrecher?

00:49:05: Okay!

00:49:07: Heute kann ich jetzt darüber lachen.

00:49:09: Aber es hat lange gedauert, bis sich das auch verstanden habe.

00:49:12: Es gibt Situationen im Leben, da sind andere Sachen wichtiger.

00:49:19: Also bei uns gehörten beide in diese Kategorie, wo dann eben der Sport für sie wichtiger war.

00:49:26: Und dann haben Sie den Abschluss nicht gemacht ist aber jetzt für mich auch gar nicht schlimm weil man kann ihn immer noch wieder machen also jederzeit ankoalitisch.

00:49:37: Was sagen die beiden da heute zu, ist das für sie ein Thema?

00:49:40: Dass Sie jetzt einen College-Abschluss haben oder nicht.

00:49:43: Ach überhaupt nicht!

00:49:44: Also Sie lachen eher über mich... dass ich da so ein Thema mit habe.

00:49:49: Ja wobei auf der anderen Seite da lachen Sie drüber.

00:49:51: aber ich glaube, dass es immer diesen Plan B so ein bisschen gab.

00:49:56: Ist glaube ich also zumindest meine Erfahrung.

00:49:59: Ich hab eigentlich immer so beste Ergebnisse erzielt wenn ich trotzdem wusste ja ich habe so ein bißchen plan b Weil mir das in dem, wo ich mich darauf fokussiere auch eine kleine Lockerheit gegeben hat.

00:50:10: Ja.

00:50:10: Und nicht so ne... Also dass man hier diese ganz krasse Verbissenheit reinkommt.

00:50:14: Das muss jetzt klappen und auch da wieder zurück.

00:50:16: Ich muss mich jetzt irgendeine Obrigkeit unterordnen, sondern ich habe es mir ja aufgeschrieben.

00:50:21: Ich kann's in meinem Tempo machen?

00:50:22: Ja!

00:50:23: Und dieser Weg ist das Ziel.

00:50:26: Und ich finde der Weg is das Ziel neben Just Do It für mich der krasseste Spruch, weil man neigt.

00:50:35: Je erfolgreicher man wird, dann immer das zu vergessen.

00:50:37: Weil quasi sich die Highlights so aneinander rein ... Gab's mal jetzt bei den Jungs, wo du gesagt hast auf dieser krassen NBA-Reise was das ist?

00:50:46: Ich stelle mir vor, das is ja eine krasse Maschine und grade bei der NBA spielt es ja so viel Games pro, dass sie irgendwie gesagt haben, boah!

00:50:53: ... in der Bundesligaspiele.

00:51:00: Also das ist nur

00:51:01: die Regel-Bundesliga,

00:51:02: ne?

00:51:02: Wenn du dann in den Playoffs kommst und weiter, dann bist du über hundert Spiele.

00:51:06: Hundertspieler genau!

00:51:09: Dass man mal das Gefühl hat, dass kann man gar nicht mehr, man kann den Weg gar nicht genießen weil so trrrr...

00:51:15: Also ich glaube wenn das mal irgendwann das Gefühl ist, dann wäre es blöd.

00:51:23: also bisher hatte ich das nicht weil ich glaube, beide Kinder sehr früh gelernt haben mit diesem Druck ihren Weg zu gehen und das war jetzt schon am College.

00:51:39: Dass sie so einen krassen sportlichen Weg gewählt haben der dann auch wirklich mit sehr viel Anstrengung verbunden ist und sehr viel Disziplin natürlich auch Das haben sie schon sehr früh gelernt, vielleicht sogar in Berlin bei Alba.

00:52:02: Aber ich glaube und das hat auch wieder mit der Situation zu tun die wir eben besprochen haben wenn du in diesem Weg großwürst und immer sozusagen an dich selber glaubst.

00:52:15: Und das ist ja das Wichtigste damit du diesen Weg überhaupt gehen kannst.

00:52:18: also du brauchst dieses Umfeld was an dich glaubt und was dich supportet.

00:52:24: Und wenn du das hast, dann bist du irgendwann selbst in dir so fest und klar nicht im festsen Sinne sondern gefestigt.

00:52:34: Dass du auch weißt.

00:52:35: okay was brauche ich jetzt?

00:52:38: Wenn ich einen hohen Druck habe, brauche Ich wieder eine Entspannung und muss eine Balance schaffen Und das haben sie, finde ich relativ früh gelernt.

00:52:47: Also bei Moritz fand ich das schon immer sehr erstaunlich.

00:52:50: Ich meine die sind ja dann auch natürlich in der Pubertät und die anderen waren im Park chillen und erst zum Training gegangen.

00:52:57: Das

00:52:57: musstet ihr eben nicht sagen

00:52:59: oder?

00:52:59: Nie!

00:53:00: Das hat er selber gemacht.

00:53:02: Und das war eben die Entscheidung, die er getroffen hat für seinen Weg den er gehen wollte Und er hat dann auch eben sich die Auszeiten genommen, wenn er sich ausruhen musste.

00:53:16: Er hat sehr früh gelernt damit das zu bespielen was die Herausforderungen auf seinem Weg sind und wo er auch Erholung und Entspannung wiederkriegt.

00:53:26: Würdest

00:53:26: du sagen weniger fünf oder zehn Jahrespläne?

00:53:29: Ja, auf jeden Fall!

00:53:31: Weil das ist ja überall, also wenn du online Coaching und Co.

00:53:34: guckst jeder sagt ja jetzt mein Plan hier bitte fünf Jahre planen und da zehn Jahre plan ich mach das auch nicht.

00:53:42: aber ich denke immer hab immer ein bisschen Fomo und denk vielleicht muss ich das mal machen um richtig

00:53:45: erfolgreich zu werden?

00:53:46: Also ich finde dass irgendwie... Das ist natürlich die Frage wofür.

00:53:50: wenn du erfolgreicher werden willst dann glaube ich geht es natürlich nicht ohne einen Plan.

00:53:58: Es ist ja immer die Frage, was meine oberste Priorität ist.

00:54:00: Und wenn meine oerste Priorität ist ... Dass ich mit mir im Kontakt bleibe?

00:54:06: Dann würde ich sagen, macht das wenig Sinn.

00:54:10: Weil wenn ich immer nur dieses Reisbett diesen Plan vor mir habe und dem hinterher jachte, dann verliere ich den Kontakt zu mir und auch zu allen anderen.

00:54:19: Ich weiß nicht, wenn du die Jungs fragst irgendwie irgendein bestimmter Erfolg Der steht ja trotzdem nie im Verhältnis zu dem Weg, den man da hingegangen ist.

00:54:29: Weil man hat dann eben ein WM-Erfolg.

00:54:31: Das ist auch ein Beispiel der krasseste Erfolg.

00:54:34: aber trotzdem am nächsten Morgen steht man ja... Auch wieder auf, oder?

00:54:39: Ihr seid am nächsten

00:54:40: Morgen zurückgeflogen.

00:54:41: Du hast im Interview damals gesagt, wir fliegen morgen zurück und dann sitzt ihr wie ein Flusszeug und schließt zurück.

00:54:47: Ja, also das war natürlich schon ganz besonders... Da ist erinnerlich wirklich diesen Rückflug weil da sind wir noch zwischengelandet aus Manila.

00:54:55: Dann sind wir glaube ich in Doha gelandet und als ich da kurz irgendwo im WLAN war Da war mein Handy voll mit ... auch, da haben mir Leute geschrieben, die ich zwanzig Jahre nicht.

00:55:06: Auch so Kollegen und Journalisten irgendwie alle haben dann nach diesem WM-Erfolg mir geschrieben.

00:55:12: Das war krass!

00:55:13: Was

00:55:13: denkt man denn da eigentlich?

00:55:14: Wenn sich plötzlich

00:55:15: nicht so kurz meldest?

00:55:15: Da denkt man okay, krass ja.

00:55:18: Genau, da denkt man sich...

00:55:19: Aber die wissen genau das.

00:55:20: Die schreibt dann irgendjemanden, die haben ja gar keine Ahnung von dem was ihr quasi durchgemacht habt.

00:55:24: Nee aber da ist mir noch mal klar geworden dass jetzt hier wirklich außergewöhnlich.

00:55:32: Aber ich würde auch sagen, vielleicht auch so die Frage was ist eigentlich Erfolg?

00:55:38: Also das definiert ja jeder anders für sich.

00:55:40: aber da fängt es eigentlich an wenn ich sage ich muss NBA-Spieler werden also obwohl dann müsstest du mit den Jungs drüber sprechen Ich will Erfolg haben.

00:55:56: Ich muss unbedingt Oberärztin oder ich muss Kinderkardiologin werden, dann weiß ich nicht.

00:56:03: Also das hatte ich zum Beispiel so nie und meine Definition von Erfolg ist ja eigentlich auf jeden Fall dass ich mich verwirkliche natürlich und dass sich auch ... Dass ich aber immer Spaß dabei habe gut bin und im Reinen bin, mich frei fühle.

00:56:27: Mhm.

00:56:29: So!

00:56:30: Ja?

00:56:31: Also ich glaub Freiheit deswegen... Ich hab dich ja als erstes nach der Problem mit O-Ruigkeiten gefragt.

00:56:36: Ja genau, ich glaube Freiheit ist ein Merkmann kommt bei euch durch und ich meine was für eine kasse Freiheit.

00:56:41: also ich weiß jetzt nicht, das kenn ihr jetzt mich in einer Basketballwelt nicht so aus.

00:56:44: wie viele Leute wissen eigentlich Das Axel, weil man denkt ja also ich hab's jetzt auch gedacht.

00:56:49: Ich habe es heute gelernt okay der war die Jugend Nationaltower dann ging's für ihn anscheinend nicht weiter und dann hat er Medizin studiert ne?

00:56:56: Aber das irgendwie aktiv... Also aktiv Sachen abzugeben und zu sagen ich mache nicht weiter.

00:57:01: Ja ganz aktiv.

00:57:03: Also ist ja eine krasse Form von Freiheit.

00:57:06: Und du hast auch in Interviews aber im Buch immer von diesem Thema Vertrauen zwischen euch und Verletzlichkeit gesprochen.

00:57:17: Und vertrauen in euren Weg, das ist nachhinein immer so leicht gesagt ... Aber was war?

00:57:24: Wie habt ihr dieses Vertrauen in eurem Weg, wo ihr vielleicht auch gezweifelt habt?

00:57:28: Ich hab fast jetzt mal zusammen ... Boah!

00:57:30: Man sieht Moritz ist im krassen Hamsterrad dann doch zwischendurch mal.

00:57:38: Parallel Franz, bin ich hier im Top-Hundertcamp.

00:57:40: Aber in drei Wochen mit Moos gedraftet und Axel sagt noch ... Wir müssen gar nichts!

00:57:45: Ihr habt Konflikte zwischen euch?

00:57:47: Was es so wird zu sagen, das wüsste natürlich auch nicht.

00:57:51: Das war easy, mein Playbook.

00:57:53: Aber was würdest du sagen, waren trotzdem im Nachhinein kleine Dinge, wo ihr euer Vertrauen auch in euren Weg behalten habt oder nicht?

00:58:00: Weil ...

00:58:02: Ja, gerade wenn's schwer wird... Ich glaube, dass ist gar nicht so schwer zu beschreiben.

00:58:06: Es ist ... Und das hat, glaube ich immer ganz gut funktioniert.

00:58:15: Dass man immer wieder versucht hat, das nochmal zu reflektieren und dann wieder einzuchecken.

00:58:23: Wenn wir uns da zum Beispiel auf FaceTime geschritten haben – Ich investe Virginia in irgendeinem Airbnb-Hotel eher zu Hause – Dann haben wir das natürlich hinterher ausdiskutiert Und meistens dann auch für uns wieder, irgendwie uns wieder connectet.

00:58:39: Und darum geht es glaube ich, dass man da oder wir hatten auch ganz viel... Natürlich hatten wir auch Situationen, Moritz hat Abi gemacht und wollte natürlich zum Abi-Ball!

00:58:49: Da war aber auch ein Turnier und dann hatten wir Riesen, dann gab's Tränen und dann mit Trainer telefoniert oder auch Abi fahrt nach dem Abi Ball?

00:58:59: Kann er da mitfahren

00:59:00: oder muss... Und wer hat dann was vertreten von euch?

00:59:02: Wir haben natürlich unseren Sohn vertrete.

00:59:04: Und wir haben dann mit den Trainern telefoniert, wir haben wieder Mitmots gesprochen und wir haben immer versucht einen Weg zu finden.

00:59:16: Also immer wieder einschätzen.

00:59:17: Wie

00:59:17: habt ihr es denn gelöst beim Abi-Ball?

00:59:19: Wir haben dann ein Kompromiss gefunden, also er war natürlich beim Abi Ball und er war auch auf der Abi-Fahrt und ist dann aber eher abgefahren.

00:59:28: Er war jetzt nicht fünf Tage da in Kroatien sondern nur drei oder so.

00:59:32: Und wenn man ihn heute fragt, ich würde sagen Abi-Abi-Fahl ist ja fünf Tage voll surf...

00:59:37: Ja das weiß ich nicht wie er's gemacht hat!

00:59:40: Wusste ihn fragen.

00:59:43: Genau, also er hat auf jeden Fall nicht fünf Tage...

00:59:45: Hatte sich die Hucke vollgehauen?

00:59:47: Nicht ganz!

00:59:48: Ich weiß es gar nicht.

00:59:49: Also das musste wirklich ihn fragen.

00:59:50: ich glaube ehrlich gesagt nicht dass der da so hundert Prozent mitgegangen ist aber das weiß ich nicht.

00:59:55: Ja nee also ich finde immer so kleine Dinge Das sind ja diese kleinen Momente im Leben, die einfach total wichtig sind.

01:00:01: Dass man die auch irgendwie mitmacht und gleichzeitig kann man sie irgendwie... Aber gleichzeitig... Genau!

01:00:07: Es fällt manchmal auch dieser Kompromissen guter Weg zu sagen.

01:00:09: Ja, Kompromisse sind natürlich manchmal gar nicht gut aber ich glaube da ist es total wichtig gewesen.

01:00:15: Man muss das doch irgendwie abschließen so.

01:00:18: Also da haben wir uns für ihn eingesetzt.

01:00:22: Die sind jetzt mittlerweile in einer NBA und alle wissen irgendwie, seit der Doku kennen sie euch sozusagen.

01:00:35: Und sowieso seit den Erfolgen vom Deutschen Basketball in den letzten Jahren.

01:00:40: Wie muss man sich... Das Wagner Family, weil am Ende seid ihr ja ein Family Business.

01:00:44: Weil ohne euch vergebst das nicht und jetzt ihr seid immer noch total eng.

01:00:50: Wie lebt ihr jetzt gerade?

01:00:51: Also wie sieht es jetzt grade aus?

01:00:53: Also Axel Duh, wie arbeitet ihr?

01:00:55: Wie seid ihr bei den Jungs wann ... Die waren jetzt in ... Genau.

01:00:58: also wie ist so euer Family-Business Aufstellung gesammtheitlich?

01:01:03: Also beschäftigt, wie viel macht ihr eure eigenen Jobs?

01:01:06: Karriere von den Jungs auch beschäftigt?

01:01:08: Also eher noch nicht so viel mit ... Oder was heißt, noch nicht.

01:01:13: Wir sind mit unseren eigenen Sachen beschäftigt.

01:01:15: also Axel arbeitet ganz normal noch als Psychotherapeut und ich hab viele andere Themen die ich bespiele meinen schreiben.

01:01:26: dann haben wir jetzt eine Non-profit Organisation gegründet.

01:01:30: können wir vielleicht auch mal darüber sprechen?

01:01:32: genau das ist ja sozusagen Auf jeden Fall Family Business.

01:01:37: Aber ich mach so, genau meine Schreiberei dann eben diese GGMBH und hab auch Termine

01:01:47: usw.,

01:01:47: also wir sind natürlich viel unterwegs.

01:01:50: Also es ist alles miteinander bewegt verwoben.

01:01:55: Und wir sind aber ... Das war dann auch immer mal die Frage, die ich mir gestellt hab.

01:01:59: Müssen wir nach Amerika ziehen?

01:02:01: Siehe West-Virginia vor ... Ja

01:02:03: genau und das ist lange her.

01:02:05: also wir sind in Berlin, wir leben in Berlin und wir sind natürlich oft in den USA Und wir werden jetzt noch viel öfter an unterschiedlichen Orten sein weil ja Moritz jetzt ab der nächsten Season in Brooklyn spielt.

01:02:19: Also bisher hatten, war die letzten fünf Jahre, hatten wir Orlando als zweiten Standort und jetzt haben wir halt Orlando und New York was sich aber auch sehr schön finde.

01:02:31: Ganz gut shoppen!

01:02:34: Ist das jetzt immer Zufall gewesen?

01:02:35: Dann haben die Jungs auch gesagt Ostküste ist mir eigentlich ein bisschen lieber weil Die sind noch sehr verbunden mit Berlin und Deutschland.

01:02:43: Es ist schon ein Unterschied, ob ich jetzt in LA spiele oder in New York.

01:02:47: Du kannst dir das natürlich nachts erträumen aber du kannst dir nichts wünschen?

01:02:50: Oder irgendwie... Nein, also das passiert.

01:02:57: Okay, ich hab fast gedacht ...

01:02:59: Nee.

01:02:59: Das ist kein Wunsch von uns her gar nicht.

01:03:01: Ich dachte vielleicht hat er sich das sogar, wenn man sich auswählen kann zwischen... Ich will keinen Verein schlecht machen aber für den Berliner in New York habe ich gedacht okay, dass der auch wieder wie gemalt?

01:03:10: irgendwie ne?

01:03:11: Absolut!

01:03:12: Und es war ein totaler Glücksmoment und das wird auch für ihn richtig toll gemacht.

01:03:19: Wie habt ihr euch aufgestellt um dieses ganze Ökosystem zu managen?

01:03:22: also die Jungs haben jetzt im Franzian Vertrag über zweihundertzwanzig Millionen Dollar.

01:03:29: Moritz hat auch schon irgendwie sechzig-siebzig, keine Ahnung wie viel verdient.

01:03:33: also ist ja krasse Summen und plötzlich müsst ihr auch damit umgehen und ich glaube jeder der euch ein bisschen kennt ist jetzt nicht so okay.

01:03:39: wir müssen uns überlegen welchen Lamborghini wir uns noch kaufen sondern wollt irgendwie gut mit dem Geld umgehen?

01:03:43: Ihr wollt vor allem aber... Ich weiß nicht wo ich das aufgeschnappt habe, aber Axel hat mal gesagt als er ihm gefragt wurde es wünsche ich mir für die Jungs hat er gesagt, ich wünsch mir Lust, die daheim wieder rauskommen oder so ein Spruch gemacht.

01:03:56: Irgendwo hab' ich das gelesen und im Sinne von so ... dass sie halt durch diese Maschinerie irgendwie auch gut rauskommen wie Sie sind.

01:04:06: Also war jetzt nicht der Wunsch.

01:04:08: Ich möchte, dass ihr noch mal, würden ja auch vielleicht viele einen MVP-Ring... Achso!

01:04:14: Darum ging's auf jeden Fall gar nicht.

01:04:15: Es ging darum, dass den beiden gut gehen?

01:04:16: Hab' ich irgendwo

01:04:17: ...

01:04:18: Ja, für her hab ich doch zu viel mit Chechi-TV auch halluziniert.

01:04:23: Nee, das hat er sogar in der Doku gesagt

01:04:26: und

01:04:26: ... Das ist auch richtig.

01:04:28: Ich glaube, dass ich weiß was er meint.

01:04:32: Man muss es noch mal ganz kurz erklären für die ...

01:04:36: Hörerinnen,

01:04:37: die das jetzt nicht verfolgen.

01:04:38: Also es ist in der Season, die wieder im Oktober losgeht.

01:04:42: Die Season dauert von Ende Oktober bis normalerweise Anfang April und wenn man dann in die Playoffs kommt, geht's eben in die playoffs genau.

01:04:54: Aber in dieser Zeit von Oktober bis April sind es nur noch zwei Spiele.

01:04:59: Und das heißt also runtergebrochen, mindestens jeden Dritten aber fast jeden zweiten Abend ist Game.

01:05:07: Das sind ja einfach alles wichtige Spiele, natürlich am Anfang ... Also, ne?

01:05:13: Natürlich ist jedes Spiel wichtig.

01:05:15: Aber es gibt auch mal ein Dienstagabendspiel, was man so spielt.

01:05:18: und natürlich, je mehr die zu den Playoffs kommen, desto mehr Spiele müssen sie gewinnen

01:05:22: usw.,

01:05:23: aber man muss ja diesen Stretch, also diese lange Zeit irgendwie überstehen.

01:05:28: Es ist tatsächlich sehr anstrengend körperlich und natürlich auch mental.

01:05:33: Und du hast immer diesen Rhythmus Game Day of the day, Game Day Of The day!

01:05:37: Und du musst noch fliegen... Du musst ja noch durchs Land fliegen.

01:05:40: Es gibt dreißig NBA-Städte und du musst natürlich auch in die Westküste, nach Minnesota, überall hin.

01:05:48: Das ist tatsächlich sehr anstrengend.

01:05:50: Und wenn du das über ein paar Jahre machst ... Also da bleibt was zurück so.

01:05:59: Da muss man wirklich auf sich aufpassen.

01:06:01: Und das, glaub ich, meint Axel zum einen.

01:06:04: Dass sie natürlich körperlich und mental da gut durchkommt.

01:06:08: Und natürlich ist es ein krasses Business und ein Hyperkapitalismus.

01:06:15: Da geht's um ... ja, um Sichtbarkeit, wer ist der Geilste?

01:06:20: Also die NBA ist eine riesen Bühne!

01:06:23: Und da passiert auch viel Zeug, was man nicht braucht.

01:06:27: Gibt's irgendwas, wo du so im Kopf hast, was du dachtest okay... ... ist so crazy jetzt.

01:06:31: Irgendwie wurde also so...

01:06:34: Wenn

01:06:34: du hast eben schon gesagt, die werden vorbereitet wie sie mit Mädels umgehen in diesem Camp.

01:06:37: das fand ich ja... Also hast du jetzt so nebenbei gesagt habe ich irgendwie... Das ist

01:06:41: mir kleine Geschichte, die für mich ganz normal ist.

01:06:45: Aber das hab ich ja damals nicht auf dem Schirm gehabt, dass die Mütter oder auch Väter ... Wir hatten dann auch so ein Seminar, wo es um Sexualität und Testosteron ging.

01:06:57: Und da war ... ordentlich was los in diesem Workshop.

01:07:02: Frauen haben geheult und haben sich gegenseitig erzählt, ob sie nicht wissen wie sie das jetzt zulassen sollen dass der Sohn datet und also in einer High School weil... Und dann habe ich das natürlich erst verstanden.

01:07:16: die sind ja also die meisten die in eine NBA ankommen sind ja schon in der High School Stars Also das sind ja schon, die haben keine normale Kindheit.

01:07:23: Sondern die Basketballer in den USA dann am College und in der NBA-Land sind.

01:07:29: sehr früh werden, die entdeckt.

01:07:31: Und die sind in der High School dann schon was Besonderes so.

01:07:35: Und natürlich gibt es dann Girls, die sich da ... Die sich das regelrecht zum Ziel setzen.

01:07:43: Zu einen zu daten.

01:07:45: Und deswegen war da so viel los in diesem Seminar und ich hatte überhaupt keine Ahnung, das lasst doch mal eure Jungs selber entscheiden mit wem sie ins Kino gehen, ne?

01:07:53: Ich völlig naiv saß da so... Das war zum Beispiel ein Thema wo ich dann dachte wow okay!

01:07:59: Das ist ja völlig anders als bei uns.

01:08:02: also,

01:08:03: ne?!

01:08:03: Aber worauf ich hinaus will ist nämlich sozusagen du wirst ja irgendwie nur noch zum Produkt.

01:08:11: Genau Du bist Produkt.

01:08:13: Und das ist dieser Wahnsinn, den Axel meint wenn er sagt, er hofft dass sie da gut durchkommen eben auch als Mensch und dass Sie auf Ihrem Weg bleiben und dass sie weiter... Wie

01:08:23: schafft ihr es denn sozusagen?

01:08:24: Ich zitiere immer wieder in unserem Tempo und der Weg ist das Ziel weil also man geht ja durch so einen Durchlauferhitzer quasi durch gab's mal eine Phase wo du gedacht hast euch jetzt verliert ihr diese beiden ein bisschen weil sie so stark?

01:08:40: Ja, weil sie dann vielleicht doch denken.

01:08:41: Sie müssen jetzt ... weiß ich nicht ... LeBron James sein und ... Mozart hat auch mal dem so gespielt, glaub ich.

01:08:50: Ich weiß wie ich meine, aber irgendwie klopft plötzlich ... Gab's noch eine Situation, wo du denkst, jetzt heben die doch abschitt?

01:08:57: Nee, diese Situation gab es tatsächlich nie.

01:08:59: Wo ich das gefördete, die heben mich ab.

01:09:01: Aber wo du LeBrons sagst und die Lakers, das war ja das Team was ihnen sozusagen gedraftet hat Das war tatsächlich der Moment, wo ich Angst hatte.

01:09:12: Als er seinen ersten NBA-Vertrag in Los Angeles dann unterschrieben hat und da hatte ich aus verschiedensten Gründen Angst.

01:09:23: zum einen weil ... Ja jetzt begann diese Zeit und das ist ja da eine Welt gekommen die ich nicht kannte noch weniger kannten als College Dann auch noch Los Angeles was ja die Glamour Superbühne.

01:09:40: Und dann war das eben genau diese Phase, wo auch für mich so oder auch für uns als Familie klar war.

01:09:45: Okay ... Das ist jetzt hier wirklich ... Also die Kinder sind ... Die sind jetzt weg!

01:09:52: So Moritz ist in Los Angeles, Franz war auf dem Weg ans College und da begann es auch dass wir plötzlich zu Hause saßen und dachten okay was ist denn jetzt hier los?

01:10:02: Wo ich dachte jetzt muss ich nach Los Angeles ziehen und das wollte ja niemand außer mir.

01:10:06: also Ja, Moritz nicht und Axel auch nicht.

01:10:11: Aber da war ich tatsächlich eine Zeit ... Da muss ich sagen, das war schwierig ja.

01:10:15: Und dann ... Das ging aber wieder.

01:10:19: Ich glaube es ist immer genau so, dass wenn eine schwierige Zeit kommt, sich das klarmachen, hab ich im Buch geschrieben.

01:10:25: Sich das irgendwie einfach sein lassen?

01:10:29: So wie in der Meditation.

01:10:31: Da kommt ein schwieriger Moment.

01:10:35: Aber lass ihn da sein, und der geht auch wieder so.

01:10:37: Und das ist genau das, was wir ganz eingangs gesagt haben ... Nicht immer wegdrehen, sondern versuchen, da sein zu lassen.

01:10:44: Danach kommt auch wieder etwas Neues, und so war es auch.

01:10:47: Du bist... Genau!

01:10:48: Das bringt mich dazu.

01:10:49: Herr Moritz ist bekannt oder, glaube ich, spricht darüber, dass er damit seinen Kerzen und irgendwie sehr ermittelt.

01:10:56: Es gibt eine andere Geschichte.

01:10:59: Es sind mehrere Geschichten, wo klar wird, Ja, dieses Thema Achtsamkeit und bei sich selbst sein.

01:11:08: Und ich glaube wenn man das die Jungs nur verfolgt ist das merkt man das und merkt mal auch bei dir.

01:11:12: Du bist Achtsamtkeits-Trainerin oder du bist da sehr tief drin.

01:11:16: Nimm uns damals mit Achtsammkeit und Profisport und es sozusagen ... Achtssamkeit ist so ein Begriff der wird überall benutzt.

01:11:26: Wie hast du den?

01:11:28: Wie bist du zu dem Thema gekommen?

01:11:30: Und wie nutzt ihr das jetzt, vielleicht gerade auch in eurer Familie stand jetzt.

01:11:34: Ihr beiden als Eltern aber auch die Jungs ... und wie lebt das jeder, ne?

01:11:39: Genau.

01:11:40: also erst mal möchte ich da ganz klar sagen, Achtsamkeit hat nichts mit Kerzen zu tun.

01:11:44: Ja, fernhaft!

01:11:45: Also

01:11:45: genau, Achttsamkeit ist überall Thema und es gibt auch so glaube ich... Das ist ein Missverständnis dass das irgendwie was spirituelles isst.

01:11:54: Es für manche Leute Die verbinden das mit Spiritualität, finde ich auch gar nicht schlimm.

01:12:00: Aber erst mal ist es eine ... Ein Tool, Achtsamkeit oder eine Lebenshaltung und das Tool ist die Meditation.

01:12:09: also du kannst achtsam sein bedeutet haben wir jetzt schon ein paar Situationen gehabt im Moment sein hier und jetzt hier genau Und eben wahrnehmen.

01:12:21: Wie geht's mir gerade, wenn ich hier auf diesem Stuhl sitze?

01:12:23: Bin ich aufgeregt weil ich jetzt hier im Podcast spreche oder drückt es im Kopf oder dass ich wahrnehme wie es mir geht, wie es dir geht so präsent sein und das ist erstmal gar nichts spirituelles sondern das ist sozusagen eine Fähigkeit die man lernen kann Zum Beispiel durch Meditation.

01:12:45: Fast

01:12:45: medizinisch, also wissenschaftlich eigentlich.

01:12:47: Genau!

01:12:48: Du kannst es ... Also die Achtsamkeit gibt dieses acht Wochen Training und das ist was ganz Sekulares.

01:12:55: Und da gibt's auch Studien, wissenschaftliche Studien, die belegen dass Achtsammkeit eben total gute Methode ist um dich zu beruhigen, um besser mit dir im Kontakt zu sein, mit den anderen in Kontakt zu.

01:13:12: Und genau, die Meditation ist eben eine Form.

01:13:16: Da gibt es natürlich Tausende verschiedene Meditationen und dieses Training, wo ich den Abschluss gemacht habe – das ist sozusagen dieses acht Wochen Mindfulness-Based Stress Reduction Programm.

01:13:32: Das ist ja von einem bekannten Professor in den Siebzigerjahren so die wichtigsten Meditations zusammengeführt worden für uns Zivilisierte.

01:13:41: Bester.

01:13:42: Ja, wirklich!

01:13:42: Da kannst du acht Wochenprogramm MBSR-Kurs machen und dann lernst du zu meditieren.

01:13:47: Du musst es acht Wochen machen weil das haben auch wieder Studien gezeigt, du musst mindestens acht Wochen jeden Tag trainieren und dann passiert was im Gehirn.

01:13:57: also das gibt wirklich Veränderungen im Gehören und dann kannst du wenn du jeden Tag Trainierst dich schneller in den Zustand versetzen okay wie geht's mir gerade?

01:14:07: Was nämlich war

01:14:09: ja so

01:14:10: Und das ist natürlich ein total gutes, ganz gute Methode um immer wieder auch bei dir selber einzuchecken und aus diesem ja irgendwie so einem überreizten Zustand rauszukommen.

01:14:26: Immer wieder bei dir selbst zu checken okay wie geht es mir gerade?

01:14:30: Wie ist die Situation?

01:14:31: und deswegen meditieren die Jungs auch.

01:14:33: Ja Wie machst du das?

01:14:37: Ich meditiere.

01:14:37: Ja, also genau mal ganz wenn jetzt quasi... ich finde dieses was du gerade gesagt hast überreizt der Zustand.

01:14:42: Also das was du mir grade von dem Schedule der Jungs beschrieben hast gefühlt ist ja dann komplett und es geht auch in die Richtung als ich euch gefalle wie seid ihr eigentlich jetzt als Family aufgestellt um mit diesem Wahnsinn klarzukommen?

01:14:54: Was machst du, wie machst du's?

01:14:55: Dass du trotzdem ... Ja.

01:14:57: Also

01:14:57: ich hab natürlich so meine Meditationen die ich zu den verschiedensten Zeiten mache und also ohne da jetzt ins Detail zu gehen bei der Meditation das gibt glaube ich auch ganz viele Missverständnisse.

01:15:12: man geht nicht in Trance oder so sondern man setzt sich hin im besten Falle gerade rücken Augen geschlossen aber wach.

01:15:21: Und dann geht es nur darum, dass du reinhorchst in dich und dass du eincheckst.

01:15:27: Weil das natürlich der Geist ist ja immer in Bewegung.

01:15:30: Und gerade wenn wir viel los sind, bin ich schon wieder okay.

01:15:34: was ist nachher noch?

01:15:35: Wen treffe ich noch?

01:15:36: Was muss ich besprechen?

01:15:37: Welche Meetings habe ich noch... So!

01:15:38: Und was du dann machst, ist immer wieder den Geist zurückholen.

01:15:42: Das kannst du zum Beispiel durch den Atem machen indem du dich auf den Atmen konzentrierst.

01:15:47: Das ist Meditation.

01:15:49: Und wenn du das ganz häufig machst, dann lernst du auch das ganz intuitiv zum Beispiel zu machen.

01:15:55: Wenn du auf den Zug wartest oder im Zug sitzt also einfach bewusst atmen oder im Gespräch, wenn wir dann ... wenn ich mit Franz telefoniere und so und dann auch wieder irgendwie aufgeregt bin, ich bin oft aufgereght, da sagt er Mama, Atmen!

01:16:10: Lass mal atmen!

01:16:11: So ne?

01:16:13: Aber findest du das nicht... Also ich hab damit angefangen vor vier, fünf Jahren.

01:16:19: Und als ich das erst mal gemacht habe ... hab' ich eine Panikattacke

01:16:24: bekommen.".

01:16:24: Okay!

01:16:25: Ja, das ist nicht ausgeschlossen?

01:16:27: Weil plötzlich sozusagen... Ich war auch in einer Situation wo ich jetzt nicht so richtig raus konnte mit einem Trainer und das fand ich total verrückt dass mir erstmal bewusst geworden wie überreizt ich da war weil ich quasi mit der Ruhr die ich plötzlich haben musste gezwungen.

01:16:46: Ich hab dann in der zweiten Session den gefragt.

01:16:49: Ich kann nämlich gar nicht aus, ich meinte ... Ja!

01:16:52: Ich habe so viele Gedanken hier.

01:16:54: Könnte ich mir einen Zettel hinlegen?

01:16:56: Um die Gedanken aufzuschreiben.

01:16:58: Weil dann kann ich dann die da ... Und er hat gesagt nee und ist ja so ein bisschen.

01:17:02: du beschreibst das mit diesem Schäferhund, der seine Schafe liebevoll zurückkommt oder der mir das genauso sagt ne lass jeden Gedanken zu und verurteile dich nicht dass ihr jetzt gerade an die Waschmaschine denkt.

01:17:13: Ja, geht ja von Waschmaschine zu.

01:17:15: Ich hab den Podcast mit Beato und ich wollte das vorbereiten und hab das noch nicht gemacht.

01:17:19: Und immer wieder zurückzukommen ... Ich würd sagen für mich, ich weiß gar nicht ob ich heute leben könnte ohne dieses Tool.

01:17:26: Das ist total absurd, weil ich bin da durch Zufall reingekommen auch dank meiner Frau.

01:17:30: Weil ich wollte eigentlich ein Tenniscamp machen.

01:17:34: Da hätte es bedeutet sechs Tage Vollgas Vollgas Tennis.

01:17:36: oder sie gesagt nee du brauchst mal was anderes und hat mich dahin geschickt.

01:17:39: Mit einer Berliner ...

01:17:41: Hast du auch einen MBSR-Kurs gemacht?

01:17:43: Nee, das war nicht MBSL.

01:17:44: Das war die mit der Gründung von Spirit Yoga, Patricia Thielemann und die hat es mit einem Jesuitenpater zusammengemacht wo ein Teil des Tages hast Du Yoga gemacht und den anderen Teil des Tages hast Du Dich damit beschäftigt.

01:17:56: Da geht's viel um diese, Du spürst quasi, wo dein Körper Dein Atem gerade ist und hält sich an

01:18:00: dem... Die Empfindungen, die da sind, die nimmt man ja gar nicht mehr wahr.

01:18:02: Nehmt

01:18:02: sie gern mir wahr!

01:18:03: Genau.

01:18:03: Und da ist mir erst mal bewusst geworden, dass finde ich so crazy, dass wir eigentlich Das Handy wird irgendwann das sein, was die Zigaretten für die Generation unserer Eltern waren.

01:18:18: Weil das Handy klingt ja jeden Moment wo du mal kurz in der Schlange stehst und sagst ... Da haben wir natürlich nicht meditiert aber wir haben trotzdem viel mehr Momente gehabt, wo wir einmal durchgeatmen sind.

01:18:29: Also Atmung ne?

01:18:31: Ich würde heute sagen ich weiß gar nicht mehr wie ich es gemacht habe ohne diese kleinen Tools.

01:18:36: Ich bin manchmal beeindruckt wenn ich höre Sportler zum Beispiel in der Kabine, weil das soweit bin ich.

01:18:45: Ich brauche schon.

01:18:45: für mich ist es.

01:18:47: Setting wichtig?

01:18:47: Setting ist irgendwie wichtig ehrlich gesagt.

01:18:50: aber ja wie geht's dir denn damit?

01:18:53: also könntest du überhaupt noch dein Leben so leben wie du es hast ohne... gewisse Meditationen?

01:18:59: Also ich glaube, dass mir auch total viel erleichtert.

01:19:05: Ich glaube mein Umfeld würde sagen, ich könnte noch mehr meditieren, speziell meine Söhne weil was ich immer... also ja

01:19:14: wirklich

01:19:16: aber ich glaube ich habe schon auf jeden Fall eine totale Grundentspannung, in die ich mich bringen kann durch Meditation.

01:19:23: Würden die sagen sie können ihre NBA-Karrieren ohne Meditation machen?

01:19:29: Also... Ich würde mal vermuten dass sie sagen nein weil das ist so wichtig.

01:19:37: Und natürlich ist Meditation ja jetzt nur eine Sache, aber das ist dieses Recovery.

01:19:42: Da gehört es dazu, ne?

01:19:44: Also runterkommen körperliche, runterkommen mental und da gehört es Atmung.

01:19:50: Franz hat jetzt zum Beispiel im Sommer eine eigene Atemtherapie noch gemacht.

01:19:55: Es gibt auch ganz viele Variationen.

01:19:58: Yoga

01:19:58: z.B.,

01:19:59: ist nichts anderes als bewegte Meditation.

01:20:02: Die unterschiedlichsten.

01:20:03: aber auf jeden Fall würde ich sagen ... ohne, also dass sie das auch sagen würden.

01:20:11: Dieses Gegengewicht zu dem totalen Excitement ist total essenziell und ich finde es so interessant, dass man sich jetzt nochmal kurz erklären kann warum es Meditation so wirksam, auch bei Stress?

01:20:24: Und eigentlich kann man sich das so vorstellen... Also Stress ist ja nichts anderes als das ständig einreizt kommt und noch einreitzt und was du gerade gesagt hast überreizte und bei der Meditation lernen.

01:20:37: Also, es kommt ein Reiz rein in mein System und dann reagier ich.

01:20:41: Und je gestresster ich bin, desto schneller reagiere ich, also reaktiver bin ich.

01:20:46: Meditation hilft dir diesen Intervall zwischen Reiz- und Reaktionen zu vergrößern.

01:20:54: Ich kann dazwischen die Pausetaste drücken...

01:20:58: Da

01:20:58: liegt ein Raum!

01:20:58: Wenn

01:20:59: der scheiß Taxifahrer mich in Berlin wieder anhubt?

01:21:03: Genau, da liegt der Raum.

01:21:05: Und der Raum kann auch unendlich sein, wenn ich sage Taxifahrer ist mir egal.

01:21:08: Genau und das finde ich immer ein schönes Beispiel weil ich glaube ganz viele Leute wissen gar nicht was ist denn das jetzt eigentlich?

01:21:13: warum mache ich das?

01:21:14: Und du kannst diesen Raum vergrößern und kannst sagen Puh!

01:21:18: Boah er hat mich aber gerade ganz schön angeschrien Aber ich atme erstmal und dann kann ich überlegen Dann habe ich ja die Wahl schreihe ich ihn zurück an muss man natürlich auch mal machen.

01:21:28: oder sag' ich einfach oh weißt Du?

01:21:32: Ja

01:21:36: So, jetzt habt ihr sozusagen irgendwie euer Mama auf dieses Thema eurer Family-Aufstellung zurückzukommen.

01:21:44: Du hast ja eben schon die GGmbH angesprochen.

01:21:49: Lass uns mal... Also wie ist es organisiert?

01:21:51: Ihr habt einen Berater in Deutschland noch einen anderen mit euch dann auch arbeitet oder kommt das alles aus Axel und dir?

01:21:58: Oder wie...?

01:21:59: Die GGBH!

01:22:00: Ja also das aber auch generell wie ihr quasi Mit den Karrieren der Jungs auch umgeht beides.

01:22:07: Durchaus beides, weil ich nehme auch Franz und Moritz so wahr ... dass die nicht nur im NBA-Kosmos sind, sondern sich für andere Dinge interessieren.

01:22:15: Und auch überlegen wie geht ihr als Familie jetzt mit dem was ihr gerade macht weiter vor?

01:22:21: Also ich würd das so sagen es ist ja wie bei ... also das ist glaub ich ein recht normaler Prozess, dass man als NBA Player dann sozusagen verschiedenste Gewerke sag ich mal auf Deutsch so um sich... Du brauchst einen Agent!

01:22:35: Das ist immer ein Amerikaner wahrscheinlich ne?

01:22:37: Also wir haben in Amerika, sie die beiden einen amerikanischen Agenten und sie haben aber auch einen in Deutschland.

01:22:45: Und die arbeiten natürlich zusammen, dann gibt es Menschen, die sich um das Geld kümmern und dieses Team, was sich sozusagen um die unterschiedlichsten Themen kümmert wie Events, ihre Karriere als NBA.

01:23:05: Also was sie alles in ihrem NBA-Leben organisiert bekommen müssen und das Geld ... Und dann noch vielleicht auch Marketing, ne?

01:23:16: Es gibt ja Partnerschaften, große Partnerschafte, kleine Partnerschaftem.

01:23:20: Dann jetzt zum Beispiel Podcasts.

01:23:22: Da sind ja noch ganz viele andere Themen dazugekommen in den letzten Jahren.

01:23:27: Und da gibt es natürlich ein Team, Was da hilft.

01:23:31: Wie weit seid ihr beide eingebunden?

01:23:34: Wir sind da nicht eingebundet.

01:23:35: Okay, okay ...

01:23:37: Wir sind, das hab ich auch immer öfter mal gesagt.

01:23:40: Je professioneller das Ganze wurde, desto mehr sind wir sozusagen in den Backstage-Bereich gerutscht und wir sind Eltern so.

01:23:48: Aber jetzt muss ich natürlich das erklären, weil ... Das ist die eine Seite.

01:23:53: Wir sind Eltern und in diesem Kosmos des NBA Business sind wir nur als Eltern involviert.

01:24:01: Natürlich kennen wir die alle und so.

01:24:04: Aber es ist tatsächlich seit diesem Sommer eine neue Situation, weil wir jetzt diese Non-profit-Organisation haben.

01:24:10: Wo ich auch Geschäftsführerin bin und deswegen hab' ich natürlich schon noch mal ne neue Rolle.

01:24:15: Also ich bin

01:24:16: jetzt... Ich erzähl das mal!

01:24:16: Ich glaub', viele wissen ja nicht diese Folgen dich ja nicht.

01:24:19: Was macht ihr da?

01:24:20: Wir haben jetzt sozusagen gegründet im Juni und sind sehr happy.

01:24:25: Wagner Family for Future Und das ist eine Organisation von Moritz und Franz, mit der sie zurückgeben wollen.

01:24:35: Und zwar ... Das was Sie erlebt haben in Ihrer Kindheit, in Ihrer Jugend, dass es einen Umfeld gab, eine Family im weitesten Sinne, also Family and Friends, Trainer, Freunde, alle die in Ihrem Umfeld waren, die an Sie geglaubt haben.

01:24:53: Also ein unterstützendes Umfeld, was Sie ... Das haben sie jetzt in den letzten Jahren rückblickend gemerkt.

01:25:01: Was sie so supportet hat, dass die eben den Glauben an sich finden konnten und das ist ... das hab ich vorhin auch schon mal erwähnt.

01:25:09: Du brauchst Menschen um dich rum, die an dich glauben und dann kannst du dich selber wahrnehmen.

01:25:13: Dann kannst du deine Ziele formulieren.

01:25:16: Dann bist du kraftvoll und kannst sagen okay, so sieht mein Weg aus!

01:25:20: Und ich weiß da sind immer Menschen an meiner Seite egal wie ich jetzt welchen Schritt ich auch gehe Die sind bei mir.

01:25:27: Und das gibt eine unglaubliche Kraft, aus der heraus dann sich Potenzial entfalten kann.

01:25:34: und das wollen sie zurückgeben und zwar jetzt nicht.

01:25:37: also wir haben jetzt verschiedene Feldern.

01:25:40: natürlich haben Sie auch ne Nachwuchsförderung.

01:25:42: Also das ist auf jeden Fall auch so und die findet im Basketball statt.

01:25:46: aber diese GGmbH kümmert sich vor allen Dingen um Kinder- und Jugendliche die eben nicht so viele nicht so viel Glück in ihrem Leben hatten oder haben.

01:25:55: Also die in prekären Verhältnissen aufwachsen, oder die schwierige Familienverhältnisse ... Oder oder oder?

01:26:05: Die überhaupt nicht aus Sicherheit raus in einen ... Überhaupt noch nie begriffen haben dass es ein Umfeld gibt was sie brauchen.

01:26:13: sozusagen Und das wollen wir jetzt in den nächsten Jahren angehen.

01:26:19: Und zwar, wir wollen andere Projekte fördern und wir wollen aber auch eigene Projekten kreieren.

01:26:25: Wir haben einen Slogan.

01:26:27: Nobody grows alone oder niemand wächst, keiner wächst allein.

01:26:32: Das ist sozusagen das Narrativ mit dem wir rausgehen und mit dem die Welt ein Stück weit ... besser machen wollen.

01:26:41: Ja, absolut!

01:26:42: Also ehrlich gesagt meine These ist ja das Sport für die Generation meiner Kinder und vielleicht von deinen Enkelkindern mal.

01:26:54: Das einzige so ein bisschen ist was noch bleibt wenn alles irgendwie mit KI und so digital unseres Sport der Einzige anlass warum wir uns überhaupt noch so treffen.

01:27:06: Ich finde eben Sport und deswegen einen Punkt, warum ich diesen Podcast gestarte.

01:27:10: Sport ist dieses einzige Spielfeld wo du ja überhaupt noch die Chance hast auch was zu erreichen bisschen egal wo du herkommst während in vielen anderen Bereichen sehr wichtig ist wo du Herkommest.

01:27:25: also deswegen sind ja viele der Mitspieler von Moritz und Franz wahrscheinlich kommen aus schwierigeren Verhältnissen weil Sport eben der Weg ist Und das muss ja nicht immer zum NBA-Profi werden, aber es kann ja auch sein dass man von ich werd irgendwann krimineller zu.

01:27:39: Ich Ich merke, dass es andere Wege gibt im Leben.

01:27:42: Gibt's schon erstes großes Projekt?

01:27:45: Die

01:27:46: haben schon ein erstes Projekt unterstützt und zwar war jetzt die ... Was ich vielleicht noch sagen will, Sport oder Basketball ist eine Sprache aber wir wollen explizit auch in anderen Feldern.

01:27:59: Moritz hat das gesagt er will nicht den nächsten NBA-Spieler unterstützen oder das ist überhaupt nicht das Ziel da irgendwie Leistungsorientiert vorzugehen sondern wir wollen wirklich Kinder, egal wo sie herkommen und egal wo Sie hingehen einfach auf einem Momentum in ihrem Leben den Raum bieten.

01:28:18: Den sie brauchen damit sie diese Kraft entfalten können und ihr Potenzial entdecken können.

01:28:23: Und das kann natürlich also nicht.

01:28:25: jeder ist sportlich ja?

01:28:26: Das kann auch ein musikalisches Kind sein!

01:28:28: Das kann ein Kind sein was zutal gerne malt, was tanzt... keine Ahnung, was gut im Kontakt mit anderen Kindern ist und irgendwie Coach werden will oder frag mich.

01:28:40: Also es dürfen ... Es sind alle Felder, äh, mit denen wir spielen wollen und wo wir sozusagen Räume öffnen wollen in den Kinder mit sich in Verbindung treten wo Menschen sind, die an sich glauben und ihnen die Chance geben, dass sie auch selber an sich glauben.

01:29:02: Und wie gesagt, Sport ist eine Sprache aber es kann auch ... Museum sein.

01:29:07: Und wir sind jetzt schon mit vielen Leuten im Kontakt, das ist auch wirklich sehr inspirierend und wir haben auch schon ein Projekt unterstützt.

01:29:15: tatsächlich hat es mit Sport zu tun aber dass ist jetzt auch hier ist Sport nur der Basketball nur eine Sprache und es war jetzt das Alba Girls Festival Alba girls oder international festival im Rahmen der WM der FrauenWM, die jetzt hier gerade in Berlin stattgefunden hat.

01:29:33: Da haben wir ein Projekt unterstützt wo also über hundert junge Frauen U-Achzen aus Indonesien, aus Frankreich, USA und New York aus Afrika zusammengekommen sind.

01:29:48: Das waren nicht Nationalspielerinnen sondern ganz normale Vereine.

01:29:55: Und die Mädels sind hier zusammengekommen und haben gegeneinander natürlich auch gespielt, aber sie haben sich vor allem kennengelernt.

01:30:01: Sie haben auch ... Workshops gehabt und haben sich in ihrer anderen Kultur kennengelernen.

01:30:08: Ich hab da dann auf dem ersten Abend so ein kleines Grußwort gesprochen.

01:30:13: Dann haben die noch hinterher alle zusammen getanzt.

01:30:16: Es war super!

01:30:17: Und ich glaub das war ein richtig tolles Festival.

01:30:20: Wir haben das unterstützt, weil es eben genau eingezahlt hat auf was wir machen wollen.

01:30:24: Erstens ist natürlich Frauensport etwas, was wir auf jeden Fall unterstützen.

01:30:28: Weil Mädchen werden noch viel zu wenig unterstützt?

01:30:31: Überall!

01:30:32: Und das Zweite ist, dass eben dieser Aspekt ... Sie lernen sich als Menschen kennen.

01:30:37: Es entsteht ein Raum, wo sie sich ganzheitlich treffen können für uns irgendwie interessant

01:30:42: waren.

01:30:44: Ich will gleich noch mal auf dieses Frauensport und Mädchen eingehen.

01:30:47: Mhm.

01:30:48: Die Budgets um die Unterstützung, also die kommen dann auch von Moritz und Franz sozusagen?

01:30:53: Ja!

01:30:53: Das heißt, das legt ihr so fest... Aber es gibt jetzt kein ... Ihr holt es euer Geld, ihr holt nicht andere ...

01:31:01: Nee,

01:31:01: das ist unser Geld.

01:31:03: Und ihr könnt dann ...

01:31:04: Das Geld von Horizontanz?

01:31:05: Genau!

01:31:06: Ja, genau.

01:31:07: Okay, verstanden.

01:31:09: Du hast eben so gesagt, wenn Mädchen werden noch zu wenig unterstützt... Wie kommst du zur Erkenntnis als Mutter von zwei Jungs und wir sind jetzt in zwanzig, sechsundzwanzig.

01:31:22: Damit stelle ich nicht infrage, dass es nicht so ist aber woher kommt die, wo siehst du, dass das Mädchen zu wenig unterstützen werden?

01:31:27: also hast ja auch mal ein Buch geschrieben da mit Weitthema-Weibliche Angst Ja.

01:31:32: Geht mir mal den State of Förderung von jungen Mädchen, ich hab selber eine Tochter.

01:31:36: auf was muss ich achten?

01:31:38: Wo steht das und was kann man tun?

01:31:41: Ich habe ja keine Tochter.

01:31:42: deswegen möchte ich mich mit Ratschlägen zurückhalten.

01:31:45: aber es gibt natürlich ganz viele Bereiche wo Mädchen noch zu wenig unterstützt werden oder vielleicht auch immer noch nicht richtig.

01:31:55: Das hab ich in dem Buch Die Weibliche Angst mit beschrieben.

01:31:59: Aber was ich vorhin meinte, war so ein bisschen Mädchen und Sport?

01:32:03: Und da kann man auch noch mal ganz aktuell wirklich sagen ... Es ist so krass die WM war total erfolgreich!

01:32:10: Frauenbarske

01:32:11: bei WM in Berlin war total erfreulich aber es ist auch ein krasser Stretch gewesen.

01:32:16: also das waren zehn Tage Ja, und die haben teilweise ... also back-to-back das heißt von einem auf den anderen Tag Spiele gehabt.

01:32:25: Also ein viel zu enger Zeitrahmen.

01:32:28: Und warum?

01:32:29: Weil nicht mehr Budget

01:32:30: quasi ...

01:32:30: Genau weil das Budget eben was die Fieber und wer auch immer dafür gegeben hat eben nur auf zehn Tage begrenzt wurde.

01:32:38: Und wenn man sich dann überlegt, wir hatten da auch eine Fußball-WM?

01:32:41: Wie lange hat die gedauert?

01:32:43: Fünf Wochen.

01:32:43: Also das ist ein schönes Beispiel, was sehr deutlich zeigt, Frauen werden überhaupt noch nicht angemessen oder gleichberechtigt behandelt und genau ... Dafür trete ich jetzt auch so ein bisschen an.

01:32:57: Ich hab jetzt lang genug.

01:32:59: Jungs unterstützen im Sport und das möchte ich jetzt ändern.

01:33:02: Ich möchte mehr Frauen unterstützen, junge Frauen Genau.

01:33:06: Und das passt natürlich auch zu dem Thema, was ich mit meiner Kollegin Barbara Vogt in dem Buch Die Weibliche Angst recherchiert habe – dass Frauen und Mädchen, obwohl natürlich alle Eltern, die auch Mädchen haben, sicher ganz anders machen als früher und total aware sind auf gleichberechtigte Erziehung Ist es trotzdem noch so, dass dieses Patriarchat in uns allen drin ist und das wir unsere Mädchen anders erzielen als unsere Jungs?

01:33:40: Und dass wir auch andere Vorstellungen haben was unsere Mädchens können.

01:33:44: Also es gibt Studien die das belegen, dass zum Beispiel Eltern fest davon überzeugt sind, dass ihre Jungs besser Mathe können als ihre Mädchen.

01:33:53: Wo man sich fragen muss woher kommt es?

01:33:56: und das hat nichts mit den... Mädchen und den Jungs oder mit der Familie zu tun an sich.

01:34:01: Sondern das ist unser Gedankengut, so sind wir alle noch

01:34:06: erzogen.".

01:34:08: Und ich mich hat das ehrlich gesagt geschockt, was ich da gelesen habe oder was auch noch gelernt habe.

01:34:15: Das ist natürlich heute ein Riesenthema.

01:34:18: Weibliche Angst gerade bei jungen Frauen.

01:34:21: Weil genau du hast es angesprochen, KI, Social Media, Instagram ... Das Bild, wie wir zu sein haben ist heute wieder extrem festgelegt.

01:34:32: Wie ein junges Mädchen auszusehen hat oder wenn man sich mal anguckt, wie die Mädels aussehen ... Also das ist ja Wahnsinn, wie man das übereinanderlegen kann!

01:34:42: Ja?

01:34:44: Ich finde, dass sie alle versuchen einen ähnlichen Bild zu entsprechen und die Varianz, finde ich, ist heute... Natürlich gibt's auch ganz andere Beispiele aber es gibt schon sehr klare Vorstellungen, wie ein Girl auszusedehen hat heute.

01:34:57: Was sie machen muss.

01:34:58: Das hätte man eigentlich gesagt, weil es gab ja mal für dich schon vor Jahren einen Ehrendentrennt, dass das nicht so war und das habe ich nämlich auch wieder voll zurück.

01:35:11: Na ja wir haben in ganz vielen Bereichen ein Backlash hat natürlich mit den Rollenbildern zu tun.

01:35:15: Es gibt viele junge Frauen heute wieder die sagen Sie sind gerne Tread Wife.

01:35:20: also das geht in meinen Kopf überhaupt nicht rein aber das gibt's ja.

01:35:24: Also, und nicht zu selten.

01:35:26: Leider?

01:35:26: Und noch mal weibliche Angst wie ... warum, woher kommt die ... oder was bedeutet die weiblichen Angst?

01:35:34: Ich hab dazu alle,

01:35:35: die hier zuhören.

01:35:37: Das kann man eigentlich so sagen, wir haben beobachtet das Thema weiblicher Angst bei Mädchen oder das Thema Anxiety und Angst einfach in der Wahrnehmung beim Mädchen ein viel stärkeres Thema ist als bei Jungs oder bei jungen Frauen mehr als bei jengen Männern.

01:35:53: Und dann haben wir irgendwie gesagt, okay, warum ist das eigentlich so?

01:35:56: Wir haben mal versucht alle Ursachen zusammenzutragen.

01:36:00: Und natürlich erst mal zu gucken gibt es eine spezifisch weibliche Angst und unterscheidet die sich von der männlichen Angst.

01:36:08: Das kann man erstmal ganz klar verneinen.

01:36:09: Also die Angst an sich tritt bei Männern und Frauen gleich in die Panikattacke, egal ob das ein Mann hat oder eine Frau.

01:36:18: Aber Frauen- und junge Mädchen äußern ... dass schneller und eher und häufiger, das sie ängstlich sind.

01:36:26: Und jetzt ... Das darf natürlich nicht den Rückschluss zulassen, dass die auch generell ängsterer sind.

01:36:32: Sie äußern es aber eher und mehr so.

01:36:35: Und natürlich hat es auch... Das hat mit ganz vielen Sachen zu tun.

01:36:40: Natürlich auch mit Hormonen.

01:36:41: Das muss man ganz klar sagen also Oestrogenen.

01:36:44: Weibliches Geschlechtshormon ist auch ein ... Es wirkt auch im Gehirn Und natürlich spielt das auch ein auf die Gefühlswelt.

01:36:53: Und hat auf jeden Fall ... trägt dazu bei, dass es eine weibliche Angst gibt.

01:37:02: Aber es gibt eben auch sehr viele soziale Themen, die darauf einspielen und die dazu führen, dass Frauen sehr häufig Angst haben.

01:37:11: Also zum Beispiel... Ja!

01:37:14: Es gibt also die ... Selbstzweifel sind bei Mädchen immer noch viel stärker ausgeprägt als bei Jungs.

01:37:23: Oder es gibt ganz klare Zahlen, die belegen, dass es einen totalen Gap zwischen Fremd und Eigenwahrnehmung gibt beim Mädchen.

01:37:31: was kann ich?

01:37:33: Was traue ich mir selber zu?

01:37:34: Also ... Mädchen trauen sich selbst viel weniger zu, als das gegenüber ihnen zutraut, ja?

01:37:41: So!

01:37:42: Und das kommt ja irgendwo her.

01:37:44: Und das zahlt natürlich dann auch auf die Karrieren ein, also ganz viele Mädchen hören dann auch eher auf.

01:37:50: Es ist ja kein Wunder, dass wir in den Führungsetagen, dass da weniger Frauen ankommen.

01:37:55: Auf dem Weg gehen viel mehr junge Frauen verloren, die eben Selbstzweifel haben, die nicht an sich glauben und übrigens auch natürlich auf andere Menschen stoßen die auch weniger an sie glauben...

01:38:06: Was können wir Männer denn?

01:38:08: tun.

01:38:08: Also was kann jetzt Moritz Franz

01:38:10: und ich

01:38:11: tun?

01:38:12: Ey, aber um das zu sagen... also ich stimme dir zu hundert Prozent zu.

01:38:16: Ich finde es immer wieder überraschend sowohl in der wenn man ein bisschen alert ist wie's ist, wie viel versteckt da auch teilweise in Meetings gesagt wird.

01:38:32: Über mich wird jetzt hoffentlich nicht gesagt was ich heute an habe Wie oft ich in Meetings sitze und gesagt wird, hinterher dann.

01:38:41: So fängt es an.

01:38:41: aber was würdest du jetzt uns sagen?

01:38:43: Was wir tun können um daran zu arbeiten?

01:38:46: oder jeder Mann

01:38:49: der

01:38:49: die Intention hat dass das nicht so sein soll.

01:38:51: Ich finde keine Welt leben die irgendwie einen Unterschied macht.

01:38:56: also ich glaube das ist ganz auch wieder da ganz viel immer mit einem selber zu tun hat und dass es ganz viel ändern kann, wenn man sich angewöhnt.

01:39:07: Und da bin ich auch eine Lernende!

01:39:09: Aber das trifft auf Frauen und Männer übrigens auch gleich... Zeitig zu immer sich anzugewöhnen, immer häufiger und noch mehr zu fragen.

01:39:17: Was hat es mit mir zu tun?

01:39:18: Dass ich das jetzt so denke ja also auch zum Beispiel Sich dabei zu ertappen dass man Jetzt wieder Irgendwie ein Gedanke hat der Also zB Das war bei der Frauen WM auch finde Ich So schön Zu Sehen.

01:39:32: Ich meine da hast du so viele Teams gesehen Und alle frauen Es gibt Ganz starke ganz große frauen wirklich Frauen, die richtig, richtig kräftig sind.

01:39:42: Wo du auch denkst, so eine Frau hab ich noch nie gesehen.

01:39:45: Also da ... und wenn ich das feststelle zum Beispiel mir die Frage zu stellen okay was hat das mit mir zu tun?

01:39:52: Ja!

01:39:52: Das hat mit dieser Gedanke dass sie ja ganz schön kräftig ist, hat natürlich bei mir damit zu tun, dass sich ein Bild davon im Kopf habe wie ne Frau auszusehen.

01:40:02: also da war zb diese eine Chinesin.

01:40:05: Genau, die war ja viral quasi.

01:40:08: Ich geb zu, ich musste mir das erst mal noch ein bisschen länger hingucken.

01:40:14: Die hat sich wirklich am Korb da oben gestretzt also die konnte ...

01:40:17: Konnte einfach rein fassen gefehlt nicht?

01:40:18: Genau

01:40:19: und in solchen Momenten wahrnehmen dass ich auch zu der Gruppe an Menschen gehöre, die jetzt denkt so wow!

01:40:26: Das ist ja krass.

01:40:28: Und diese Frage was hat das mit mir zu tun?

01:40:32: kann in vielen Situationen helfen, das vielleicht ein bisschen eher zu entdecken.

01:40:36: Okay ich bin wieder auf diesem Fahrt an Vorstellungen.

01:40:40: Das ist ja auch menschlich dass man irgendwie... Total

01:40:43: normal!

01:40:44: Ich tatsächlich für mich.

01:40:47: mit den Kindern hatte ich mal so einen Gefühl, dass teilweise der Gegenteil war, dass alle bei meiner Tochter gesagt haben ... bloß nicht rosa und bloß also sozusagen idealerweise quasi bloßnicht.

01:41:04: Ich denke drüber nach, dass ich eigentlich sage, ich versuche es wirklich... Das gilt für mich das Gleiche wenn's um Thema Hautfarbe oder so geht.

01:41:11: Ich versuch einfach idealerweise mal eine Idealverstärkung ist.

01:41:14: Hautfarben oder Geschlecht?

01:41:15: Das interessiert mich gar nicht, wenn ich über die Personen nachdenke.

01:41:19: Also das sollte keine Kategorie sein.

01:41:23: Und das bedeutet also Ich denke, ich bin auch meine Tochter-Tochter.

01:41:27: Wenn sie was rosa mag, dann okay und wenn sie blau mag ... Okay?

01:41:30: Und wenn Sie das morgen halt auch ... Das ist total entscheidend!

01:41:35: Wenn sie das morgen ändert... Wir wollen ja immer eine Kategorie haben.

01:41:40: Die chinesische Basketball ist der Großmöchte-Basketballstuhl.

01:41:43: Wenn die morgen sagt, nee, also das finde ich wichtig.

01:41:46: Nee, sie

01:41:46: möchte jetzt Tänzerin werden.

01:41:48: Dann kann sie das machen.

01:41:49: Ja,

01:41:50: also dieses ... Genau.

01:41:51: Da bin ich auch ganz... Also was heißt auch?

01:41:54: Ich musste das erst lernen und ich glaube, ich hab's schon ein bisschen besser gelernt.

01:41:57: aber ich glaub wir neigen alle viel eben so zu judging, ne?

01:42:02: Und da kann man schon viel erreichen wenn man sich immer wieder selber erinnert okay nicht soviel bewerten weil diese Bewertung kommt ja genau wie du sagst aus diesem Format, was man im Kopf hat.

01:42:15: Wenn du jetzt dann ... Du bist noch lange keine Oma, weiss ich?

01:42:20: Aber wenn ihr ein junges Mädchen da hast oder junge Mädchen kennenlernt zum Rahmen von euren Projekten.

01:42:25: Was wären so die... Du hast viel über Vertrauen gesprochen aber was wäre der Top-Tipp für ein junger Mädchen das ihren Weg gehen will nicht als für die nächste Caitlin Clark Basketball-Profi sondern einfach die kleine Beate?

01:42:43: Was wäre so der Tipp, den du oder die ein zwei Dinge oder Tools,

01:42:46: die man mit

01:42:47: dem jungen Fünfzehnjährigen auf den Weg geben wirst?

01:42:50: Ja genau.

01:42:51: Also meinem eigenen früheren Ich kann ich vielleicht sagen was ich dem raten würde und ich glaube wirklich dieses Noch viel mehr an sich selber glauben noch viel weniger sich wichtig machen, was das Umfeld denkt und sich Leute suchen, von denen ich das spüre.

01:43:14: Dass sie mich unterstützen und dass die für mich da sind und mich mit diesen Menschen zusammentun, die mir gut tun und auf diese Gefühle achten, die ein Wohlgefühl verschaffen.

01:43:27: Und nicht weil ... Challengen muss oder so.

01:43:32: Also nicht Leute, die immer Ja und Arm sagen so weil sie sich einfach machen sondern Menschen, die dich in deiner Ganzheit sozusagen ernst nehmen und wahrnehmen Und für vollnehm mit diesen Leuten weitergehen und Mitnehmen auch um Hilfe bitten und Auch Sich drüber freuen dass jemand da ist der dir hilft.

01:44:00: Also ich muss das nicht alles alleine machen, geht auch gar nicht.

01:44:05: Was ich mich gefragt habe als ich euch so quasi jetzt irgendwie recherchiert hab und mich vorbereitet hab ... Jeder Weg in eurem Leben als Familie war ja irgendwie ... Da gab's ganz viele Erfolge auf Ebenen, die noch keiner gesehen hat.

01:44:21: Also so ... weiß ich nicht.

01:44:23: Oder Erfolger im Sinne von oder wo ihr einfach gemeinsame Erlebnisse hatte, die er durch einen Basketball hatte?

01:44:29: Und jetzt seid ihr, finde ich seit der Doku, so krass bekannt!

01:44:35: Ja also so, hat das irgendwas?

01:44:36: aber hat es irgendwie was verändert, dass plötzlich alle ein Bild von euch haben Ähm ... Wo man fast dem Bild gerecht werden möchte?

01:44:46: Ach nee.

01:44:47: Nee, okay!

01:44:49: Das merk ich ja gar nicht.

01:44:50: Ich merke es natürlich, wenn ich bei so einer Veranstaltung bin oder schon ab und an auf der Straße oder es gibt Momente, wo ich dann merke, da guckt mich einer jetzt noch mal zwei Minuten länger an oder zwei Sekunden, dann merk ich natürlich, okay, könnte sein, dass er mich gerade jetzt erkannt hat.

01:45:06: So?

01:45:07: Ja, ich mein fast eher so das jetzt alle die mit euch irgendwie zu tun haben.

01:45:10: Also wir sind ja beide bei Victoria Berlin engagiert als Beispiel und dass jetzt alle quasi auch Erwartungen haben Wie du supportest, wie du hilfst oder so in die Richtung.

01:45:22: Das quasi

01:45:23: jetzt ein

01:45:23: Bild von euch existiert dem ihr irgendwie dann Leute erwarten.

01:45:27: Also

01:45:27: das habe ich bei Victor jetzt noch gar nicht gehabt.

01:45:29: dass es jetzt wirklich sehr mit Spaß und Freude.

01:45:34: Die meine ich auch nicht bei Victoria.

01:45:35: aber jetzt hat sich viele Projekte Gar nicht Victoria spezifisch.

01:45:40: Also

01:45:40: sagen wir mal so, ich hab jetzt in den letzten Jahren auch schon Kontakte gehabt mit Menschen, wo ich mich gefragt habe was wollen die von mir?

01:45:48: Wo ich gedacht hab okay ... Ich glaube sie hätten sich nicht mit mir jetzt oder die hätten mich jetzt nicht angesprochen oder eingeladen wenn Sie das jetzt nicht ... Wenn ich jetzt nicht diese Geschichte hätte und dass sind dann Leute, wo ich das Gefühl hab, die wollen irgendwas von mir.

01:46:08: Die wollen da selber was so?

01:46:10: Und das ist jetzt zum Beispiel etwas, was mich nicht so interessiert.

01:46:13: Weil wenn es keine Anknüpfungspunkte gibt außer dieser Situation ... Dann interessiert mich jetzt nicht so.

01:46:21: Aber mit Victoria finde ich es ein Riesenspaß und ich fühle mich so inspiriert von diesen Frauen.

01:46:31: Ich kann da so viel lernen... dass ich deswegen dabei bin.

01:46:36: Ja, genau also war Victor gar nicht das passende Beispiel.

01:46:39: nur, dass ich quasi mir vorstellen kann, dass jetzt viele natürlich irgendwie auf euch zukommen und irgendwas wollen wie man damit umgeht, dass ihr seid so freundlich und so.

01:46:48: aber auf der anderen Seite kannst du ja auch nicht irgendwie ... Genau wie du sagst, es kommen wahrscheinlich Leute auf euch zu.

01:46:54: Ich kann jetzt nicht everybody's darling sein.

01:46:59: Aber das muss ich ja auch

01:47:01: nicht.

01:47:01: Genau, weil das warst du ja nämlich... genau!

01:47:03: Das ist ja ein Erfolgskrinzip eigentlich ne?

01:47:05: Also auch.

01:47:06: Aber wenn wir jetzt schon bei Dektoria sind, das hier eigentlich ein gutes Beispiel zu dem was Du gesagt hast, dass Frauen.

01:47:15: also ich hab'n Gespräch mit Anna Höfker

01:47:18: gehabt

01:47:20: die mir dann wirklich erzählt hat, dass sie wirklich auch eben bis elf zwölf gar keine eigene Mannschaft hatte und es geht ja dann los, ne?

01:47:26: Die Kinder duschen, dann kann sie da nicht duschen usw..

01:47:31: Ja, Wahnsinn.

01:47:32: Und ich habe zum Beispiel ... Ich komme aus dieser Start-up in der Welt und das erste was ich ... Ich würde sagen die meiste Frage, die ich bekommen habe ist ob das für mich ein Investment ist oder ob es für mich Charity ist.

01:47:47: Total interessant!

01:47:48: Das regt mich furchtbar auf Weil das riegt mich wirklich total auf.

01:47:53: Also, hat nichts mit der Person zu so die Frage stellt weil es ist ja nett wenn mir jemand eine Frage stellt aber finde ich so krass, weil das zeigt eigentlich... Ich frag dann sowieso Charity und dann sagen die Naja Fußball Frauenverein Das kann doch nix werden oder wir denken mal wie klein das ist und dann spielt ihr da Und dann findest du es so interessant?

01:48:17: Ja ich seh's genau andersrum.

01:48:20: Ich seh es genau andersrum bei dem Orlando Magic Männer Basketball.

01:48:28: Da braucht mich doch keine Socke, ja?

01:48:32: Und fairerweise aus Business-Sicht die Bewertung von solchen Vereinen ist utopisch hoch.

01:48:38: Von daher hat das Null Charity sondern ich glaube fest daran dass wahrscheinlich die größte Opportunity im Sport weltweit ist Frauen-Sport zu bringen, weil es ist fünfzig Prozent der Gesellschaft, die nicht repräsentiert und auch nicht so gesehen werden.

01:48:54: Und das ist doch eigentlich für mich ... Das schlauste Investment ist eigentlich das Gegenteil von Charity.

01:48:59: aber das zeigt finde ich immer ein bisschen wie soll ich das sagen?

01:49:05: Na ja, klar.

01:49:06: Die Ansicht und die Vorstellung, die da sind, ne?

01:49:10: Und dann kommen immer Argumente, Menschen gucken noch nicht so viele Leute zu.

01:49:14: Das stimmt gar nicht.

01:49:16: Also in den USA zum Beispiel wird es ja gezeigt im Basketball und am Ende ist ein bisschen wie du eben gesagt hast – die WM hatte jetzt einen Riesenerfolg der Frauen und hatte zehn Tage.

01:49:26: Sie hätte genau so einen Erfolg gehabt wenn sie fünfzehn Tage hätte.

01:49:30: Und genau, was ich ehrlich gesagt glaube ist das sich noch mehr männliche Sportler dafür einsetzen müssen.

01:49:39: Und das fand ich war jetzt ja bei der Frauen-WM-Sone, dass Dennis Schröder bei einer Kabine und so weiter.

01:49:46: Ich glaube, das ist ein Riesenhebel und es ist auch was gut für alle Fußballer die hier zuhören gerade, männliche, sprecht mich an weil ich glaube, da können wir auch bei der Victoria noch mehr machen, dass wir quasi die Männer nutzen mit ihrer Reichweite Und dann irgendwann die ... Ich hatte mit Tabea Kämme, kenn's ja auch.

01:50:06: Die Diskussion Expertinnen und Experten wird zum Beispiel total unterschiedlich bezahlt.

01:50:11: Ich weiß nicht, ob ihr das wisst.

01:50:12: Also die steht da mit Mats Hummels und Thomas Müller?

01:50:15: und wird total unterschiedlich bezahlt.

01:50:17: Ich möchte es gar nicht wissen,

01:50:19: ja.

01:50:19: Genau ich weiß auch keine Zahlen.

01:50:21: aber zum Beispiel habe ich gesagt also daran kann ich jetzt konkret auch nichts ändern.

01:50:24: Ich glaube schon dass Frauen auf einem guten Weg sind das wenn da nächstes in fünf Jahren steht der Julia Gwynn und Tabia ebnet den Weg sozusagen und das ist also ich glaube ja vielleicht noch mal als Gedanke auch für eure ich glaube vielleicht macht er doch

01:50:47: Ja, also das ist auf jeden Fall auf dem Radar und ich stimme dir total zu.

01:50:54: Es liegt noch so viel Potenzial auf der Straße, was ungenutzt ist in diesem Bereich Frauen-Sport-, Frauenfußball-, Frauenbasketball.

01:51:03: Siehst

01:51:03: du irgendwas in den USA wo du sagst das kann man hier in Deutschland zum Thema Frauenförderung?

01:51:08: Na ja ich finde es schon jetzt.

01:51:11: während der FrauenWM war bei Viktoria auch einen Termin.

01:51:16: da war ich und dann haben wir ein paar Zahlen vorgestellt.

01:51:18: Das fand ich einfach super spannend und hab da auch noch ein bisschen weiter gelesen.

01:51:22: Da ist es ja zum Beispiel so am College, dass es wirklich gesetzlich einen Gleichstellungsgesetz gibt.

01:51:29: Also die Frauen und die Männer gleich gefördert werden im Sport.

01:51:33: Und das deswegen auch dann nach dem College natürlich viel mehr Sportlerinnen rauskommen auf professionelle SportlerInnen in allen möglichen Disziplinen.

01:51:44: Das gibt's ja bei uns gar nicht.

01:51:45: Bei uns gibt es noch nicht mal Frauen-Sport in allen Disziplinen am College oder an der Universität überhaupt, also das ist ... Also ich glaube auch, dass ... Ich bin jetzt in dieser Investment- und Startupwelt gar nichts drin.

01:52:03: Ich möchte da lernen.

01:52:04: Das ist ein Punkt, weshalb mir das so angucke.

01:52:08: Und ich finde, dass das total ... Also ich finde es total überzeugend zu sagen, wir brauchen auch wirklich... Wir brauchen Investment.

01:52:17: Wir brauchen Geld und wir brauchen Leute die daran glauben dass Frauen Sport eben genauso wichtig ist oder genau so toll ist wie Männer-Sport.

01:52:26: Und wir brauchen noch Leute der für Geld ausgeben und Geld geben So!

01:52:29: Das ist halt das Problem mit dieser Vereinstruktur in Deutschland wo dann die Frauen immer noch vielleicht irgendwie so der Rest.

01:52:38: wenn noch was übrig ist beim Männer Fußball, da kann man ja noch ein ganz bisschen... Das war bei Viktoria auch das Tolle.

01:52:45: Die sagten wir wollen aber nicht hier das Anhängsel sein sondern wir wollen es alleine machen und gebt ihr uns die Möglichkeit?

01:52:53: Wir wollen das über Investment machen und das finde ich super stark!

01:52:57: So was brauchen wir viel mehr.

01:52:59: Ja absolut und ich glaube dass ist genau das was auch mit einer Sportlakerriere vergleichbar ist.

01:53:04: Die ist eben nicht planbar Und die ist auch absolut unwahrscheinlich am Anfang.

01:53:11: Die Argumentation, die natürlich meistens jetzt ist wenn du mit einem Vereinschef sprichst der sagt halt die Frauen kosten mich zwei Millionen pro Jahr das lässt sich jetzt nicht rechnen.

01:53:20: also bei meiner Sportlakerie es ist ein verrückter Einsatz der ja überhaupt nicht gerechtfertigt ist.

01:53:26: aber und deswegen glaube ich muss man Frauen-Sport eher wie einen Startup oder einen Investment sehen.

01:53:33: Wenn du mit Argumenten von, was kostet's jetzt?

01:53:36: Dann

01:53:36: wird es

01:53:37: eh nichts.

01:53:37: Da kannst du gleich aufhören.

01:53:38: Es braucht noch eine Zeit und da sieht man das ja auch wieder ... Das geht immer darum wer entscheidet.

01:53:44: Und wenn Frauen können viel mehr erreichen im Sport, wenn sie professioneller trainiert werden.

01:53:51: Das ist genauso wie bei Männern aber die Strukturen sind nicht da, die Infrastruktur.

01:53:56: Aber dafür brauchts Geld und wir brauchen viel mehr Wissen.

01:54:00: Wir brauchen auch noch Studien zum Beispiel ganz anders trainiert werden müssen als Männer.

01:54:05: Also genau,

01:54:06: ja alles!

01:54:08: Da ist noch viel zu wenig Potenzial ausgeschöpft in alle Richtungen und ich glaube dass die WM da jetzt einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat für Basketball aber auch für andere Frauen Sportarten Und wir müssen da einfach zusammen, auch über alle Disziplinen hinweg glaube ich jetzt uns irgendwie noch viel mehr darüber sprechen.

01:54:30: Da sind wir bei dem Thema wer glaubt an dich und wer supportet dich?

01:54:35: Und das ist eben bei Frauen ... fundamental anders, dass es viel weniger gibt die an die Frauen glauben und sie dann auch entsprechend supporten.

01:54:43: Und dann glauben auch weniger Frauen selbst an sich!

01:54:46: Ich fand das bei dem Victoria-Treffen war schön weil da kam das Zitat auf wir haben noch gar keine Role also der Sportlerin als Rolemodel.

01:54:55: warum kennt jedes Mädchen kennt die Germanis Next Top Model aber nicht die besten fünf Sportlerinnen.

01:55:02: Und das ist, glaub ich in den USA tatsächlich schon anders und deswegen sind ja jetzt, glaube ich auch so rübergeschwappt zu uns.

01:55:08: Also heute kennen auch junge deutsche Mädchen oder also in Deutschland Mädchen und Jungs auch die erfolgreichen Basketballerinnen aus den USA durch Social Media.

01:55:21: Das brauchen wir für die deutschen Basketballerin auch.

01:55:25: Und ich glaube, da müssen die aber natürlich auch reinwachsen dürfen.

01:55:27: Also das ist ja auch noch eine sehr ungewohnte Rolle, glaube ich.

01:55:30: Wenn du immer nur als Sportlerin dich selber wahrgenommen hast und das Umfeld auch hoch, dann sollst du plötzlich ein Rollmodel sein.

01:55:37: Das geht ja auch nicht von heute

01:55:38: auf morgen.

01:55:39: Ja absolut!

01:55:39: Da braucht man auch Support.

01:55:40: Absolut.

01:55:41: Also zum Beispiel nur eine kleine Story, Angel Rees aus der US-amerikanischen Nationalmannschaft die habe ich im letzten Winter bei Victoria's Secret war es ein Riesen.

01:55:55: also sie alleine war Model beim Victoria's Secrets ja?

01:55:59: Das ist doch unvorstellbar.

01:56:01: was das für einen Ja Das greift da ineinander, ne?

01:56:06: Ist auch eine Riesenschance für Marken.

01:56:07: Alle, die hier noch zuhören und sagen, Victoria Berlin hab ich nicht so viel gehört, meldet euch bei Beate, Verena, Mia ... Und überleg mal, weil glaub ich auch das ist ein Riesen- ... Es ist eben nicht Charity um da wieder zurückzukommen.

01:56:20: Nein!

01:56:21: Dann ist es eine Riesen Opportunity.

01:56:25: Genau.

01:56:26: Ich hab schon gefahrt, was du, ne Mädchen, was würdest du ... Jetzt so als Abschlussfrage für mich, das fragen wir immer.

01:56:34: Weil es mich interessiert was würdest du denn jetzt jungen Menschen hier draußen sitzen und sie ihren Weg gehen wollen, ihren Weg finden wollen empfehlen?

01:56:41: Du hast jetzt schon zu dem fünfzehnigen Mädchen gesagt, Thema Vertrauen vertrautes Umfeld.

01:56:46: aber um nicht in diese Falle zu geraten ich sag mal irgendwie den ganz sicheren Weg zu wählen sondern vielleicht den Weg zu Wählen der ... Das vom Bauchgefühl gesprochen, das Bauch gefühlt oder das

01:57:00: Herz

01:57:00: sagt.

01:57:01: Ja ich würde sagen also wir haben jetzt überhaupt nicht über Jungs gesprochen.

01:57:04: glaube auch dass es ein Riesenthema ist.

01:57:06: die müssen auch supportet werden natürlich auf eine andere Art.

01:57:09: aber Ich würd sagen Nicht aufhören zu träumen und die eigenen Träume wirklich wichtig zu nehmen Und da auch nicht von abzulassen weil die hast nur du und Die sind dein Antreiber und die sind genau richtig.

01:57:23: wenn sie da sind sind Sie genau richtig Daran zu glauben und sich Leute zu suchen, die dich darin unterstützen.

01:57:30: Und die nicht sagen ... Also jetzt ist aber immer gut hier.

01:57:33: Jetzt hören wir mal auf zu träumen, jetzt trainieren wir erst

01:57:35: mal.

01:57:36: Sondern genau es darf beides da sein!

01:57:39: Super.

01:57:40: Berte vielen Dank für deine Zeit.

01:57:42: Man muss sagen du hast ja von einem Urlaub auch noch Zeit genommen das zu machen.

01:57:45: Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen weil du sicherlich viel zu tun hast.

01:57:48: Vielen Dank und hat mir viel Spaß gemacht.

01:57:50: Ja

01:57:51: vielen dank dir, ich find's auch toll.

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